Archiv der Kategorie: Technik

Vorbereitung auf den Slow Up Basel-Dreiland (934 km)

Radschuhe mit SPD Klicksystem (Bild: Klaus Dapp)
Radschuhe mit SPD Klicksystem (Bild: Klaus Dapp)

Heute war es (endlich) soweit. Von Anfang an habe ich beim Pino für den Fahrer (Captain) das ein Pedal montiert, das ein Fahren sowohl Schuhe mit als auch ohne Klicksystem ermöglicht. Bisher war ich mir einfach noch nicht sicher genug, um auch die Klickseite zu nutzen. Heute habe ich die Schuhe passend montiert und wir sind einen Kilometer Probe gefahren. Anfahren und Anhalten hat sehr gut geklappt. Morgen kommt der Praxistest mit dem Slow Up Basel Dreiland.

Deshalb kann ich bis jetzt nur berichten, dass ich mit der „Nicht-Klick“-Seite des montierten Shimano XT PD-T8000-Pedals auf den bisherigen über 900 Kilometern sehr zufrieden bin. Mit Halbschuhen habe ich einen guten Halt und fühle mich sicher.

Die neuen Schuhe – das selbe Modell, dass ich auch auf dem Grasshopper fahre – habe ich eine gute halbe Stunden alleine getestet und mehrfach umgeschraubt, bis ich eine brauchbare Einstellung gefunden habe. Dann sind wir zu Zweit Probegefahren. Der Unterschied ist schon deutlich. Ich habe bewusst den Motor ausgelassen und wir sind im Quartier rumgefahren. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen ich Morgen damit mache.

Neues bei HP Velotechnik (9.554 km)

Kaffeehalter am Trike (Bild: HP Velotechnik)
Kaffeehalter am Trike (Bild: HP Velotechnik)

Jetzt ist es schon fast einen Monat her, dass HP Velotechnik Neuigkeiten 2020 vorgestellt hat… und ich bin nicht dazu gekommen, darüber zu berichten. Das will ich jetzt endlich nachholen, damit die Vorfreude auf die „Gläserne Manufaktur“ Ende September noch etwas größer wird. Am 20. und 27. September von 11 bis 15 Uhr werden die Geschäftsführer Daniel Pulvermüller und Paul Hollants je rund 20 Besucher empfangen. Die können sich, bei laufendem Betrieb, ein Bild von der Arbeit bei HP Velotechnik machen (Anmeldungen unter dem Stichwort „Gläserne Manufaktur“ per E-Mail an mail(at)hpvelotechnik.com).

Bis jetzt habe ich auf die Frage, was denn an Trikes interessant ist, geantwortet, dass es das einzige Rad ist, auf dem es möglich ist während der Fahrt Pizza zu essen und der eigenen Stuhl immer dabei ist. Inzwischen habe ich gelernt, dass das zumindest für eine Person auch auf dem Pino gehen würde. Wir machen uns ab und zu einen Spaß, wenn Passanten mit sehr ungläubigen Blick nach dem Lenker suchen, dass die Herzallerliebste mit beiden Armen seitlich winkt und uns Auftrieb gibt.

Aber HP ist einen Schritt weitergegangen, beim neuen Gepäckkonzept ist es nicht nur möglich am Lenker, am Gepäckträger und am Sitz zusätzliches Gepäck anzubringen. Auch ein Kaffeebecherhalter gehört dazu. HP zielt dazu auf Komfortreisende ab, die nicht nur auf dem Trike sehr komfortabel reisen wollen, sondern auch umfangreiches Gepäck mitnehmen wollen. Da ich auch zu denen gehöre, die eher zuviel mitnehmen und gerne ein Gadget installiere, kann ich das gut nachvollziehen. Das liegt bei mir auch daran, dass ich beim Thema Gewichtsreduktion vor allem mal bei mir anfangen müsste… Hier die Pressemitteilungen von HP zum Gepäcksystem und zur Lenkererweiterung.

Ein weiteres Thema, das HP Velotechnik angegangen ist, ist der Heckmotor. HP wurde vom unerwarteten Rückzug von Go Swissdrive vom Markt überrascht. Jetzt setzt HP den Motor neodrives der Firma Alber ein. Damit bleiben die Vorteile des Heckmotors auch weiterhin für HP Räder erhalten. Ein Alleinstellungsmerkmal ist sicher der Rückwärtsgang. Das macht nicht nur Spaß, das ist im Reha Bereich ein wichtiger Bestandteil eigenständiger Mobilität. Ich erwarte kein völlig neues Fahrgefühl, freue mich aber auf eine Probefahrt. Hier die Pressemitteilung von HP zum neuen Motor neodrives mit dem Hinweis auf die Möglichkeit der Nachrüstung… keine Sorge, noch bin ich nicht ganz dem E-Bazillus erlegen. So viel Spaß das am Pino macht und so praktisch das im Alltag ist, der Grasshopper dient mir ja vor allem der Freizeit und da gibt es noch genug liegeradfreundliche Ziele.

Ausflug ins Elsass (721 km)

Pino am Rastplatz an der alten Kanalschleuse von Saint-Louis-la-chaussee (Bild: Klaus Dapp)
Pino am Rastplatz an der alten Kanalschleuse von Saint-Louis-la-chaussee (Bild: Klaus Dapp)

Heute Morgen sind wir schon am Vormittag losgekommen und es war schon fast kühl. Zügig fuhren wir durch Basel in Richtung Frankreich und den Rhein-Seitenkanal bis Kembs. Dort bogen wir an den Rhein-Rhone Kanal Richtung Mulhouse ab. Nach einigen Kilometern bogen wir nach Petit-Landau ab fuhren zurück nach Kembs. Dort fanden wir nach längerer Suche eine Bäcker und machten eine kurze Mittagspause. Danach kauften wir noch in einem französischen Supermarkt ein.

