Archiv für den Monat: August 2019

Neues bei HP Velotechnik (9.554 km)

Kaffeehalter am Trike (Bild: HP Velotechnik)
Kaffeehalter am Trike (Bild: HP Velotechnik)

Jetzt ist es schon fast einen Monat her, dass HP Velotechnik Neuigkeiten 2020 vorgestellt hat… und ich bin nicht dazu gekommen, darüber zu berichten. Das will ich jetzt endlich nachholen, damit die Vorfreude auf die „Gläserne Manufaktur“ Ende September noch etwas größer wird. Am 20. und 27. September von 11 bis 15 Uhr werden die Geschäftsführer Daniel Pulvermüller und Paul Hollants je rund 20 Besucher empfangen. Die können sich, bei laufendem Betrieb, ein Bild von der Arbeit bei HP Velotechnik machen (Anmeldungen unter dem Stichwort „Gläserne Manufaktur“ per E-Mail an mail(at)hpvelotechnik.com).

Bis jetzt habe ich auf die Frage, was denn an Trikes interessant ist, geantwortet, dass es das einzige Rad ist, auf dem es möglich ist während der Fahrt Pizza zu essen und der eigenen Stuhl immer dabei ist. Inzwischen habe ich gelernt, dass das zumindest für eine Person auch auf dem Pino gehen würde. Wir machen uns ab und zu einen Spaß, wenn Passanten mit sehr ungläubigen Blick nach dem Lenker suchen, dass die Herzallerliebste mit beiden Armen seitlich winkt und uns Auftrieb gibt.

Aber HP ist einen Schritt weitergegangen, beim neuen Gepäckkonzept ist es nicht nur möglich am Lenker, am Gepäckträger und am Sitz zusätzliches Gepäck anzubringen. Auch ein Kaffeebecherhalter gehört dazu. HP zielt dazu auf Komfortreisende ab, die nicht nur auf dem Trike sehr komfortabel reisen wollen, sondern auch umfangreiches Gepäck mitnehmen wollen. Da ich auch zu denen gehöre, die eher zuviel mitnehmen und gerne ein Gadget installiere, kann ich das gut nachvollziehen. Das liegt bei mir auch daran, dass ich beim Thema Gewichtsreduktion vor allem mal bei mir anfangen müsste… Hier die Pressemitteilungen von HP zum Gepäcksystem und zur Lenkererweiterung.

Ein weiteres Thema, das HP Velotechnik angegangen ist, ist der Heckmotor. HP wurde vom unerwarteten Rückzug von Go Swissdrive vom Markt überrascht. Jetzt setzt HP den Motor neodrives der Firma Alber ein. Damit bleiben die Vorteile des Heckmotors auch weiterhin für HP Räder erhalten. Ein Alleinstellungsmerkmal ist sicher der Rückwärtsgang. Das macht nicht nur Spaß, das ist im Reha Bereich ein wichtiger Bestandteil eigenständiger Mobilität. Ich erwarte kein völlig neues Fahrgefühl, freue mich aber auf eine Probefahrt. Hier die Pressemitteilung von HP zum neuen Motor neodrives mit dem Hinweis auf die Möglichkeit der Nachrüstung… keine Sorge, noch bin ich nicht ganz dem E-Bazillus erlegen. So viel Spaß das am Pino macht und so praktisch das im Alltag ist, der Grasshopper dient mir ja vor allem der Freizeit und da gibt es noch genug liegeradfreundliche Ziele.

Fast schon ein Wunder (821 km)

Fahrradtransport im ICE (Bild: Klaus Dapp)
Fahrradtransport im ICE (Bild: Klaus Dapp)

Manchmal gibt es doch positive Überraschungen. Da bin ich in einem ICE nach Frankfurt unterwegs, der ist pünktlich, die Ansagen sind verständlich und motiviert und beim Weg zum Aussteigen schaue ich staunend in ein normales Abteil.

Der Zugchef war dann doch etwas irritiert, dass ich gleich das Mobiltelefon aus der Tasche zog und ein Bild gemacht habe. Als ich ihm dann erzählte, dass ich völlig begeistert bin, dass so etwas möglich ist, klagte er mir sein Leid.

Er sei kein Freund von der Fahrradmitnahme. Denn da würden Versprechungen gemacht, die dann nicht gehalten werden können und dann auf dem Rücken des Personals ausgetragen werden.

Was war passiert: Der reguläre Zug mit Fahrradmitnahme in den Norden war ausgefallen. Die Radler wären an dem Tag nicht mehr zu ihrem Ziel gekommen. Da hat die Transportleitung bei ihm angefragt, ob eine Mitnahme möglich ist. Da der ICE nicht ausgebucht war, hat er zugesagt. Daraufhin gab es einen zusätzlichen Halt, die Räder wurden eingeladen und die Radler kamen mit einer Stunde Verspätung an ihr Ziel.

Er hat dann noch mit dem Zugchef des Anschlusszuges Kontakt aufgenommen, damit er den Radlern sagen kann, wo am nächsten ICE sie jetzt hingehen müssen. Kurz: Es gibt auch richtig gute Erfahrungen.

Störche im Hessischen Ried (9.554 km)

Störche im Hessischen Ried westlich von Griesheim (Bild: Klaus Dapp)
Störche im Hessischen Ried westlich von Griesheim (Bild: Klaus Dapp)

Fast hätte ich die vielen Störche übersehen. Ich wollte endlich mal wieder eine Runde liegen und bei einem Storchennest vorbeifahren und schauen. Entspannt fuhr ich – abseits vom Autoverkehr – vor mich hin als mir zwei andere Radfahrer auffielen, die auf dem Weg standen und auf ein Feld schauten. Da habe ich dann möglichst geräuschlos angehalten und mein Mobiltelefon aus der Tasche geholt.

Spargelfeld vor dem Melibokus, dem höchsten Berg der Bergstraße (Bild: Klaus Dapp)
Spargelfeld vor dem Melibokus, dem höchsten Berg der Bergstraße (Bild: Klaus Dapp)

So langweilig das Hessische Ried an vielen Stellen sein mag, die Blicke über die Ebene und auf die Bergstraße finde ich immer wieder beeindruckend. Um so mehr freue ich mich, dass beispielsweise durch Blühstreifen die Landschaft wechselhafter gestaltet und damit auch ökologisch aufgewertet wird. Und der Grasshopper im Vordergrund kommt dabei auch gut zur Geltung …

Grasshopper vor einem Blühstreifen (Bild: Klaus Dapp)
Grasshopper vor einem Blühstreifen (Bild: Klaus Dapp)
Gesamtstrecke: 27.65 km
Maximale Höhe: 153 m
Minimale Höhe: 89 m
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