Archiv der Kategorie: Touren und Ausflüge

Ausflug ins Elsass (721 km)

Pino am Rastplatz an der alten Kanalschleuse von Saint-Louis-la-chaussee (Bild: Klaus Dapp)
Pino am Rastplatz an der alten Kanalschleuse von Saint-Louis-la-chaussee (Bild: Klaus Dapp)

Heute Morgen sind wir schon am Vormittag losgekommen und es war schon fast kühl. Zügig fuhren wir durch Basel in Richtung Frankreich und den Rhein-Seitenkanal bis Kembs. Dort bogen wir an den Rhein-Rhone Kanal Richtung Mulhouse ab. Nach einigen Kilometern bogen wir nach Petit-Landau ab fuhren zurück nach Kembs. Dort fanden wir nach längerer Suche eine Bäcker und machten eine kurze Mittagspause. Danach kauften wir noch in einem französischen Supermarkt ein.

Elsass-Cola mit Storch (Bild: Klaus Dapp)
Elsass-Cola mit Storch (Bild: Klaus Dapp)

Zurück nach Basel fuhren wir am Canal de Huningue entlang. Im Naturschutzzentrum im ehemaligen Schleusenhaus machten wir eine Nachmittagsrast. Die Herzallerliebste genoss Elsass-Cola und ich machte mich mit einem Kaffee wieder wach. Danach fuhren wir gemütlich zurück nach Basel.

Cockpit unseres Pinos (Bild: Klaus Dapp)
Cockpit unseres Pinos (Bild: Klaus Dapp)

Gestern habe ich noch eine Halterung für mein neues GPS-Gerät gekauft. Es war bisher unten am Lenker befestigt. Das hat sich leider nicht bewährt, da ich auf dem Display nichts erkennen konnte, ohne mich nach unten zu beugen. Der neue Platz ist deutlich besser. Allerdings müsste ich noch die Neigung verstellen können. Vielleicht finde ich da ja noch etwas besseres.

Das ganze sieht mit dem Wassersack, Spiegel, Klingel usw. ziemlich unaufgeräumt aus, ist aber ganz brauchbar. Wenn ich etwas mehr Zeit habe, bastele ich mal weiter…

Gesamtstrecke: 59.92 km
Maximale Höhe: 315 m
Minimale Höhe: 235 m
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Eis- und Tortentour nach Bad Säckingen (636 km)

Längste gedeckte Holzbrücke in Europa in Bad Säckingen (Bild: Klaus Dapp)
Längste gedeckte Holzbrücke in Europa in Bad Säckingen (Bild: Klaus Dapp)

Wohin fahren bei 35 Grad? Über die Tour haben wir länger diskutiert. Ich wollte mal wieder ins Elsass fahren wo es flach ist und an den Kanälen auch etwas kühler. Die Herzallerliebste wollte lieber erst ein Stück mit dem Zug und dann losfahren, statt nur auf bekannten Wegen rumzufahren.

Wir einigten uns auf eine Fahrt entlang am Hochrhein nach Bad Säckingen. Erst holten wir noch unsere Begleitung am Bahnhof ab und fuhren dann gemeinsam auf der deutschen Seite rheinaufwärts. Die Strecke verläuft vor allem über Wirtschaftswege und Nebenstraßen. Da es relativ flach ist, sind wir den größten Teil ohne unseren elektrischen Rückenwind gefahren. Außer dem Trainingseffekt war ich ein bisschen unsicher, ob wir auf der Rückfahrt noch genug Saft haben würden.

In der Fußgängerzone in Rheinfelden (Baden) (Bild: Felix Reichert)

Gestärkt mit Eis und Kaffee ging es dann weiter nach Bad Säckingen. Im Schlosspark mit Blick auf die berühmte Holzbrücke ließen wir uns dann den leckeren Kuchen schmecken.

In Bad Säckingen trennten wir uns. Wir überquerten den Rhein und fuhren dann auf der schweizer Seite zurück. Ein großer Teil der Strecke verlief auf Waldwegen, was ein bisschen gegen die Hitze half. Wir kamen gut voran und wenn mein Hintern mitgemacht hätte, wären wir ohne Pause nach Basel zurückgekommen.