Elsass-Cola mit Storch (Bild: Klaus Dapp)
Elsass-Cola mit Storch (Bild: Klaus Dapp)

Zurück nach Basel fuhren wir am Canal de Huningue entlang. Im Naturschutzzentrum im ehemaligen Schleusenhaus machten wir eine Nachmittagsrast. Die Herzallerliebste genoss Elsass-Cola und ich machte mich mit einem Kaffee wieder wach. Danach fuhren wir gemütlich zurück nach Basel.

Cockpit unseres Pinos (Bild: Klaus Dapp)
Cockpit unseres Pinos (Bild: Klaus Dapp)

Gestern habe ich noch eine Halterung für mein neues GPS-Gerät gekauft. Es war bisher unten am Lenker befestigt. Das hat sich leider nicht bewährt, da ich auf dem Display nichts erkennen konnte, ohne mich nach unten zu beugen. Der neue Platz ist deutlich besser. Allerdings müsste ich noch die Neigung verstellen können. Vielleicht finde ich da ja noch etwas besseres.

Das ganze sieht mit dem Wassersack, Spiegel, Klingel usw. ziemlich unaufgeräumt aus, ist aber ganz brauchbar. Wenn ich etwas mehr Zeit habe, bastele ich mal weiter…

Gesamtstrecke: 59.92 km
Maximale Höhe: 315 m
Minimale Höhe: 235 m
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Zur Spitze Basels und andere Ausflüge (408 km)

Fernsehturm auf der St. Chrischona (Bild: Klaus Dapp)
Fernsehturm auf der St. Chrischona (Bild: Klaus Dapp)

Am Christi Himmelfahrt sind wir mit dem Pino auf Basels Hausberg St. Chrischona gefahren. Auf 522 m. ü. NN steht nicht nur der Fernsehturm sondern auch die Kirche mit gleichem Namen.

Danke unserem Motor hatten wir kein Problem mit der an manchen Stellen kräftigen Steigung. Ein Klick am Lenker und schon lässt sich die Unterstützung steigern. Dabei ist der Motor zwar zu hören, nervt aber nicht. Oben angekommen genossen wir den Blick über die Gegend. Nur der Alpenblick hat nicht funktioniert.

Die Abfahrt war klasse und die Bremsen sind wirklich zuverlässig. So dass wir uns nicht den Berg runterzittern sondern mit viel Spaß fahren.

Blick von der St. Chrischona in Richtung Alpen (Bild: Klaus Dapp)
Blick von der St. Chrischona in Richtung Alpen (Bild: Klaus Dapp)
Schautafel über die Alpengipfel (Bild: Klaus Dapp)
Schautafel über die Alpengipfel (Bild: Klaus Dapp)
Gesamtstrecke: 30.47 km
Maximale Höhe: 441 m
Minimale Höhe: 176 m
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Am nächsten Tag wollten wir eigentlich nur Spargel und Erdbeeren einkaufen. Das konnten wir gut mit einer kleinen Dreiländertour kombinieren. Als wir an einer Gastwirtschaft zum Mittagessen anhielten trafen wir auf ein Ehepaar auf einer Radtour auf Grasshoppern, die uns erzählten, dass Sie auf einem Pino geheiratet hatten. Ich war so perplex von der Begegnung, dass ich leider versäumt habe zu fragen, ob sie das Pino noch haben und warum sie mit den beiden Grasshoppern unterwegs sind. Nach dem leckeren Mittagessen am Rheinufer und einem Kaffee auf der Rheininsel zwischen Rhein und Rheinkanal wollten wir zügig nach Basel zurück.

Das hätte auch gut geklappt, wenn nicht bei voller Fahrt bei einer Bodenwelle der Gepäckträger nach hinten weggeklappt wäre. Wir legten eine spektakuläre Notbremsung hin und schauten uns etwas überrascht den weggeklappten Gepäckträger an. Im ersten Moment waren wir etwas ratlos, denn wir hatten darauf verzichtet, Werkzeug mitzunehmen. Dann kam uns die Idee zwei Gurte mit dem das Trinksystem an der Sitzlehne befestigt ist zu nutzen, um den Gepäckträger an das Sattelrohr zu binden. Leider habe ich vergessen, die Bastelei zu fotografieren.

Trotz der Panne hatten wir viel Spaß. Nachdem wir zurück waren, habe ich den Gepäckträger wieder fest angezogen. Ich hoffe, jetzt hält er dauerhaft.

Wehr im Schiffahrtskanal bei Kembs (Bild: Klaus Dapp)
Wehr im Schiffahrtskanal bei Kembs (Bild: Klaus Dapp)
Schifffahrtskanal oberhalb von Kembs (Bild: Klaus Dapp)
Schifffahrtskanal oberhalb von Kembs (Bild: Klaus Dapp)
Endlich Sommer ... (Bild: Klaus Dapp)
Endlich Sommer … (Bild: Klaus Dapp)
Gesamtstrecke: 40 km
Maximale Höhe: 299 m
Minimale Höhe: 172 m
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Trotz ein bisschen Muskelzwicken machten wir uns auf zu einer Rundtour ins Elsass. Wir fuhren im „Energiesparmodus“ etwas schneller als 25 km/h, so dass uns der Motor nur bei Bodenwellen kurz anschob. Meist fuhren wir getrennt vom Autoverkehr auf Waldwegen oder Radwegen. Auf der Straße wurden wir – wie in Frankreich üblich – fast immer mit großem Abstand überholt. Und das auch als wir fast auf die Autobahnauffahrt gefahren wären.

