{"id":819,"date":"2016-04-09T19:42:16","date_gmt":"2016-04-09T18:42:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rad.klausdapp.de\/wordpress\/?p=819"},"modified":"2016-04-08T19:51:29","modified_gmt":"2016-04-08T18:51:29","slug":"die-zweiradstrategie-von-hp-bis-2018-besuch-bei-hp-velotechnik-teil-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.liegevelo.de\/?p=819","title":{"rendered":"Die Zweiradstrategie von HP bis 2018 (Besuch bei HP Velotechnik \u2013 Teil 4)"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_264\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.liegevelo.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1020554.jpg\" rel=\"attachment wp-att-264\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-264\" class=\"size-full wp-image-264\" src=\"http:\/\/www.liegevelo.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1020554.jpg\" alt=\"Ur-Streetmachine von HP\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.liegevelo.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1020554.jpg 1024w, https:\/\/www.liegevelo.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1020554-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.liegevelo.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1020554-644x483.jpg 644w, https:\/\/www.liegevelo.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1020554-624x468.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-264\" class=\"wp-caption-text\">Ur-Streetmachine von HP (Bild: Klaus Dapp)<\/p><\/div>\n<p>Wie im <a href=\"http:\/\/www.liegevelo.de\/?p=813\">letzten Beitrag<\/a> erl\u00e4utert, braucht die konkrete Entwicklung neuer Modelle zwei Jahre Vorlauf. Deshalb kann ich hier nur f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahre berichten. Und das lie\u00dfe sich kurz zusammenfassen: Bis 2018 wird es keine grundlegenden Neuheiten bei den Zweir\u00e4dern von HP Velotechnik geben.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wollte ich von Alexander Kraft wissen, warum das so ist und wie die Liegeradstrategie bei den Einspurern aussieht. HP hat seit etlichen Jahren die Modelle Streetmachine (seit 1993), Speedmachine (seit 1999) und den Grasshopper (seit 2003) im Programm. Die Zielgruppen sind dabei klar definiert:<\/p>\n<ul>\n<li>die Streetmachine ist das Tourenrad \u2013 und dass Touren von etlichen 10.000 Kilometern m\u00f6glich sind, zeigen etliche <a href=\"http:\/\/www.wademan.com\/VisionQuest\/VQ_Bike.htm\" target=\"_blank\">Beispiele<\/a>.<\/li>\n<li>die Speedmachine ist mit ihrer tieferen Sitzposition das schnellere <a href=\"http:\/\/www.speedmachineadventures.blogspot.de\/\" target=\"_blank\">Sportmodell<\/a><\/li>\n<li>der Grasshopper ist das faltbare und auf Grund seiner kompakten Ma\u00dfe einfach zu transportierende Tourenrad \u2013 und auch hier gibt es <a href=\"https:\/\/liegeradblog.wordpress.com\/\" target=\"_blank\">Tour-Erfahrungen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Konzepte dieser R\u00e4der sind aus Sicht von HP ausgereift, was sowohl die Berichte von Kundinnen und Kunden als auch aus dem Handel best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Alexander Kraft unterstrich, dass R\u00fcckmeldungen ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht sind. Neben dem direkten Kontakt bei Messen oder Veranstaltungen wie dem Tag der offenen T\u00fcr (z.B. am 25. Juni 2016) besteht die M\u00f6glichkeit zu R\u00fcckmeldungen \u00fcber die allgemeine Anschrift.<\/p>\n<p>Die Entwicklung wird bei den Zweir\u00e4dern wie in den letzten Jahren durch die Komponenten erfolgen und dabei auf Teile beschr\u00e4nkt bleiben, die keine Auswirkungen auf den Rahmen haben. Das bedeutet auch, dass es \u2013 jedenfalls auf absehbare Zeit \u2013 keine Pinion-Schaltung an den bestehenden Modellen geben wird. Durch die Verlagerung der Schaltung vom Hinterrad an den Ausleger treten andere Belastungen f\u00fcr den Rahmen auf und durch die Gewichtsverlagerung der Schaltung ergibt sich ein leicht ver\u00e4ndertes Fahrverhalten. Das w\u00fcrde bedeuten, dass der Ausleger neu konstruiert werden m\u00fcsste und damit die Auswirkungen f\u00fcr die Gesamtkonstruktion \u00fcberpr\u00fcft werden m\u00fcssten. Au\u00dferdem m\u00fcsste entweder eine Entscheidung gegen die Rohloff-Schaltung als derzeitiger hochwertiger Nabenschaltung getroffen werden oder zus\u00e4tzlicher Aufwand f\u00fcr die gesamte Logistik getrieben werden.<\/p>\n<p>Wir haben dies am Beispiel der Streetmachine diskutiert. Der Einbau eines Faltgelenks w\u00fcrde die komplette \u00dcberarbeitung des Rahmens bedeuten. Da fallen schnell Kosten im f\u00fcnfstelligen Bereich an, bevor ein einziger Rahmen geschwei\u00dft ist. In diesem Beispiel musste deshalb \u00fcberlegt werden, ob das Falten f\u00fcr die Zielgruppe eine so hohe Bedeutung hat, dass sich die Investition lohnt.