Einige Kilometer vor Basel konnte ich aber kaum mehr sitzen und an einer Einmündung machten wir eine kurze Rast im Stehen. Danach rollten wir mit kräftigem elektrischen Rückenwind das letzte Stück.

Nach dem Duschen habe ich mich über einen kurzen Nachmittagsschlaf sehr gefreut. Es war wieder eine schöne Tour mit dem Pino.

Gesamtstrecke: 75.92 km
Maximale Höhe: 306 m
Minimale Höhe: 235 m
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Zur Spitze Basels und andere Ausflüge (408 km)

Fernsehturm auf der St. Chrischona (Bild: Klaus Dapp)
Fernsehturm auf der St. Chrischona (Bild: Klaus Dapp)

Am Christi Himmelfahrt sind wir mit dem Pino auf Basels Hausberg St. Chrischona gefahren. Auf 522 m. ü. NN steht nicht nur der Fernsehturm sondern auch die Kirche mit gleichem Namen.

Danke unserem Motor hatten wir kein Problem mit der an manchen Stellen kräftigen Steigung. Ein Klick am Lenker und schon lässt sich die Unterstützung steigern. Dabei ist der Motor zwar zu hören, nervt aber nicht. Oben angekommen genossen wir den Blick über die Gegend. Nur der Alpenblick hat nicht funktioniert.

Die Abfahrt war klasse und die Bremsen sind wirklich zuverlässig. So dass wir uns nicht den Berg runterzittern sondern mit viel Spaß fahren.

Blick von der St. Chrischona in Richtung Alpen (Bild: Klaus Dapp)
Blick von der St. Chrischona in Richtung Alpen (Bild: Klaus Dapp)
Schautafel über die Alpengipfel (Bild: Klaus Dapp)
Schautafel über die Alpengipfel (Bild: Klaus Dapp)
Gesamtstrecke: 30.47 km
Maximale Höhe: 441 m
Minimale Höhe: 176 m
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Am nächsten Tag wollten wir eigentlich nur Spargel und Erdbeeren einkaufen. Das konnten wir gut mit einer kleinen Dreiländertour kombinieren. Als wir an einer Gastwirtschaft zum Mittagessen anhielten trafen wir auf ein Ehepaar auf einer Radtour auf Grasshoppern, die uns erzählten, dass Sie auf einem Pino geheiratet hatten. Ich war so perplex von der Begegnung, dass ich leider versäumt habe zu fragen, ob sie das Pino noch haben und warum sie mit den beiden Grasshoppern unterwegs sind. Nach dem leckeren Mittagessen am Rheinufer und einem Kaffee auf der Rheininsel zwischen Rhein und Rheinkanal wollten wir zügig nach Basel zurück.

Das hätte auch gut geklappt, wenn nicht bei voller Fahrt bei einer Bodenwelle der Gepäckträger nach hinten weggeklappt wäre. Wir legten eine spektakuläre Notbremsung hin und schauten uns etwas überrascht den weggeklappten Gepäckträger an. Im ersten Moment waren wir etwas ratlos, denn wir hatten darauf verzichtet, Werkzeug mitzunehmen. Dann kam uns die Idee zwei Gurte mit dem das Trinksystem an der Sitzlehne befestigt ist zu nutzen, um den Gepäckträger an das Sattelrohr zu binden. Leider habe ich vergessen, die Bastelei zu fotografieren.

Trotz der Panne hatten wir viel Spaß. Nachdem wir zurück waren, habe ich den Gepäckträger wieder fest angezogen. Ich hoffe, jetzt hält er dauerhaft.

Wehr im Schiffahrtskanal bei Kembs (Bild: Klaus Dapp)
Wehr im Schiffahrtskanal bei Kembs (Bild: Klaus Dapp)
Schifffahrtskanal oberhalb von Kembs (Bild: Klaus Dapp)
Schifffahrtskanal oberhalb von Kembs (Bild: Klaus Dapp)
Endlich Sommer ... (Bild: Klaus Dapp)
Endlich Sommer … (Bild: Klaus Dapp)
Gesamtstrecke: 40 km
Maximale Höhe: 299 m
Minimale Höhe: 172 m
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Trotz ein bisschen Muskelzwicken machten wir uns auf zu einer Rundtour ins Elsass. Wir fuhren im „Energiesparmodus“ etwas schneller als 25 km/h, so dass uns der Motor nur bei Bodenwellen kurz anschob. Meist fuhren wir getrennt vom Autoverkehr auf Waldwegen oder Radwegen. Auf der Straße wurden wir – wie in Frankreich üblich – fast immer mit großem Abstand überholt. Und das auch als wir fast auf die Autobahnauffahrt gefahren wären.

