Archiv der Kategorie: Zubehör

Bald geht es los (4.103 km)

Nationalfeiertagsei mit Schweizerkreuz (Bild: Klaus Dapp)
Nationalfeiertagsei mit Schweizerkreuz (Bild: Klaus Dapp)

Statt mich voll auf den Nationalfeiertag zu konzentrieren, habe ich noch die Bremsbeläge hinten gewechselt … es war wirklich dringend notwenig. Leider hatte ich zwar einen Vorrat an Bremsbelägen angelegt, aber dabei vergessen, dass vorne und hinten unterschiedliche eingebaut sind. Zum Glück konnte mir den nette Radhändler um die Ecke weiterhelfen (für Basler isi-Velowerkstatt, so gut, braucht nicht mal eine Homepage :-)). Er gab mir auch den entscheidenden Tipp, die Luft am Bremshebel aus dem Bremssysstem zu lassen.

Jetzt greifen die guten Metall-Bremsbeläge (Shimano G04S) auf die Rohloff-Bremsschreibe. Schön eingebremst bei einer kurzen Fahrt auf das Bruderholz und wieder runter.

Und für das GPS habe ich eine neue Halterung montiert. Damit soll es sich besser neigen lassen, denn das GARMIN 66s hat ein transflektives Display, das sich bei geeigneter Blickrichtung auch ohne Hintergrundbeleuchtung sehr gut ablesen lässt. Mit der alten Halterung hat es nicht so gut geklappt.

Jetzt muss „nur noch“ gepackt werden. Aber das bekomme ich trotz Schlafdefizit der letzten Woche auch noch hin. Die Herzallerliebste ist schon soweit… und drängelt.

Vorbereitung auf den Slow Up Basel-Dreiland (934 km)

Radschuhe mit SPD Klicksystem (Bild: Klaus Dapp)
Radschuhe mit SPD Klicksystem (Bild: Klaus Dapp)

Heute war es (endlich) soweit. Von Anfang an habe ich beim Pino für den Fahrer (Captain) das ein Pedal montiert, das ein Fahren sowohl Schuhe mit als auch ohne Klicksystem ermöglicht. Bisher war ich mir einfach noch nicht sicher genug, um auch die Klickseite zu nutzen. Heute habe ich die Schuhe passend montiert und wir sind einen Kilometer Probe gefahren. Anfahren und Anhalten hat sehr gut geklappt. Morgen kommt der Praxistest mit dem Slow Up Basel Dreiland.

Deshalb kann ich bis jetzt nur berichten, dass ich mit der „Nicht-Klick“-Seite des montierten Shimano XT PD-T8000-Pedals auf den bisherigen über 900 Kilometern sehr zufrieden bin. Mit Halbschuhen habe ich einen guten Halt und fühle mich sicher.

Die neuen Schuhe – das selbe Modell, dass ich auch auf dem Grasshopper fahre – habe ich eine gute halbe Stunden alleine getestet und mehrfach umgeschraubt, bis ich eine brauchbare Einstellung gefunden habe. Dann sind wir zu Zweit Probegefahren. Der Unterschied ist schon deutlich. Ich habe bewusst den Motor ausgelassen und wir sind im Quartier rumgefahren. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen ich Morgen damit mache.

Neues bei HP Velotechnik (9.554 km)

Kaffeehalter am Trike (Bild: HP Velotechnik)
Kaffeehalter am Trike (Bild: HP Velotechnik)

Jetzt ist es schon fast einen Monat her, dass HP Velotechnik Neuigkeiten 2020 vorgestellt hat… und ich bin nicht dazu gekommen, darüber zu berichten. Das will ich jetzt endlich nachholen, damit die Vorfreude auf die „Gläserne Manufaktur“ Ende September noch etwas größer wird. Am 20. und 27. September von 11 bis 15 Uhr werden die Geschäftsführer Daniel Pulvermüller und Paul Hollants je rund 20 Besucher empfangen. Die können sich, bei laufendem Betrieb, ein Bild von der Arbeit bei HP Velotechnik machen (Anmeldungen unter dem Stichwort „Gläserne Manufaktur“ per E-Mail an mail(at)hpvelotechnik.com).