Der Blick auf den Euroairport ist ebenso wie die Fahrt unter der Landesbahn beeindruckend. Die Rückfahrt am Kanal jedoch deutlich entspannter. Dank gut 30 Grad waren wir ziemlich müde, als wir wieder nach Basel zurückkamen. Trotzem sind wir noch rasch zum Baumarkt gefahren und waren überrascht, dass uns auch dort ein Liegeradfahrer begegnete. Das Pino bewährte sich wieder einmal als Lastenesel.

Mit Sonnenbrille ist das Pino schon fast eine Sonnenbank (Bild: Klaus Dapp)
Mit Sonnenbrille ist das Pino schon fast eine Sonnenbank (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf den Euroairport (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf den Euroairport (Bild: Klaus Dapp)
Landung auf dem Euroairport (Bild: Klaus Dapp)
Landung auf dem Euroairport (Bild: Klaus Dapp)
Catbike Tieflieger beim Baumarkt (Bild: Klaus Dapp)
Catbike Tieflieger beim Baumarkt (Bild: Klaus Dapp)
Pino als Lastenesel - gefahren bin ich erst nachdem der Sack Erde mit dem 5-Punkt-Gurt gesichert war (Bild: Klaus Dapp)
Pino als Lastenesel – gefahren bin ich erst nachdem der Sack Erde mit dem 5-Punkt-Gurt gesichert war (Bild: Klaus Dapp)
Gesamtstrecke: 57.17 km
Maximale Höhe: 255 m
Minimale Höhe: 188 m
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Zwei Kilometer Glück (9.397 km)

Was für ein enttäuschender Morgen. Die Herzallerliebste ist völlig erkältet und liegt hustend auf dem Sofa. Da wollte ich aus der Not eine Tugend machen und mit dem Grasshopper in die Stadt fahren. Zum Glück habe ich vor dem Losfahren gewohnheitsmäßig eine Bremsprobe gemacht… und musste feststellen, dass ich nach der letzten Tour die Bremsbeläge wechseln wollte und das leider vergessen habe.

Da ich das Wechseln als kompliziert in Erinnerung hatte, habe ich es erst einmal gar nicht probiert und habe die notwendigen Erledigungen mit meinem Faltrad gemacht.

Am Abend hatte ich noch etwas Zeit und habe im Keller noch ein Paar Bremsbeläge gefunden. Als ich dann nach weniger als einer halben Stunde das Vorderrad ausgebaut, die alten Beläge entfernt, alles saubergemacht, die neuen Beläge und das Rad wieder eingebaut hatte, war ich doch überrascht. Nur ob ich den Nabendynamo so angeschlossen hatte, dass das Bremslicht funktioniert, konnte ich nicht testen, aber die Bremsen selber funktionieren wieder richtig gut.

Voller Begeisterung habe ich eine kleine Runde zum Einbremsen gedreht. Es hat riesig Spaß gemacht, endlich mal wieder mit dem Grasshopper zu fahren. Mal sehen, ob ich mir in nächster Zeit die Zeit dafür nehmen kann, wieder mehr zu fahren.

STEPS 5000 – Die lautlose Revolution am Liegerad (?)

Mit dem nicht gerade bescheidenen Motto „Die lautlose Revolution am Liegerad“ stellt HP-Velotechnik auf der Spezialradmesse SPEZI am 27./28. April 2019 den neuen Motor Steps E5000 von Shimano vor. Ich bin gespannt, wie „lautlos“ der Motor ist. Ich bin vom Steps E6100 am Pino positiv überrascht. Trotz kräftiger Unterstützung hält sich dessen Lärm in Grenzen. Lautlos ist er aber nicht.

In der Pressemitteilung schreibt HP, dass der neue Elektromotor E5000 von Shimano schafft, was andere Tretlagermotoren an den Liegerädern von HP Velotechnik bisher nicht konnten. Auch bei vollem Einsatz bleibt das kleine Kraftpaket vorne am Frontausleger praktisch lautlos. „Das ist für die Charakteristik unserer Räder und das lässige Dahingleiten durch die Landschaft die perfekte Elektro-Ergänzung“, freut sich Daniel Pulvermüller, Entwicklungschef und Geschäftsführer der Liegeradmanufaktur. Radeln wird zum puren Genuss, insbesondere in Kombination mit der von den Kriftelern bevorzugten Schaltung, der vollautomatischen Di2: Die 8-Gang-Nabenschaltung von Shimano wählt selbsttätig den zur Fahrsituation passenden Gang, legt also zum Beispiel an der Ampel eine kleine Übersetzung auf.

Shimano beschreibt den Steps E5000 als Einsteigermotor insbesondere für den Alltagseinsatz in der Stadt. Mit 2,5 Kilogramm ist der Steps E5000 der kleinste und leichteste Motor des Steps-Programms. Die Nennleistung liegt bei 250 Watt und unterstützt mit einem Drehmoment von 40 Nm bis 25 km/h. Neben den üblichen drei Unterstützungsmodi Eco, Normal und High steht eine Schiebeunterstützung als Anfahrhilfe zur Verfügung. Shimano empfiehlt eine Kombination mit dem elektronischen Schaltsystem Di2. Der Vorteil der Di2 liegt laut Shimano in schnellerem, gleichmäßigerem Schalten mit minimalem Kraftaufwand und beim Einsatz der 8-Gang Di2 Getriebenabe außerdem in einer automatischen Schaltfunktion.  