Der Blick auf den Euroairport ist ebenso wie die Fahrt unter der Landesbahn beeindruckend. Die Rückfahrt am Kanal jedoch deutlich entspannter. Dank gut 30 Grad waren wir ziemlich müde, als wir wieder nach Basel zurückkamen. Trotzem sind wir noch rasch zum Baumarkt gefahren und waren überrascht, dass uns auch dort ein Liegeradfahrer begegnete. Das Pino bewährte sich wieder einmal als Lastenesel.

Mit Sonnenbrille ist das Pino schon fast eine Sonnenbank (Bild: Klaus Dapp)
Mit Sonnenbrille ist das Pino schon fast eine Sonnenbank (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf den Euroairport (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf den Euroairport (Bild: Klaus Dapp)
Landung auf dem Euroairport (Bild: Klaus Dapp)
Landung auf dem Euroairport (Bild: Klaus Dapp)
Catbike Tieflieger beim Baumarkt (Bild: Klaus Dapp)
Catbike Tieflieger beim Baumarkt (Bild: Klaus Dapp)
Pino als Lastenesel - gefahren bin ich erst nachdem der Sack Erde mit dem 5-Punkt-Gurt gesichert war (Bild: Klaus Dapp)
Pino als Lastenesel – gefahren bin ich erst nachdem der Sack Erde mit dem 5-Punkt-Gurt gesichert war (Bild: Klaus Dapp)
Gesamtstrecke: 57.17 km
Maximale Höhe: 255 m
Minimale Höhe: 188 m
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Rhône-Saône-Rhin – Blogbeiträge endlich fertig

Baguettetransport mit dem Grasshopper (Bild: Klaus Dapp)
Baguettetransport mit dem Grasshopper (Bild: Klaus Dapp)

Nun hat es viel länger gedauert als geplant, bis ich die Blogbeiträgt vom Juni und Juli 2018 von Avignon nach Darmstadt eingestellt habe. Dabei habe ich schon während der Fahrt angefangen zu schreiben. Aber einerseits habe ich das nicht vollständig geschafft, da ich an den jeweiligen Abenden entweder eingeschlafen bin oder wir spannende Begegnungen und Erlebnisse hatten.

Nach den Ereignissen der letzten Monate hatte ich dann auch keine Motivation mehr, weiter zu schreiben. Das hat sich mit der Anschaffung des Pino und den neuen erfreulichen Perspektiven der letzten Wochen geändert. Nachdem ich jetzt zwei Wochen Urlaub hatte und damit auch etwas Zeit, habe ich „nachgearbeitet“ und die Beiträge den damaligen Wochentagen im Juni und Juli 2018 zugeordnet. Es hat viel Spaß gemacht, mich an die schöne Tour zu erinnern.

Leider hat sich an der Situation des Nicht-Fahrradtransportes nichts geändert. Die von uns 2017 genutzten TGV-Züge mit Fahrradabteil vom Elsass nach Paris fahren zwar unverändert, der Platz an den Klappsitzen darf jedoch nicht mehr für Fahrräder genutzt werden. Das ist um so bedauerlicher, da die Radwege, Beschilderung usw. in Frankreich stetig verbessern. So bleibt mir auf Anfragen immer nur die Antwort, Fernbus oder Bahn im Nahverkehr ohne Reservierungsmöglichkeit und beide Möglichkeiten brauchen natürlich viel mehr Zeit als mit dem TGV mit 300 km/h durchs Land zu fahren.

Alle Beiträge sind der Kategorie „Touren und Ausflüge – Rhône-Saône-Rhin“ zugeordnet und lassen sich damit einfach aufrufen – ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

Unsere erste Bergtour mit dem Pino (72 km)

Herzallerliebste auf der Landskron (Bild: Klaus Dapp)
Herzallerliebste auf der Landskron (Bild: Klaus Dapp)

Eigentlich sollte es nur eine kleine Sonntagstour mit unserem neuen Pino werden. Aber das Wetter war gut, der Akku voll geladen und auch wir ganz fit. So fuhren wir zügig aus Basel Richtung Therwil.