Bis jetzt habe ich auf die Frage, was denn an Trikes interessant ist, geantwortet, dass es das einzige Rad ist, auf dem es möglich ist während der Fahrt Pizza zu essen und der eigenen Stuhl immer dabei ist. Inzwischen habe ich gelernt, dass das zumindest für eine Person auch auf dem Pino gehen würde. Wir machen uns ab und zu einen Spaß, wenn Passanten mit sehr ungläubigen Blick nach dem Lenker suchen, dass die Herzallerliebste mit beiden Armen seitlich winkt und uns Auftrieb gibt.

Aber HP ist einen Schritt weitergegangen, beim neuen Gepäckkonzept ist es nicht nur möglich am Lenker, am Gepäckträger und am Sitz zusätzliches Gepäck anzubringen. Auch ein Kaffeebecherhalter gehört dazu. HP zielt dazu auf Komfortreisende ab, die nicht nur auf dem Trike sehr komfortabel reisen wollen, sondern auch umfangreiches Gepäck mitnehmen wollen. Da ich auch zu denen gehöre, die eher zuviel mitnehmen und gerne ein Gadget installiere, kann ich das gut nachvollziehen. Das liegt bei mir auch daran, dass ich beim Thema Gewichtsreduktion vor allem mal bei mir anfangen müsste… Hier die Pressemitteilungen von HP zum Gepäcksystem und zur Lenkererweiterung.

Ein weiteres Thema, das HP Velotechnik angegangen ist, ist der Heckmotor. HP wurde vom unerwarteten Rückzug von Go Swissdrive vom Markt überrascht. Jetzt setzt HP den Motor neodrives der Firma Alber ein. Damit bleiben die Vorteile des Heckmotors auch weiterhin für HP Räder erhalten. Ein Alleinstellungsmerkmal ist sicher der Rückwärtsgang. Das macht nicht nur Spaß, das ist im Reha Bereich ein wichtiger Bestandteil eigenständiger Mobilität. Ich erwarte kein völlig neues Fahrgefühl, freue mich aber auf eine Probefahrt. Hier die Pressemitteilung von HP zum neuen Motor neodrives mit dem Hinweis auf die Möglichkeit der Nachrüstung… keine Sorge, noch bin ich nicht ganz dem E-Bazillus erlegen. So viel Spaß das am Pino macht und so praktisch das im Alltag ist, der Grasshopper dient mir ja vor allem der Freizeit und da gibt es noch genug liegeradfreundliche Ziele.

Sichtbar sein…

Proviz Jacke alt und neu bei Zimmerbeleuchtung (Bild: Klaus Dapp)
Proviz Jacke alt und neu bei Zimmerbeleuchtung (Bild: Klaus Dapp)
Proviz Jacke alt und neu mit Blitzlicht (Bild: Klaus Dapp)
Proviz Jacke alt und neu mit Blitzlicht (Bild: Klaus Dapp)

Nicht erst seit dem Unfall der Herzallerliebsten habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich Fahrradfahren für mich sicherer machen kann. Die Beleuchtung von Autos und Fahrrädern ist in den letzten Jahren immer heller geworden. Leider ist der Leistungsunterschied zwischen zwischen einem Radscheinwerfer und einem Autoscheinwerfer aber eher noch größer geworden. Dadurch ist die Radbeleuchtung alleine gut sichtbar, im Straßenverkehr geht sie jedoch in den Städten fast unter.

Deshalb habe ich mit großem Interesse im letzten Jahr von einer vollreflektierenden Jacke gelesen. Nachdem ich im Laden eine Jacke ohne Kaputze gesehen habe – leider war sie dort mit Kaputze nicht zu bekommen – habe ich mit eine bestellt.

Die rund 100 Euro teure Jacke hat wirklich eine tolle Wirkung. Je heller die Autoscheinwerfer sind, um so mehr reflektiert sie und ist dadurch eigentlich unübersehbar. In der Regel ist der Überholabstand damit tatsächlich etwas größer und auch als Fußgänger werde ich gut wahrgenommen. Bei Tageslicht fällt die Jacke weniger auf und sieht nicht sofort nach Arbeitsschutzkleidung aus.