Ich bin gespannt auf den Vergleich mit dem Steps E8000, den HP-Velotechnik auch im Angebot hat, und freue mich auf eine Testfahrt auf der SPEZI. Der Unterschied beim Drehmoment scheint auf dem Papier deutlich von 40 Nm des E5000 über 60 Nm des E6100 bis auf 70 Nm des E8000. In der Praxis hat mich schon der Unterschied von 50 Nm des E6000 auf 60 Nm des E6100 beim Pino überrascht – das 20% stärkere Drehmoment ist bei Steigungen und beim Beschleunigen doch spürbar.

Jetzt gehts los! (40 km)

Hase Pino mit (alkoholfreien) Bierkisten (Bild: Klaus Dapp)
Hase Pino mit (alkoholfreien) Bierkisten (Bild: Klaus Dapp)

Das Motto „Jetzt gehts los“ gab es in diesem Blog im Dezember 2014 schon einmal. Damals bin ich mit meinem neuen Grasshopper bei Fahrrad Claus in Trebur gestartet. Diesmal startete ich gemeinsam mit der Herzallerliebsten ein ganzes Stück weiter südlich bei der Selbsthilfewerkstatt mit Fahrradladen einzelrad im Ortsteil Haltingen von Weil am Rhein.

Bevor wir losfahren konnten, habe ich mit dem Eigentümer von einzelrad, Herrn Hof, noch die letzten Einstellungen vorgenommen. Als nach einer Stunde die Herzallerliebste nachkam, haben wir auch noch Ihren Sitz eingestellt. Dann ich ich erst einmal alleine losgefahren, um mich an den Motor zu gewöhnen und die Bremen einzubremsen. Nach einigen scharfen Bremsungen hatten sie die gewünschte Leistung.

Schon auf den ersten Metern zeigte sich, dass der STEPS E6100 – Motor wirklich klasse ist. Die Entscheidung, auf diesen Motor zu warten, war richtig – zumal uns Herr Hof ja die Wartezeit durch das Leih-Pino verkürzt hat.

Wir hatten uns das Pino mit dem STEPS E6000 – Motor im letzten Jahr ausgeliehen und waren überrascht, wie stark uns ein kleiner Motor unterstützt. Deshalb haben wir uns auch für eine elektrische Unterstützung entschieden. Ich hatte jedoch starke Zweifel, ob ich mit der Lärmentwicklung glücklich werden würde. Außerdem war ich nicht ganz zufrieden mit dem Abregeln beim Erreichen der Unterstützungsgrenze von 25 km/h. Da wir die Geschwindigkeit in der Ebene öfter erreichen, ist mir das ganz wichtig.Der STEPS E6100 – Motor ist erfreulich leise, insbesondere bei geringer Unterstützung. Außerdem schaltet er sehr dezent ab, wenn wir nicht mehr treten und wenn wir die 25 km/h erreichen. Das Schalten mit der Rohloff-Schaltung müssen wir noch ein bisschen üben. Die Herzallerliebste kann inzwischen so kräftig treten, dass ich ihr ein „Stopp“-Kommando geben muss, damit wir gut schalten können. Das Phänomen hatten wir auch bei der Kettenschaltung. Nur ist die Herzallerliebste erfreulicherweise schon wieder ein bisschen fitter geworden.

Unsere erste Fahrt führte uns durch das von einkaufenden Schweizerinnen und Schweizern überfüllte Weil zum Zoll. Die Herzallerliebste erledigte die Formalitäten für die Einfuhr, was ihr zügig gelang.

Danach fuhren wir zurück zum Radladen einzelrad und montierten noch die letzten Teile. Die Herzallerliebste wollte jetzt wieder heim und war ein bisschen genervt. Aber die Fahrt nach Basel hat sie wieder versöhnt. Außerorts fuhren wir mit geringer Unterstützung. Im Stadtverkehr half uns die Unterstützung, zügig aus den vielbefahrenen Bereichen herauszufahren. Besonderen Spaß hat die Fahrt über die ansteigende Wettsteinbrücke gemacht, die wir mit maximaler Unterstützung mit knapp 25 km/h hochfuhren.

Am Nachmittag fuhr ich noch einmal zum Einkaufen in Weil los. Auf dem Hinweg war ich zu faul, den leeren Kasten mit alkolholfreiem Bier in die Satteltaschen zu verteilen. Während der Fahrt habe ich darüber nachgedacht, was eigentlich dagegen steht, noch einen zweien Kasten zu transportieren. Die beiden Kästen sind mit Sicherheit leichter als die Herzallerliebste und durch Riemen lassen sich die Kästen sicher mit der Sitzlehne fixieren.

Beim Aufladen wurde ich kritisch beäugt. Beim Losfahren hat nur noch der Beifall gefehlt. Die vollen Kästen waren wesentlich leiser als der mit leeren Flaschen gefüllte Kasten auf der Hinfahrt. Das Fahrverhalten war ähnlich dem mit der Herzallerliebsten, nur dass die Bierkästen nicht mittreten. Beim nächsten mal will ich noch Fahren mit Anhänger und die Lastenradtasche Porterbag ausprobieren.

Insgesamt haben wir am ersten Tag knapp 40 Kilometer zurückgelegt und sind begeistert. Wir freuen uns auf die weiteren Touren.