Entlang der Straßenbahn und nur mit leichter Steigung fuhren wir weiter nach Leymen. Nach einem ersten Aufstieg erreichten wir Flüh. Auf Verdacht fuhren wir immer die steilsten Straßen hinauf, was Dank hoher Unterstützung durch den Motor erstaunlich gut ging. Auf der Hochebene oberhalb von Flüh machten wir eine kurze Verschnaufpause.

Ruine Landskron oberhalb von Flüh (Bild: Klaus Dapp)
Ruine Landskron oberhalb von Flüh (Bild: Klaus Dapp)

Nach einer kurzen Passage mit leichter Steigung mussten wir die letzten 50 Höhenmeter erklimmen. Im kleinen Gang mit großer Unterstützung durch den E6100 und mit kräftigem Tritt fuhren wir ohne Schlangenlinien den Berg hoch. Wir waren dann richtig stolz, dass wir da hochgekommen sind. Außer uns kamen nur Wanderer und ein Mountainbiker den Weg hoch.

Blick Richtung Schwarzwald von der Ruine Landskron (Bild: Klaus Dapp)
Blick Richtung Schwarzwald von der Ruine Landskron (Bild: Klaus Dapp)

Vom Burghof stiegen wir auf den Turm der Ruine Landskron und genossen den Blick Richtung Schwarzwald, Vogesen und Jura.

Und wir machten uns ein bisschen lustig, dass unser Pino die Menschen von der Ruine und dem Blick auf die Landschaft ablenkte

Das Pino ist auch an historischen Orten mit interessanten Ausblicken ein Hingucker (Bild: Klaus Dapp)
Das Pino ist auch an historischen Orten mit interessanten Ausblicken ein Hingucker (Bild: Klaus Dapp)

Der erste Teil der Rückfahrt war der große Bremstest. Die Herzallerliebste bestand gerade auf der steilen Passage am Anfang auf einer niedrigen Geschwindigkeit. Ich war froh, dass ich spürte, dass die Bremsen noch Reserven hatten.

Als wir wieder in Flüh waren, waren die Bremsen zu riechen, die sind jetzt gut eingefahren. Den großen Rest der Strecke nach Basel ging es bergab und wir waren meist schneller als 25 km/h, so dass wir ganz ohne Motor unterwegs waren. In Basel ließen wir uns dann wieder etwas anschieben, um zügig nach den Halten an den Ampeln wegzukommen.

Der kleine Ausflug hat gezeigt, dass meine Idee funktioniert: Mit der Motorunterstützung kommen wir zügig aus Basel raus und sind dann auf autofreien Wegen entspannt unterwegs. Ich bin sicher, wir werden noch Einiges in der Umgebung erkunden.

Gesamtstrecke: 30.56 km
Maximale Höhe: 539 m
Minimale Höhe: 292 m
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Schotten – Frankfurt / Darmstadt (9.311 km)

Blick auf die Mainebene (Bild: Klaus Dapp)

Blick auf die Mainebene (Bild: Klaus Dapp)

Kurzfristig hatten wir die Route geändert und „steigungsoptimiert“. Bei 36 Grad im Schatten und gefühlt oft mehr entlang der abgeernteten Felder wollten wir am Ziel ankommen. So ging es weitgehend bergab die Nidda entlang.

Störche im Niddatal (Bild: Klaus Dapp)

Störche im Niddatal (Bild: Klaus Dapp)

Wir kamen durch schöne Fachwerkstädtchen und erreichten zur Mittagszeit Karben. Nach kurzem Suchen fanden wir eine Pizzeria mit schattigem Außenbereich für eine schöne Mittagspause.

Blick ins Niddatal aus Niederdorfelden (Bild: Klaus Dapp)

Blick ins Niddatal aus Niederdorfelden (Bild: Klaus Dapp)

Danach verließen wir das Niddatal und wechselten in die Untermainebene. Die Querung des flachen Höhenzuges wurde uns durch etwas Wind erleichtert, der den Eindruck von Abkühlung erweckte.

Blick zum Kohlekraftwerk Staudinger (Bild: Klaus Dapp)

Blick zum Kohlekraftwerk Staudinger (Bild: Klaus Dapp)

Durch diverse Industriegebiete und nach Querung von Schnellstraßen erreichten wir die Fähre in Rumpenheim, mit der wir auf die andere Mainseite wechselten.