Ich habe die einfache Version der Jacke. Der Hersteller Proviz sieht als Belüftung die Taschen auf der Vorderseite und die Schlitze unter den Achseln sowie auf der Rückseite vor. Für kurze Strecken wie meine tägliche drei Kilometer Fahrt zum Bahnhof reicht das aus. Bei längeren Strecken komme ich ziemlich ins Schwitzen. Proviz bietet auch eine – teurere – und nach Herstellanangaben atmungsaktivere Version der Jacke an.

Ich habe die Jacke von Anfang Oktober bis Ende März fast täglich getragen. In der Regel hatte ich dabei einen Rucksack auf. Nach der Saison waren an den Schultern erste Abnutzungsspuren zu erkennen. Diese vergrößerten sich in diesem Winter erheblich. Deutlich erkennbar ist, dass ich den Rucksack zuerst auf der rechten Seite aufziehe …

Nutzungsspuren an der Jacke durch den Rucksack (Bild: Klaus Dapp)
Nutzungsspuren an der Jacke durch den Rucksack (Bild: Klaus Dapp)
Nutzungsspuren an der Jacke durch den Rucksack mit Blitzlicht (Bild: Klaus Dapp)
Nutzungsspuren an der Jacke durch den Rucksack mit Blitzlicht (Bild: Klaus Dapp)

Inzwischen gibt es auch bunte Jacken, die Tags deutlicher auffallen. Bei Nacht reflektieren sie jedoch deutlich geringer. Für den Helm der Herzallerliebsten habe ich einen gelben Bezug gekauft, der reflektiert. Auf dem Pino haben wir damit eine ganz gute Wirkung von vorne. Für mich habe ich bei der Ersatzbeschaffung für die Jacke dieses Jahr das Black Friday-Angebot von Proviz genutzt und je eine „klassische“ Jacke mit und ohne Kaputze gekauft.

Helmüberzug im Tageslicht (Bild: Klaus Dapp)
Helmüberzug im Tageslicht (Bild: Klaus Dapp)
Helmüberzug mit Blitzlicht (Bild: Klaus Dapp)
Helmüberzug mit Blitzlicht (Bild: Klaus Dapp)

Leider suche ich schon länger ohne Erfolg nach einer Alternative zum Rücksack. Das würde die Lebensdauer der Reflexionsjacken sicher deutlich erhöhen.

Gute Vorsätze 2018 (7.411 km)

Grasshopper auf der Trainingsrolle im Fahrradkeller (Bild: Klaus Dapp)

Grasshopper auf der Trainingsrolle im Fahrradkeller (Bild: Klaus Dapp)

Schon nach unserer Radtour im Sommer habe ich mir fest vorgenommen, dass ich mehr im Training bleiben will. Es macht dann einfach auch schon am Anfang einer Tour mehr Spaß. Ganz besonders im dem Winter ist der innere Schweinehund meist ziemlich stark. Da ist es zu kalt, nass, dunkel … sprich es gibt zu viele Ausreden, um sich nach der Arbeit noch ein Stündchen aufs Rad zu setzen. Und spätestens im Frühjahr bei der ersten längeren Strecke ist dann wieder die Verwunderung groß, dass es spezielle Liegeradmuskeln gibt – für Kennerinnen und Kenner, genau die „auf“ den Oberschenkeln.

Deshalb habe ich mich im Herbst umgeschaut, ob es Hometrainer in „Liegeradform“ oder Rollen gibt, die für den Grasshopper geeignet sind. Hometrainer in „Liegeradform“ habe ich nur im Reha-Bereich gesehen – dann allerdings so riesig und hochpreisig, dass ich das abhaken musste. Am spannendsten hätte ich ein Trainingsgerät gefunden, dass ich für Rennräder gesehen habe. Dort wird das Hinterrad ausgebaut und dann das Rad direkt über die Kette verbunden. Leider geht das nur mit „großen Rädern“ und ist auch nicht wirklich günstig.

Also suchte ich nach einer „normalen“ Rolle für kleine Räder zu einem kleinen Preis. Spezielle Trainingsfunktionen wie Simulationen von klassischen Radrennen, eine Teamfunktion oder Wettkampffunktionen per App schienen mir nur unnützer Schnickschnack zu sein.