Besondere Nutzung des 5-Punkt-Gurtes von Hases Pino (Bild: Klaus Dapp)
Besondere Nutzung des 5-Punkt-Gurtes von Hases Pino (Bild: Klaus Dapp)
Gesamtstrecke: 37.05 km
Maximale Höhe: 306 m
Minimale Höhe: 253 m
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Sichtbar sein…

Proviz Jacke alt und neu bei Zimmerbeleuchtung (Bild: Klaus Dapp)
Proviz Jacke alt und neu bei Zimmerbeleuchtung (Bild: Klaus Dapp)
Proviz Jacke alt und neu mit Blitzlicht (Bild: Klaus Dapp)
Proviz Jacke alt und neu mit Blitzlicht (Bild: Klaus Dapp)

Nicht erst seit dem Unfall der Herzallerliebsten habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich Fahrradfahren für mich sicherer machen kann. Die Beleuchtung von Autos und Fahrrädern ist in den letzten Jahren immer heller geworden. Leider ist der Leistungsunterschied zwischen zwischen einem Radscheinwerfer und einem Autoscheinwerfer aber eher noch größer geworden. Dadurch ist die Radbeleuchtung alleine gut sichtbar, im Straßenverkehr geht sie jedoch in den Städten fast unter.

Deshalb habe ich mit großem Interesse im letzten Jahr von einer vollreflektierenden Jacke gelesen. Nachdem ich im Laden eine Jacke ohne Kaputze gesehen habe – leider war sie dort mit Kaputze nicht zu bekommen – habe ich mit eine bestellt.

Die rund 100 Euro teure Jacke hat wirklich eine tolle Wirkung. Je heller die Autoscheinwerfer sind, um so mehr reflektiert sie und ist dadurch eigentlich unübersehbar. In der Regel ist der Überholabstand damit tatsächlich etwas größer und auch als Fußgänger werde ich gut wahrgenommen. Bei Tageslicht fällt die Jacke weniger auf und sieht nicht sofort nach Arbeitsschutzkleidung aus.

Ich habe die einfache Version der Jacke. Der Hersteller Proviz sieht als Belüftung die Taschen auf der Vorderseite und die Schlitze unter den Achseln sowie auf der Rückseite vor. Für kurze Strecken wie meine tägliche drei Kilometer Fahrt zum Bahnhof reicht das aus. Bei längeren Strecken komme ich ziemlich ins Schwitzen. Proviz bietet auch eine – teurere – und nach Herstellanangaben atmungsaktivere Version der Jacke an.

Ich habe die Jacke von Anfang Oktober bis Ende März fast täglich getragen. In der Regel hatte ich dabei einen Rucksack auf. Nach der Saison waren an den Schultern erste Abnutzungsspuren zu erkennen. Diese vergrößerten sich in diesem Winter erheblich. Deutlich erkennbar ist, dass ich den Rucksack zuerst auf der rechten Seite aufziehe …

Nutzungsspuren an der Jacke durch den Rucksack (Bild: Klaus Dapp)
Nutzungsspuren an der Jacke durch den Rucksack (Bild: Klaus Dapp)
Nutzungsspuren an der Jacke durch den Rucksack mit Blitzlicht (Bild: Klaus Dapp)
Nutzungsspuren an der Jacke durch den Rucksack mit Blitzlicht (Bild: Klaus Dapp)

Inzwischen gibt es auch bunte Jacken, die Tags deutlicher auffallen. Bei Nacht reflektieren sie jedoch deutlich geringer. Für den Helm der Herzallerliebsten habe ich einen gelben Bezug gekauft, der reflektiert. Auf dem Pino haben wir damit eine ganz gute Wirkung von vorne. Für mich habe ich bei der Ersatzbeschaffung für die Jacke dieses Jahr das Black Friday-Angebot von Proviz genutzt und je eine „klassische“ Jacke mit und ohne Kaputze gekauft.

Helmüberzug im Tageslicht (Bild: Klaus Dapp)
Helmüberzug im Tageslicht (Bild: Klaus Dapp)
Helmüberzug mit Blitzlicht (Bild: Klaus Dapp)
Helmüberzug mit Blitzlicht (Bild: Klaus Dapp)

Leider suche ich schon länger ohne Erfolg nach einer Alternative zum Rücksack. Das würde die Lebensdauer der Reflexionsjacken sicher deutlich erhöhen.

Eurobike 2018 – Neues bei HP Velotechnik (9.030 km)

Stand von HP-Velotechnik bei der Eurobike 2018 (Bild: Klaus Dapp)

Stand von HP-Velotechnik bei der Eurobike 2018 (Bild: Klaus Dapp)

Eigentlich wollte ich in diesem zweiten Teil meines Berichts von der Eurobike über Neuigkeiten im Liegeradbereich schreiben – aber die habe ich nur beim Stand von HP Velotechnik gesehen. Es sind dieses Jahr AZUB und HP Velotechnik auf die Eurobike gekommen. AZUB hat einige seiner bewährten Modelle gezeigt und dafür gesorgt, dass der Liegeradbereich als eigener Bereich überhaupt wahrnehmbar wurde. Die Velomobilausstellung war „ums Eck“, so dass die Besucherinnen und Besucher sie erst einmal finden mussten. Aber zum Messekonzept 2018 habe ich im letzten Beitrag alles gesagt.