<\/p>\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden ist auch ein kein weiterer Einsatz von Carbon au\u00dfer in Form des Bodylink-Sitzes und des Auslegers vorgesehen. Auch hier rechtfertigt aus Sicht von HP der Zusatznutzen den notwendigen Aufwand nicht. HP steht als Manufaktur dabei im Spannungsfeld zwischen den kleinen Rahmenbauern, die Rahmen nur auf Bestellung und mit entsprechend exklusiven Preisen bauen, und den Fahrradfabriken, die etliche tausend weitgehend gleiche Fahrr\u00e4der im Jahr herstellen und dadurch auch bei den Zulieferern besondere Konditionen heraushandeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>HP versucht mit dem Baukastensystem ein Zwischenweg, der f\u00fcr die j\u00e4hrlich ca. 2.000 Kundinnen (Zwei- und Dreir\u00e4der) und Kunden eine Vielzahl von Auswahlm\u00f6glichkeiten erm\u00f6glicht und gleichzeitig soweit wie m\u00f6glich in standardisierten und damit kosteng\u00fcnstigeren Prozessen abl\u00e4uft. Damit unterscheidet sich HP auch von den vielen Individualisten und Enthusiasten, die eigenst\u00e4ndige Einzelprojekte entwickeln oder HP Modelle weiterentwickeln. HP unterliegt einerseits der Produkthaftung und andererseits m\u00fcssen die Produkte auch zu Preisen produziert werden, die von den Kundinnen und Kunden akzeptiert werden. Gleichwohl beobachtet HP die Entwicklungen in der <a href=\"http:\/\/www.hpv.org\/\" target=\"_blank\">Szene<\/a> als auch auf der \u201e<a href=\"http:\/\/www.ziv-zweirad.de\/\" target=\"_blank\">konventionellen Seite<\/a>\u201c genau und pr\u00fcft, ob spannende Ideen im eigenen Programm aufgegriffen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_266\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.liegevelo.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1020570.jpg\" rel=\"attachment wp-att-266\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-266\" class=\"size-full wp-image-266\" src=\"http:\/\/www.liegevelo.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1020570.jpg\" alt=\"Umgebauter Scorpion eines Gastes (Bild: Klaus Dapp)\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.liegevelo.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1020570.jpg 1024w, https:\/\/www.liegevelo.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1020570-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.liegevelo.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1020570-644x483.jpg 644w, https:\/\/www.liegevelo.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1020570-624x468.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-266\" class=\"wp-caption-text\">Vom Kunden umgebauten Skorpion (Bild: Klaus Dapp)<\/p><\/div>\n<p>An dieser Stelle wollte ich nat\u00fcrlich auch wissen, warum HP auf die E-Unterst\u00fctzung bei seinen Modellen eingestiegen ist. In der Ebene macht sie nach meiner Erfahrung bei Liegezweir\u00e4dern nur in der Version \u00fcber 25 km\/h einen Sinn. Alexander Kraft berichtete, dass es explizite Anfragen nach E-Unterst\u00fctzung gab und HP diesen allgemeinen Trend ber\u00fccksichtigen wollte. HP hat dabei bislang Wert darauf gelegt, auf Systeme zur\u00fcckzugreifen, die keine \u00c4nderungen im Rahmen erfordern. Damit konzentriert sich HP auf Systeme, die mit einem Motor im Hinterrad funktionieren. Um m\u00f6glichst einheitliche Teile zu verbauen, wird der tropfenf\u00f6rmige Akku des aktuellen GO Swissdrive -Antriebs in allen Modellen verbaut. Das sieht gerade an den Zweir\u00e4dern f\u00fcr mein Empfinden ziemlich grauselig aus &#8230; aber das ist wie so oft Geschmackssache.<\/p>\n<p>Die Verkaufszahlen haben die Entscheidung best\u00e4tigt. Mehr als ein Drittel aller R\u00e4der werden inzwischen mit E-Unterst\u00fctzung ausgeliefert, davon mehr als 10 Prozent als schnelles E-Bilkes mit einer Unterst\u00fctzung bis 45 km\/h. Bei den Einspurern ist der Anteil der R\u00e4der mit E-Unterst\u00fctzung erwartungsgem\u00e4\u00df sehr viel geringer.<\/p>\n<p>Die schnellen E-Bikes sind dabei kein Marketing-Gag sondern sprechen eine eigene Kundengruppe an. Im Gegensatz zu anderen Fahrradherstellern, die schnelle E-Bikes verkaufen, ist HP noch kein Kraftfahrzeughersteller und hat deshalb keine Serienzulassung f\u00fcr die Kraftfahrzeuge. Das bedeutet, dass jedes einzelne Fahrzeug durch den T\u00dcV abgenommen werden muss. HP erspart sich damit die aufw\u00e4ndige Zertifizierung und die Regelungen, die mit der Anerkennung als Kraftfahrzeughersteller verbunden sind. Ich bin gespannt, ob und wann HP diesen Schritt geht. Ganz entscheidend f\u00fcr die weitere Entwicklung der E-Bikes wird sicher sein, ob die derzeitige 25 km\/h-Grenze f\u00fcr die Unterscheidung zwischen Fahrrad und Kraftfahrzeug wie diskutiert auf 30 km\/h erh\u00f6ht wird. Das w\u00fcrde die Attraktivit\u00e4t f\u00fcr die kleine E-Unterst\u00fctzung deutlich erh\u00f6hen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie im letzten Beitrag erl\u00e4utert, braucht die konkrete Entwicklung neuer Modelle zwei Jahre Vorlauf. Deshalb kann ich hier nur f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahre berichten. Und das lie\u00dfe sich kurz zusammenfassen: Bis 2018 wird es keine grundlegenden Neuheiten bei den Zweir\u00e4dern von HP Velotechnik geben. 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