Eine intensive Internetrecherche zeigt, dass solche Rollen nur für Räder mit mehr als 20 Zoll angeboten werden. Ich war schon ziemlich angenervt, als ich auf der Internetseite von Decathlon fündig wurde. Dort fand ich ein Angebot, das preislich meinen Vorstellungen entgegenkam – und noch wichtiger – auch für 20 Zoll Räder geeignet sein sollte.

Nach kurzem Ringen, ob ich so was wirklich im Internet bestellen sollte, habe ich mich dazu entschlossen. Es kam wie es kommen musste. Erst einmal wurde die Sendung in zwei Sendungen aufgeteilt. Die eine landete nach wenigen Tagen in einem Paketshop und musste innerhalb der Öffnungszeiten abgeholt werden. Die andere Sendung landete bei einem Nachbarn. Nach zwei Wochen hatte ich dann alle Pakete beisammen und wollte mich endlich ans Aufbauen machen. Leider stand in der Anleitung Nichts mehr von 20 Zoll Rädern. Stattdessen wurde präzise beschrieben, wo für 29, 28 und 26 Zoll Räder die Rolle montiert werden sollte. Ich war ziemlich sauer und kurz davor, den ganzen Kram zurückzuschicken. Vor allem als ich nachprüfte, ob ich mich vielleicht vertan hatte und auf der Internetseite explizit von 20 Zoll Rädern die Rede war … und außerdem, das Modell um 50 Euro auf 150 Euro reduziert angeboten wurde.

Ich wandte mich also an den Decathlon-Service und frage, wie ich denn jetzt das Teil montieren soll. Ich bekam quasi umgehend eine Mail, dass die Anfrage an ein spezielles Kundencenter weitergeschickt wurde … dann passierte Nichts. Nach mehr als zwei Wochen fragte ich dann nach. Nach einigen Mails zur Erklärung meines Problems bekam ich dann den Hinweis, ich möge doch beim Hersteller nachfragen. Super! Erst als ich dann ziemlich sauer zurückschrieb, dass Decathlon das Teil mit der Eigenschaft „kompatibel zu 20 Zoll“ verkauft und dann ja wohl dafür zuständig sei, dass das auch funktioniert, kam der Service seiner Aufgabe nach. Und einige Tage später erhielt ich die Antwort, dass ich die Rolle mit der Position für 26 Zoll Räder montieren soll.

Als ich dann endlich wieder Zeit hatte, machte ich mich auf und wieder Erwarten ließ sich die Rolle dann auch rasch montieren und das Rad einsetzen. Voller Misstrauen setzte ich mich darauf und konnte erfreut feststellen, dass ich nicht umfalle. Auf Grund der anderen Krafteinwirkung im Vergleich zum Rennrad ist das ganze zwar ein wenig wackelig, aber das darf jetzt wirklich keine Ausrede mehr sein.

Hinterrad auf der Rolle (Bild: Klaus Dapp)

Hinterrad auf der Rolle (Bild: Klaus Dapp)

Die ersten 15 Minuten haben gut funktioniert … nur dass es furchtbar langweilig ist, im Fahrradkeller zu sitzen und zu kurbeln. Beim zweiten mal habe ich mir Kopfhörer mitgebracht und Musik gehört. Das ist dann ziemlich dekadent, mit geschlossenen Augen und an die Kopfstütze gelehnt zu pedalieren.

Inzwischen habe ich schon einige Einheiten hinter mir – mit einem Buch zum Lesen. Das geht wohl nur auf dem Liegerad… und ist dann noch ein Vorteil, den ich bisher bei Fragen, warum ich Liegeradfahre, noch nie erwähnt habe.

Neuigkeiten von HP-Velotechnik auf der Eurobike 2017

 

Die neue Streetmachine 2018 (Bild: HP Velotechnik)

Die neue Streetmachine 2018 (Bild: HP Velotechnik)

HP Velotechnik bereitet so Einiges für das 25 jährige Firmenjubiläum im nächsten Jahr vor. Als Vorabhinformation habe ich von Alexander Kraft, Pressesprecher von HP Velotechnik, einige Vorabinformationen zur Eurobike bekommen.