Stand von AZUB bei der Eurobike 2018 (Bild: Klaus Dapp)

Stand von AZUB bei der Eurobike 2018 (Bild: Klaus Dapp)

Im Mittelpunkt der Vorstellung bei HP stand die E-Bike-Version des Scorpions mit einer elektrischen Unterstützung bis 45 km/h und das Einsteiger-Modell des Gekko.

Mindestens ebenso interessant sind aber sicher die zusätzlichen Motoren. Die Nachfrage nach einer Kombination von Rohloff-Schaltung und Motor war so relevant, dass es als Alternative zum GO Swissdrive auch die Kombination aus Shimano E8000 Motor und Rohloff-Schaltung anbietet.

Das zeigt, dass es – auch im Liegeradbereich – auch eine Nachfrage nach sehr hochwertigen Produkten gibt.

Das neue schnelle E-Bike-Scorpion von HP Velotechnik „Blinker links“ (Bild: Klaus Dapp)

Das neue schnelle E-Bike-Scorpion von HP Velotechnik „Blinker links“ (Bild: Klaus Dapp)

Die elektrisch betriebene Hupe – eine Voraussetzung für die Zulassung als E-Bike mit Unterstützung bis 45 km/h (Bild: Klaus Dapp)

Die elektrisch betriebene Hupe – eine Voraussetzung für die Zulassung als E-Bike mit Unterstützung bis 45 km/h (Bild: Klaus Dapp)

Dazu passt die E-Bike-Version des Scorpions, das die Modellpalette von HP nach oben abrundet. Durch die Unterstützung bis 45 km/h gilt es als Kraftfahrzeug und muss damit eine Vielzahl von Regelwerken einhalten. Dazu gehört der Blinker, den HP entwickelt hat, ebenso wie eine Wegfahrsperre, die einfach in Form eines Rahmenschlosses und umfasst eine optische Ölstandskontrolle für die Hydraulikbremse und eine elektrische Hupe. Viele Kleinigkeiten, die viel Arbeit machen. Es bleibt zu hoffen, dass durch die Anforderungen und die daraus resultierenden Entwicklungen auch insgesamt Verbesserungen erreicht werden können. Als Beispiel dafür kann der Blinker gelten, der nicht nur für die E-Bike Version nachgefragt wird, sondern auch an anderen Modellen gute Dienste leistet.

Das neue Einsteiger-Gekko von HP-Velotechnik (Bild: Klaus Dapp)

Das neue Einsteiger-Gekko von HP-Velotechnik (Bild: Klaus Dapp)

Aber HP schaut nicht nur an das obere Ende der Produktpalette. Mit dem Gekko 26 soll eine ganz neue Zielgruppe angesprochen werden. Das ist in den USA, wo ein vergleichbares Konzept seit dem letzten Jahr von HP ausprobiert wurde, sehr gut angekommen. Es entspricht auch mehr dem dortigen Kaufverhalten – in den Laden, anschauen und mitnehmen… statt konfigurieren, bestellen, zur Zeit rund 7 Wochen warten und nach langer Zeit der Vorfreude endlich fahren.

Im neuen Design / Glanz – der Grasshopper von HP Velotechnik (Bild: Klaus Dapp)

Im neuen Design / Glanz – der Grasshopper von HP Velotechnik (Bild: Klaus Dapp)

Ich bin gespannt, ob das Konzept auch in Deutschland gut ankommt. Gute Erfahrungen mit einem ähnlichen Konzept hat Hasebike mit dem Trigo gemacht. Meiner Sorge auf eine Verschiebung innerhalb des Verkaufssegments hin zu einfacheren Rädern begegnete Alexander Kraft, Pressesprecher von HP Velotechnik, mit dem Hinweis auf die gute Auslastung mit langen Lieferzeiten. Ich bin gespannt, wie die Entwicklung weitergeht.

Eindrücke von der Eurobike 2018 (9.030 km)

Besucherrad am Eingang der Eurobike 2018 (Bild: Klaus Dapp)

Besucherrad am Eingang der Eurobike 2018 (Bild: Klaus Dapp)

Offensichtlich gehört Verkehrschaos dazu, wenn ich auf die Eurobike fahre. Da habe ich die Herzallerliebste – auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin – um 5:20 Uhr geweckt und wir haben schnell einen Kaffee getrunken. Dann bin ich durch das noch schlafende Basel zum Zug geradelt … um eine lange Geschichte kurz zu fassen. Der letzte Zug nach Basel am Vortag ist in Basel nicht funktionsfähig angekommen. Da musste dann erst ein Ersatzzug beschafft werden, der dann nur auf einem kleinen Abschnitt fuhr. Statt direkt in zweieinhalb Stunden ans Ziel zu kommen, brauchte ich gute vier Stunden und musste dreimal umsteigen und kein Klo funktionierte. Aber alles hat auch sein gutes: Inzwischen habe ich Übung mein neues Brompton Faltrad zu falten.

Endlich in Friedrichshafen angekommen, konnte ich diesmal direkt zur Messe hinradeln. Dabei ist mir aufgefallen, wie wenig am Bahnhof und in den Straßen zur Messe los war – und ich war immer an den Fachbesuchertagen da Und da herrsche immer Chaos – allerdings war ich diesmal deutlich später.

Dass die Messe dieses Jahr ein Problem hat, zeigte sich aber auch schon in der letzten Woche. Da hat die Messe Friedrichshafen angekündigt, dass die nächste Eurobike zu einem späteren Termin – nämlich vom 31. Juli 2019 bis 3. August 2019 stattfinden soll. Die ersten Tage sind nur für Fachpublikum und am Samstag den 3. August 2019 ist wie 2017 und in den Jahren zuvor auch die Öffentlichkeit zugelassen. Damit liegt der Termin zwar immer noch in der Saison und bildet nicht wie in den Jahren vor 2018 am Saisonende.