Mainfähre Rumpenheim (Bild: Klaus Dapp)

Mainfähre Rumpenheim (Bild: Klaus Dapp)

Dort fuhren wir der Mainschleife entlang an Offenbach vorbei nach Frankfurt zum Südbahnhof. Wir waren froh, dass die S-Bahn schon am Bahnsteig wartete und die Klimaanlage funktionierte. In Darmstadt angekommen erfrischten wir uns mit einer Dusche und machten uns einen gemütlichen Abend.

Gesamtstrecke: 111.26 km
Maximale Höhe: 284 m
Minimale Höhe: 102 m
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Schlitz – Schotten (9.227 km)

Blick über Wetterau und Vogelsberg Richtung Frankfurt (Blid: Klaus Dapp)

Blick über Wetterau und Vogelsberg Richtung Frankfurt (Blid: Klaus Dapp)

Nach einem umfangreichen Frühstück starteten wir in den Tag. Mit einer kleinen Routenänderung ersparten wir uns den ersten Hügel und rollten gemütlich die Fulda hinab und die Schlitz hinauf in den Ort Schlitz. Bei der dortigen Brennerei schauten (wirklich nur mit den Augen) wir uns das Sortiment an und entschieden uns angesichts der Route für zwei 0,5 Liter Fläschchen. So beladen schauten wir noch kurz in die Altstadt bevor wir gemütlich auf einer alten Bahntrasse nach Lauterbach fuhren.

Vorderburg in Schlitz (Bild: Klaus Dapp)

Vorderburg in Schlitz (Bild: Klaus Dapp)

Bilck in das Tal der Schlitz bei Schlitz (Blid: Klaus Dapp)

Bilck in das Tal der Schlitz bei Schlitz (Blid: Klaus Dapp)

Beim örtlichen Metzger deckten wir uns mit Salaten ein und machten an der Lauter eine gemütliche Rast. Danach begann die Bergetappe, die uns ziemlich ins Schwitzen brachte. Bei über 30 Grad war das kein großes Wunder. Zum Glück verlief ein Teil der Strecke im Wald, so dass es auch kühlere Abschnitte gab.

Hopfmannsfelder Galgen (Bild: Klaus Dapp)

Hopfmannsfelder Galgen (Bild: Klaus Dapp)

Rathaus der "Windenergiegemeinde" Ulrichstein (Bild: Klaus Dapp)

Rathaus der „Windenergiegemeinde“ Ulrichstein (Bild: Klaus Dapp)

Altstadt in Schotten (Bild: Klaus Dapp)

Altstadt in Schotten (Bild: Klaus Dapp)

Am Nachmittag fuhren wir in Schotten ein, dass wir im Dämmerzustand vorfanden. Ein Großteil der Läden und Gaststätten, das Museum und die Kirche haben montags Ruhetag. Um so mehr haben wir nach dem Duschen Pizza bzw. Pasta beim einzig geöffneten Italiener genossen.

Handtuchschwan in Schotten (Bild: Klaus Dapp)

Handtuchschwan in Schotten (Bild: Klaus Dapp)

Trotz der Wärme hatte ich die notwendige Bettschwere…

Gesamtstrecke: 63.63 km
Maximale Höhe: 606 m
Minimale Höhe: 223 m
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Rasdorf – Schlitz (9.163 km)

Blick in die Rhön (Bild: Klaus Dapp)

Blick in die Rhön (Bild: Klaus Dapp)

Nach einem guten Frühstück machten wir uns auf, um den ersten Hügel zu erklimmen. Oben angekommen konnten wir den Blick über die Kuppenrhön genießen. Leider verlief die Abfahrt auf einem kräftig geschotterten Weg, so dass wir uns mühsam nach unten bremsten.

Gemütlich ging es auf einer alten Bahntrasse weiter, die wir schon nach wenigen Kilometern wieder verlassen mussten. Auf kaum befahrenen Kreis- und Landesstraßen fuhren wir durch die hügelige Landschaft weiter Richtung Fulda, die wir nach einer grandiosen Abfahrt erreichten.