Hinterbau der Streetmachine mit neuem HP Velotechnik Logo (Bild: HP Velotechnik)

Hinterbau der Streetmachine mit neuem HP Velotechnik Logo (Bild: HP Velotechnik)

Das neue Produktlogo und die Produktkennzeichnung (Bild: HP Velotechnik)

Das neue Produktlogo und die Produktkennzeichnung (Bild: HP Velotechnik)

Generell überarbeitet hat HP das Firmenlogo und die Logos für die einzelnen Produkte. Außerdem erhält jedes Rad eine Kennzeichnung, die auch die Rahmennummer enthält.  Neben optischen Neuigkeiten soll es jedoch auch technisch Innovationen geben.

Für die einspurigen Liegeräder sind vor allem die Einführung der Pinion-Schaltung mit und ohne Kombination mit dem GoSwiss Nabenmotor interessant. Damit steht eine Kombination aus gekapselter, wartungsarmer Schaltung und E-Unterstützung zur Verfügung. Die Details erläutert eine Presseerklärung zur Streetmachine. Erklärt wird darin auch, warum die Pinion erst jetzt von HP verwendet wird. Die Kombination wird auch für die Dreiräder von HP verfügbar sein. Über die Nachrüstbarkeit werden die Händler noch informiert.

Mich hat natürlich interessiert, ob damit die Rohloff-Schaltung und damit gegebenenfalls die Ersatzteilversorgung mit Spezialteilen wie dem verlängerten Schaltgriff zu rechnen ist. Alexander Kraft hat mich beruhigt: Rohloff-Schaltung und Teile bleiben im Programm. Ich bin gespannt darauf, wie HP die unterschiedlichen Antriebssystem übersichtlich darstellt.

Eine weitere Neuheit ist wohl eher für Dreiräder interessant. Ein mit der Straßenverkehrszulassungsverordnung (StVZO) vereinbarer Blinker. Welche Anforderungen dazu erfüllt werden mussten, erläutert die Presseerklärung zum Blinker.

Ich freue mich schon darauf, diese Neuigkeiten und sicher noch mehr auf der Eurobike Anfang September anzuschauen.

Schade finde ich, dass der Edelux-Scheinwerfer vom Tübinger Hersteller SON aus dem Programm genommen wird. Unter anderem die Hintergründe habe ich erfragt und hoffe, dass ich darauf bis zur Eurobike eine Antwort bekomme. Ich bin von der Qualität aus Tübingen absolut überzeugt. Meiner Meinung nach passt das auch gut zum Qualitätsanspruch von HP.

Erreicht haben mich die Informationen auf meiner Radtour auf dem Eurovelo1 am 3. August in Frankreich – und damit ich diese Tour am Stück beschreiben kann, bekommt der Beitrag jetzt das falsche Datum 1. Juli. In den nächsten Wochen möchte ich diese Tour beschreiben – und damit es nicht zu lange dauert, bis alle Beiträge da sind, werden rückwirkend auch Beiträge von mehreren Tagen gleichzeitig veröffentlicht. Es lohnt sich dann auch, „alte“ Beiträge der Vortage zu lesen.

 

 

Gegen den Wind … auf dem Weg zur Jahresinspektion (3.456 km)

Stürmischer Morgen im Hessischen Ried (Bild: Klaus Dapp)

Stürmischer Morgen im Hessischen Ried (Bild: Klaus Dapp)

Da wollte ich rasch zur Inspektion meines Rades düsen … und musste kräftig mit dem Wind kämpfen. Da ich einen engen Zeitplan hatte, habe ich ziemlich zugetreten. So war mir trotzt fünf Grad schnell ziemlich warm. Aber das war die Gelegenheit meine neue Radunterhose für kalte, windige Tage zu testen. Davon demnächst einmal mehr.

Einstellbarer Sitzanschlag (Bild: Klaus Dapp)

Einstellbarer Sitzanschlag (Bild: Klaus Dapp)

Leider habe ich weder eine gescheite Werkstatt noch Zeit, mal richtig liebevoll zu schrauben. Deshalb liegen die einstellbare Sitzanschläge noch immer hier rum. Im Rahmen der Inspektion mit Ölwechsel der Rohloff Narbe sollen die jetzt mit angebracht werden.