In einer Presseerklärung zum Termin 2019 der Eurobike (Messe Friedrichshafen) feiert die Messe den Publikumstag, der 2018 abgeschafft wurde, als große Bereicherung. Ich wollte vom Pressesprecher der Messe, Frank Gauss, wissen, was diesen Meinungsumschwung bewirkt hat. Er teilte mir mit, dass etliche Industriepartner, die die Änderungen in 2018 gewünscht haben, ihre Meinung verändert haben. Ich habe nicht nachgefragt, wie eine solche Meinungsänderung erfolgt, ohne dass das „neue“ Modell 2018 erst einmal getestet wurde. Auf meinen Hinweis, dass der Termin für viele Bundesländer und angrenzende Nationen in den Schulferien liegt, merkte er an, dass das Schulferien-Thema bedacht wurde und es keinen sinnvollen Termin außerhalb der Schulferien gebe und Bayern sowie Baden-Württemberg noch keine Schulferien hätten. Außerdem wollte ich wissen, ob es wieder einen Schwerpunkt Liegeräder geben wird, wie beispielsweise in 2017. Hier teilte er mit, dass die Schwerpunkte noch nicht definiert sind und jetzt mit den Industriepartnern gemeinsam erarbeitet werden. Dabei sei ausschlaggebend, wie stark sich die einzelnen Firmen im Liegeradbereich engagieren bzw. überhaupt wieder auf der Eurobike ausstellen. Er wies in dem Zusammenhang aber noch einmal auf den Publikumstag und die aus Sicht der Messe verbundenen Emotionen hin. Ich bin gespannt.

An einigen Ständen habe ich auch nach dem Messekontakt gefragt. Teilweise wurde dann auf Firmen hingewiesen, die erst gar nicht gekommen sind, und auf gefühlt weniger Interessierte, was auf den Termin 2018 mitten in der Saison zurückgeführt wurde. Ich habe niemanden gefunden, der das Konzept 2018 geht fand – aber ich habe natürlich auch keine repräsentative Umfrage gemacht sondern die für mich interessanten Stände besucht.

Werbung auf der Toilette (Bild: Klaus Dapp)

Werbung auf der Toilette (Bild: Klaus Dapp)

Sexistische Werbung habe ich diesmal keine gesehen – zumindest auf der Herrentoilette ging es diesmal sehr bieder zu.

An dieser Stelle ein besonderer Dank an Mirjam Reisch von der Messe Friedrichshafen, die mir auch einen spontanen Telefonkontakt zu Frank Gauss als Pressesprecher hergestellt hat, und Gunnar Fehlau vom pressedienst-fahrrad, die beide gemeinsam die Blogger betreuten. Ich hoffe ich kann nächstes Jahr mehr vom Blogger-Programm nutzen.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork auf einer virtuellen "Protected Bikelane" (Bild: Klaus Dapp)

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork auf einer virtuellen „Protected Bikelane“ (Bild: Klaus Dapp)

Meinen inhaltlichen Start hatte ich am Stand des ADFC. Eigentlich wollte ich nur ein Lebkuchenherz gewinnen bei einer Fahrt auf einer virtuellen „Protected Bikelane“ … dann traf ich den Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork und wir plauschten kurz. Manchmal lässt sich in meinem Bereich berufliches und privates eben doch nicht trennen.

Im Liegeradbereich war außer HP Velotechnik und AZUB kein relevanter Hersteller auf der Messe. Ich habe deshalb einen ausgedehnten Besuch bei HP Velotechnik gemacht, über den ich einen eigenen Beitrag schreibe, und mir dann noch Zubehör angeschaut. Leider hatte ich mal wieder weniger Zeit als notwendig, deshalb nur ein paar – teilweise im Wortsinn – Highlights.

Reflektierende Rainleg (Bild: Klaus Dapp)

Reflektierende Rainleg (Bild: Klaus Dapp)

Es gibt die Rainlegs jetzt in einer vollreflektierenden Version. Sozusagen ein leuchtender Lendenschurz. Ich finde die Rainlegs sowieso schon großartig. Beim Aufrechtrad ersetzen sie für kurze Wege auch bei starkem Regen eine Regenhose und auf dem Grasshopper nutze ich sie in Kombination mit Gamaschen für die Schuhe. Das hat den Vorteil, dass ich viel weniger schwitze als in einer „richtigen“ Regenhose. Das hat natürlich Grenzen. Aber gerade an warmen Tagen bin ich lieber vom Regen an den Waden und ggf. von unten nass als in der Regenhose rumzuschicken. Die neue gefütterte Version der Rainlegs werde ich wohl nicht brauchen. Aber bei sehr tiefen Temperaturen kann dass vielleicht auch eine Idee sein.

Gut sichtbare Helme (Bild: Klaus Dapp)

Gut sichtbare Helme (Bild: Klaus Dapp)

Das Thema Sichtbarkeit wird auch von Alpina angesprochen. Am Stand wurde unter „Be visable“ eine gelbe Edition unterschiedlicher Modelle vorgestellt. So unnötig ich in der Regel zusätzliche Warnwesten finde, so sinnvoll halte ich es auffällig zu sein.