Altes Schulhaus im Schlitzer Ortsteil Pfordt (Bild: Klaus Dapp)

Altes Schulhaus im Schlitzer Ortsteil Pfordt (Bild: Klaus Dapp)

Dort machten wir eine ausführliche Pause. Hitze (rund 30 Grad) und Hügel hatten uns ziemlich geschafft. So waren wir froh, dass wir schon am frühen Nachmittag unser Quartier erreichten und duschen konnten. Nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf schauten wir uns das Dorf an, genossen dann ein leckeres Abendessen mit klappernden Störchen auf dem benachbarten ehemaligen Schulhaus. Danach gingen wir früh ins Bett um für die anstehenden Hügel am nächsten Tag ausgeschlafen zu sein.

Gesamtstrecke: 48.5 km
Maximale Höhe: 416 m
Minimale Höhe: 222 m
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Darmstadt – Rasdorf (9.114 km)

Erster Wegweiser des Iron Curtain Trail in Hessen (Bild: Klaus Dapp)

Erster Wegweiser des Iron Curtain Trail in Hessen (Bild: Klaus Dapp)

Es war nicht einfach, die Herzallerliebste zu überreden, dann hat sie sich doch erweichen lassen mit mir ein bisschen durch Hessen zu radeln. So sind wir mit dem Zug nach Fulda gefahren. Nachdem wir uns in Fulda mit einem großen Rührei gestärkt hatten, brachen wir auf Richtung Milseburgradweg.

Ein ungewohnter Anblick: Grasshopper in der Fußgängerzone in Fulda (Bild: Klaus Dapp)

Ein ungewohnter Anblick: Grasshopper in der Fußgängerzone in Fulda (Bild: Klaus Dapp)

Der Weg durch Fulda zeigte schnell, dass wir in einem Mittelgebirge unterwegs sind. Da ich der Herzallerliebsten mein Birdy gegeben habe, habe ich alles Gepäck mitgenommen und kam gut ins Schwitzen. Gleichzeitig war ich begeistert, wie gut ich trotz Gepäck vorankam.

Altes Vorsignal auf dem Milseburg-Radweg (Bild: Klaus Dapp)

Altes Vorsignal auf dem Milseburg-Radweg (Bild: Klaus Dapp)

Nachdem wir den Milseburgradweg erreicht hatten, ging es erst einmal ein kleines Stück bergab und wir genossen es, entspannt dahinzugleiten mit einem weiten Blick in die Landschaft. Es sollte nicht all zu lange dauern, da begann der Aufstieg – mit der Steigung der ehemaligen Bahnlinie.

Eingangsportal des Milseburg-Tunnels (Bild: Klaus Dapp)

Eingangsportal des Milseburg-Tunnels (Bild: Klaus Dapp)

Der Höhepunkt war sicher die Durchquerung des Fahrradtunnels. Der hatte nicht nur den Vorteil, dass er uns eine ziemliche Quälerei zur Überwindung von weiteren Höhenmetern ersparte, sondern auch angenehm kühl war. Danach war es wieder über 30 Grad warm.

Notversorgung für Nicht-Vegetarier in Unterrückersbach in Thüringen (Bild: Klaus Dapp)

Notversorgung für Nicht-Vegetarier in Unterrückersbach in Thüringen (Bild: Klaus Dapp)

Danach fuhren wir entspannt entlang der Ulster bis Geisa in Thüringen und erreichten danach – leider zum Schluss schiebend auf einem Reitweg – die Point Alpha Gedenkstätte bzw. das Haus auf der Grenze. Dort wird sehr anschaulich die ehemalige deutsch-deutsche-Grenze dargestellt. Im Point Alpha wurde die Funktion des ehemaligen Grenzpostens der US Armee erläutert und durch Militärfahrzeuge sowie Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes und des Militärs ausgestellt. Besonders erschreckend war die strategische Darstellung eines Angriffs auf Point Alpha durch die Warschauer Pakt Staaten, der dann unter Einsatz von Atomwaffen in Hessen zurückgeschlagen werden sollte.