Ein weiterer Punkt ist das Schutzblech … auch wenn ich langsam fürchte da einen Fetisch zu entwickeln. Nach dem Austausch des gebrochenen Schutzblechs und der Anpassung an die schmaleren Reifen ist die Situation schon viel besser geworden und es spritzt weniger Dreck in der Gegend rum. Aber so richtig zufrieden bin ich immer noch nicht. Der feine Sand im Ried ist eine echte Herausforderung. Einen Punkt zur Verbesserung habe ich noch gefunden. An einer Stelle der Befestigung des Schutzblechs muss noch eine Unterlegscheibe hin. Auch wenn das nur ein kleines Loch ist … die Sauerei kommt durch. Auch das habe ich für die Inspektion in Auftrag gegeben. Ansonsten möchte ich in der Garantiezeit zumindest die von HP Velotechnik vorgesehenen Wartungsarbeiten machen lassen. Ich bin gespannt, ob nächste Woche dann Alles noch besser ist… und um wieviel Geld ich dann ärmer bin.

Dreck an der Befestigung des hinteren Schutzblechs (Bild: Klaus Dapp)

Dreck an der Befestigung des hinteren Schutzblechs (Bild: Klaus Dapp)

Neues Zubehör (3.182 km)

Nachdem sich gezeigt hat, dass die Müllsack-Lösung als Regenschutz für den Sitz in entscheidenden Momenten wegfliegt oder liebevoll befestigt werden muss, habe ich eine Regenhusse für den Sitz bestellt. Außerdem habe ich mir den Anschlag für die Sitzeinstellung besorgt. Ich bin gespannt, ob damit das Falten mehr Spaß macht…
Kauf Anschlag Sitzeinstellung und Regenschutzhusse ca. 20 Euro

Eurobike 2015 (2.911 km)

Mitarbeiter des Jahres bei HP Velotechnik (Bild: Klaus Dapp)

Mitarbeiter des Jahres bei HP Velotechnik (Bild: Klaus Dapp)

Eigentlich wollte ich den Publikumstag der Eurobike ja in meinen Urlaub integrieren… aber schon sechs Monate vorher war kein bezahlbares Zimmer mehr zu bekommen. Also reiste ich am Freitag nach Basel und schwamm bei 30 Grad Lufttemperatur und 20 Grad Wassertemperatur mit Antje und vielen hundert anderen Menschen im Rhein. Das war schon etwas besonderes, nachdem ich in Darmstadt bei 20 Grad und Regen losgefahren bin.

Am Samstag Morgen bin ich dann in einem ziemlich vollen und stetig wärmer werdenden Zug nach Friedrichshafen gefahren. In Radolfszell kippte dann ein Fahrgast um… und wegen Notarzteinsatz im Zug musste ich die letzten Kilometer mit einer Regionalbahn fahren. Aber diese 45 Minuten Verspätung waren harmlos in Vegleich zur Rückfahrt.

Liegeradparcours bei der Eurobike 2015 (Bild: Klaus Dapp)

Liegeradparcours bei der Eurobike 2015 (Bild: Klaus Dapp)

Der Liegeradparcours am Eingang war wieder so klein wie im letzten Jahr. Hinzu kam der E-Bike -Parcours, auf dem auch etliche E-Trikes unterwegs waren. Zum Probefahren ist die Spezialradmesse (SPEZI) in Germersheim weiter die bessere Empfehlung.

Die Zweiradecke am HP Velotechnikstand (Bild: Klaus Dapp)

Die „Zweiradecke“ am HP Velotechnikstand (Bild: Klaus Dapp)

Begonnen habe ich am Stand von HP Velotechnik. Dort standen die Neuheiten der Trikes gar klar im Vordergrund. Etwas verschämt im Eck standen Speed- und Streetmachine sowie ein Grasshopper. Über die Trike-Neuheiten berichtet Maria Jeanne ausführlich, deshalb verzichte ich hier darauf. Mein Interessensschwerport liegt auch bei den Zweirädern. Auf die „Ecke“ angesprochen bekam ich die nachvollziehbare Antwort, dass die Neuheiten bei den Trikes liegen und im Zweiradbereich als große Änderung das Sesselrad Spirit aus dem Programm genommen wird. Sonstige Änderungen betreffen eher kleine Veränderungen der Optionen oder der Serienausstattung (z. B. das Brems-Rücklicht).