Miniaturisierung von Rücklichtern (Bild: Klaus Dapp)

Miniaturisierung von Rücklichtern (Bild: Klaus Dapp)

Mit Sorge sehe ich den Trend zur Miniaturisierung der Beleuchtung. Busch & Müller hat stolz das kleinste zugelassene Rücklicht präsentiert. Auf meine Nachfrage hat eine Mitarbeiterin angedeutet, dass damit ein spezieller Markt bedient werden soll, der Wert auf puristisches auftreten hat. Dies zeigten auch Entwicklungen bei anderen Herstellern. Zum Glück wird aber auch die Entwicklung von großflächigen und leuchtstarken Rücklichtern fortgesetzt. Hier hat Busch & Müller mit dem Bremslicht eine meiner Meinung nach wichtige Pionierarbeit geleistet.

Teststrecke des Bosch ABS (Bild: Klaus Dapp)

Teststrecke des Bosch ABS (Bild: Klaus Dapp)

Sehr spannend fand ich auch die eindrückliche Vorführung des Antiblockiersystems, das Bosch für elektrisch unterstützte Fahrräder anbietet. Da zeigt sich, für was sich die vielen Sensoren der Unterstützung noch nutzen lassen.

Anhänger Carry M von Roland (Bild: Klaus Dapp)

Anhänger Carry M von Roland (Bild: Klaus Dapp)

Bei Roland habe ich mich gefreut, wie schön inzwischen der Carry M geworden ist. Da wurde wirklich über Jahre Produktpflege betrieben. Auch angetrieben durch inzwischen viele innovative Hersteller, die den traditionellen Karren mit Obenkupplung doch deutlich in den Hintergrund gedrängt haben. Auch wenn Roland noch immer die Option bietet, wie im Bild die Deichsel umzustecken und den Wagen dann von Hand zu ziehen.

Regen-Strampelanzug von VAUDE (Bild: Klaus Dapp)

Regen-Strampelanzug von VAUDE (Bild: Klaus Dapp)

Bei Vaude habe ich einen Regen-Strampelanzug entdeckt. Leider gab es kein Proberad, auf dem sich das mal ausprobieren ließ. Ich kann mir nicht vorstellen, dass – vor allem beim Liegerad – da immer irgendwo was zieht.

Smartes Schloss von ABUS (Bild: Klaus Dapp)

Smartes Schloss von ABUS (Bild: Klaus Dapp)

ABUS hat ein neues smartes Bügelschloss vorgestellt. Ich gebe offen zu, ich bin da immer etwas skeptisch. Aber ich muss zugeben, die haben sich eine ganze Menge einfallen lassen. Das wichtigste zuerst: Mechanisch entspricht das Schloss dem Level 15, d.h. dem höchsten Standard. Als Start wird nur ein Bügelschloss angeboten. Wenn es entsprechende Nachfrage gibt, sind weitere Produkte wie das Faltschloss, das es bereits mit Alarmanlage gibt, angedacht. Das Schloss wird über eine App genutzt. Mit dieser wird das Schloss initialisiert und administriert. Es können bis zu acht Mobiltelefone eine Zugangsberechtigung bekommen. Damit kann auf elektronischem Weg die bisherige Option der gleichen Schlüssel erreicht werden. Die Datenübertragung erfolgt mit Bluetooth in einem Abstand von ca. 2 Metern. Das Schloss bekommt das Signal zu öffnen und verschließt automatisch, wenn es das Signal verliert. Fahrräder am Schloss aufhängen wird dann wohl etwas schwieriger. Ist das Schloss verriegelt und wird bewegt, löst es einen Voralarm aus. Erfolgen weiter Bewegungen, folgt der Hauptalarm. Ist der Akku des Schlosses leer, bleibt das Schloss verriegelt und muss erst wieder über eine USB-C-Buchse geladen werden. Allerdings informiert die App über den Ladezustand, so dass dies eigentlich nicht überraschen passieren sollte. Der Akku ist auf eine Lebensdauer von 8 bis 10 Jahren kalkuliert. Es soll ab April 2019 lieferbar sein und rund 200 Euro kosten. Damit ist es noch etwas höherpreisiger als die sonstigen hochwertigen Schlösser. Dies relativiert sich jedoch durch den Aufpreis für die gleiche Schließung bei mehreren Schlössern, was sich bei mir mit mehreren Fahrrädern auch der Herzallerliebsten schon oft bewährt hat. Da ABUS einen Ruf zu verlieren hat ist zu hoffen, dass die Manipulationsmöglichkeiten gering sind – es ist fest davon auszugehen, dass die ersten Modelle auch als Ansporn zum Hacken dienen. Das gilt allerdings auch für das Lockpicking. Keine Verbesserung bringt das Schloss jedoch, wenn wie bei mir geschehen, Nachts mit einem Akku-Trennschleifer versucht wird, das Schloss aufzubrechen. Das macht einen Höllenlärm, der sicher lauter als der Alarm ist. Dann hilft nur Qualität des Materials, damit genug Zeit für die Nachbarn bleibt, die Polizei zu rufen und die Diebe zu verjagen.

Für mehr außerhalb des Berichts über HP hatte ich leider zu wenig Zeit … oder aber es gab im Vergleich zur letzten EUROBIKE nichts wirklich neues, da durch den frühen Termin einfach zu wenig Zeit für die Hersteller blieb… oder aber einfach „nur“ Produktpflege gemacht wird wie bei Rohloff, die eben gerade nicht darauf angewiesen sind, ständig „Neues“ zu haben. Hier wird bewährtes weiterentwickelt und neue Anwendungsfelder erschlossen.