Wiederaufgebaute DDR-Grenzanlage vom Überwachungsturm in Point Alpha aus gesehen (Bild: Klaus Dapp)

Wiederaufgebaute DDR-Grenzanlage vom Überwachungsturm in Point Alpha aus gesehen (Bild: Klaus Dapp)

Die Fahrt zur Unterkunft verlief ziemlich stürmisch. Auf halben Weg kam uns kräftig Gegenwind entgegen, so dass unsere schöne Bergabfahrt ziemlich gebremst wurde. Als dann noch die ersten Regentropfen fielen, traten wir noch einmal kräftig in die Pedale, um nicht ins Gewitter zu kommen. Als wir dann unser Zimmer bezogen hatten, regnete es tatsächlich ein bisschen und es kühlte ein wenig ab, so dass wir nach dem Abendessen gut schlafen konnten.

Das Höhenprofil übertreibt ein wenig… der Milseburgtunnel kappt die Spitze um fast hundert Höhenmeter.

Gesamtstrecke: 166.82 km
Maximale Höhe: 585 m
Minimale Höhe: 126 m
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Rhône-Saône-Rhin – Tag 23: Karlsruhe – Darmstadt (9.030 km)

Schild "Willkommen in Hessen" an der Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen bei Heppenheim (Bild: Klaus Dapp)
Schild „Willkommen in Hessen“ an der Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen bei Heppenheim (Bild: Klaus Dapp)

Obwohl ich jetzt alleine unterwegs war, brauchte ich doch genau so lange wie sonst, um mein Zeug zusammenzutragen. Ein Grund dafür war, dass ich wegen des Regens viel mehr ausgepackt hatte als sonst und ich merkte doch, dass die gestrige Fahrt ziemlich viel Kraft gekostet hat. Dabei hatte ich weniger „Bein“ als befürchtet. Aber insgesamt war ich ziemlich müde.

Das änderte sich erst durch den Kaffee zum Frühstück. Als Unterhaltungsprogramm gab es auf der anderen Straßenseite drei Handwerker (vielleicht waren es aber auch völlige Amateure), die sich eine gute halbe Stunde damit beschäftigten, einen kleinen Hubsteiger in Stellung zu bringen, ohne die Straßenbeleuchtung runterzureißen und Fenster einzuschlagen. Als sie die Position endlich hatten, fuhren sie alles ein, da sie das Werkzeug nicht im Korb hatten … und dann wurde auch noch ein Parkplatz frei, von dem aus sich das Ziel viel besser erreichen ließ…

In Karlsruhe besorgte ich mir noch statt des üblichen Baguettes zwei Laugenstangen und dann ging es los. Bei strahlendem Sonnenschein fuhr ich dann Richtung Darmstadt. Da ich schon einmal zwischen Karlsruhe und Darmstadt gefahren bin, kannte ich den Weg aus Karlsruhe heraus noch gut und fuhr auf asphaltierten Wegen bis zum ehemaligen Kernforschungszentrum.

Blick auf den Rhein bei Altlußheim (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf den Rhein bei Altlußheim (Bild: Klaus Dapp)
Vorderes Schutzblech des Grasshoppers (Bild: Klaus Dapp)
Vorderes Schutzblech des Grasshoppers (Bild: Klaus Dapp)
Blick unter den Sitz beim Grasshopper (Bild: Klaus Dapp)
Blick unter den Sitz beim Grasshopper (Bild: Klaus Dapp)

Danach ging es auf gut ausgebauten Waldwegen weiter. Mittagspause machte ich in Altlußheim am Rhein und schaute mit an, wie dreckig das Rad trotz einiger Fahrtstrecke noch immer war.

Grasshopper vor dem Schild "Wilkommen in Hessen" an der Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen bei Heppenheim (Bild: Klaus Dapp)
Zurück in Hessen (Bild: Klaus Dapp)

An der Gemeindegrenze von Heppenheim erreichte ich Hessen. Auch wenn die Beine müder wurden, gab mir das noch einmal Schwung. Als nach 113 gefahrenen Kilometern an der Wendeschleife der Straßenbahn schon die Bahn in Richtung Darmstadt stand, wurde ich schwach und fuhr bis Darmstadt-Eberstadt mit. Beim üblichen Andrang an der Haltestelle dort stieg ich wieder aus und fuhr die letzten sieben Kilometer wieder per Rad. Damit machte ich die letzten Kilometer auf die 1.300 pannenfreien Kilometer voll – eine tolle Radtour war zu Ende.

Gesamtstrecke: 119.71 km
Maximale Höhe: 161 m
Minimale Höhe: 81 m
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