Spannend finde ich den verstellbaren Anschlag der im letzten Jahr in der Preisliste aufgetaucht ist. Damit kann vor allem bei einer eher steileren (aufrechteren) Sitzposition die einmal ermittelte Position einfach wieder eingestellt werden. Mich hat das überzeugt und im Zuge der Jahresinspektion kannt das auf die Liste. Ansonsten haben noch diskutiert, welche Neuerungen von den Trikes noch übertragbar sind. Kurz gesagt, keine, da die Reha Aspekte bei Zweiräder generell nicht relevant sind und die Touren-Aspekte wie die höhere Torsionssteifigkeit beim neuen Skorpion fx-Modell ebenfalls keine Bedeutung haben. Lediglich das Thema Tretlagerüberhöhung könnte theoretisch eine Rolle spielen, da damit mehr Kraft in den Sitz gebracht werden kann. Allerdings sind dabei heute schon in der Reihenfolge Speedmachine, Grasshopper und Streetmachine bewährte Werte im Einsatz … und echte „Rennsemmeln“ baut HP nicht.

Der aktuelle Gegentrend zum Leichtbau bei ICE... (Bild: Klaus Dapp)

Der aktuelle Gegentrend zum Leichtbau bei ICE… (Bild: Klaus Dapp)

Nach diesem netten Auftakt habe ich auch noch bei ICE, Haase und Cattrike nachgeschaut. Aber auch da habe ich Nichts spannendes für Zweiräder entdeckt. Weitere Liegeradhersteller wie Flux waren nicht vertreten.

Der HPV-Verein stellte die Weltmeister-Velomobile der schnellsten Frauen der Welt und schöne Fahrradbücher aus.

Helmtest (Bild: Klaus Dapp)

Helmtest (Bild: Klaus Dapp)

Beim Zubehör schaute ich vor allem nach einem Helm, der Hinten möglichst flach ist und möglichst gut mit der Kopfstütze zusammenpasst. Generell scheint der Helm von Carrera dafür gut geeignet, leider haben wir den auch gemeinsam bekommen. nicht richtig auf meinen Kopf bekommen. Bei anderen Herstellern dominieren die „Bürzel“ oder sogenannten City-Helme ohne gescheite Belüftung. Sehr hilfreich war die Beratung am UVEX-Stand. Dort kommen für meinen Kost sogar zwei Modelle: der neue finale und der quatro. Jetzt muss ich mal sehen, wo ich die bekomme. Vielleicht habe ich einen „UVEX-Kopf“ oder bin durch die Nutzung des Modells supersonic vorgeprägt.

Modeshow (Bild: Klaus Dapp)

Modeshow (Bild: Klaus Dapp)

Bei Beleuchtung und Schlössern ist mir nichts Spektakuläres aufgefallen. Rohloff bietet ein neues Steckritzel an, das auch für die bisherigen Modelle nutzbar sein soll. Dadurch wäre ein Wechsel der Ritzel ohne Spezialwerkzeug möglich und angeblich sollen die auch preislich günstiger werden. Das schaue ich mich an, sobald die Preise für die Nachrüstung im nächsten Jahr feststehen und der Tausch eines Ritzels bei mir notwendig ist.

Für Bekleidung hatte ich nicht genug Zeit. Ich habe mir nur die große Modeshow angeschaut und bewundert, wie schnell sich Fahrrad-Klamotten wechseln lassen, wie gut die zu kombinieren sind und dass Frau und Mann sich darin elegant bewegen können.

Bei Ortlieb ist mir eine neue „auf dem Gepäckträger“-Tasche aufgefallen. Die Tasche Trunk-Bag soll es in drei Größen geben. Sie lässt sich mit einem eigenen Klicksystem einfach von oben aufklicken. Das könnte mal ein Nachfolger für meine Rucksacklösung sein. Die Tasche lässt schneller auf- und abrüsten als der Rucksack. Der hat allerdings den Vorteil ein gut tragbarer Rucksack zu sein und vor allem ist das Trinksystem gut integriert.

Ortlieb Trunk-Bag von unten (Bild: Klaus Dapp)

Ortlieb Trunk-Bag von unten (Bild: Klaus Dapp)

Kleinste Version der neuen Trunk-Bag (Bild: Klaus Dapp)

Kleinste Version der neuen Trunk-Bag (Bild: Klaus Dapp)

Ansonsten habe ich an diversen Ständen nett geplaudert. Bei Riese & Müller habe ich mein Unverständnis ausgedrückt, dass es den SON-Nabendynamo nicht mehr als Option gibt.

Die Polizei Baden-Württemberg-Standbesatzung habe ich nach einem Plakat zum Abstand von Autofahrern und Radfahrern befragt. Leider hatten Sie nur Plakate im Angebot, dass die Radfahrer sich besser sichtbarer machen und einen Helm tragen sollen… das scheint mir nicht das alleinige Problem zu sein. Schade, dass Verkehrswacht, Bundesministerium für Verkehr und die Polizei immer noch in der Öffentlichkeit den Eindruck erweckt, dass Radler einfach selbst schuld sind, wenn Sie überfahren werden.

Bahnchaos in Ulm (Bild: Klaus Dapp)

Bahnchaos in Ulm (Bild: Klaus Dapp)

Auf der Rückfahrt kam ich dann mit guten 90 Minuten Verspätung an … in Ulm habe ich meinen Anschluss verpasst, nachdem der Zug aus Friedrichshafen über 20 Minuten zu spät ankam. Aber ich war nicht allein. Die Schlange am Service-Point, der mit einer Frau besetzt war, ging quer durch die Ulmer Bahnhofshalle… stattung. Statt anzustehen habe ich mir ein kühles Bier besorgt und werde das Fahrgastrechteformular vor Vorrat zu Hause nutzen. Immerhin hatte ich durch die Verspätung Zeit, die Beiträge hier fertig zu schreiben.

Schlanker werden (840km)

Hörnchen mit Spielgel an der rechten Seite (Bild: Klaus Dapp)

Hörnchen mit Spielgel an der rechten Seite (Bild: Klaus Dapp)

Nach einigen Monaten Überlegen, habe ich mich entschieden, das Hörnchen und den Spielgel an der rechten Seite abzuschrauben und das Fahrrad damit schlanker zu machen (mich hat das Radfahren in den letzten Monaten leider nur ein bisschen schlanker gemacht). Die Nachteile überwogen leider die Vorteile.

Folgende Nachteile haben sich herausgestellt:

  • Da ich das Rad über eine Treppe in den Fahrradkeller schaffen muss, ist das Rein- und Rausgehen immer eine Hakelei. Das fängt schon an der Tür zum Fahrradkeller an, für die der Lenker mit Hörnchen rechts und links ca. 5 cm zu breit ist,
  • Außerdem musste ich an den allseits geliebten Drängelgittern und Engstellen auf Radwegen immer wieder aufpassen, dass ich nicht auf einer Seite einen Spiegel abreiße.
  • Zuletzt hat es sich bei Bahntransporten insbesondere in Nahverkehrszügen als unvorteilhaft erwiesen, dass ich das Rad nicht an eine Seite anlehnen kann.

Mit der Entscheidung muss ich auf folgende Nachteile verzichten:

  • Der zweite Außenspiegel hat den Rückblick verbessert – allerdings ist der linke Spiegel wesentlich wichtiger.
  • Die Hörnchen auf beiden Seiten haben ein wenig Cockpit-Feeling vermittelt – und der Platz für die Airzound-Hupe war ideal.

Radroute zwischen Griesheim und Trebur (Bild: Klaus Dapp)

Radroute zwischen Griesheim und Trebur (Bild: Klaus Dapp)

Da ich mir nicht ganz sicher war, wie der Schalthebel der Rohloffschaltung zu demontieren ist, bin ich nach Trebur zu Fahrrad Claus gefahren, bei dem ich den Grasshopper gekauft habe. Für den Weg dorthin habe ich mal wieder dem Radroutenplaner Hessen vertraut. Die Route war bei dem schönen Wetter gut zu fahren, ich war nur wieder froh, dass ich mich gegen ein Dreirad entscheiden hatte… das wäre ein ziemliches Gehoppel geworden.

Jetzt weiß ich, dass die Abdeckung über dem Rohloff-Schaltgriff nur geklemmt ist und einfach entfernt werden kann – das ist gleichzeitig aber auch der Grund dafür, warum sich das Rad nicht einfach am Lenker tragen lässt.

Grasshopper mit linkem Außenspiegel (Bild: Klaus Dapp)

Grasshopper mit linkem Außenspiegel (Bild: Klaus Dapp)