Ausflug zur Burg Biederthal (3.972 km)

Blick auf die Burg Biederthal in Burg (Schweiz - Bild: Klaus Dapp)
Blick auf die Burg Biederthal in Burg (Schweiz – Bild: Klaus Dapp)

Nach einer schwülwarmen und dadurch recht schlafarmen Nacht sollten wir vor dem angekündigten Gewittern noch eine schöne Tour machen. So machten wir uns nach dem Frühstück auf ins Elsass.

Dabei waren wir so früh, dass Mamie Flo noch geschlossen hatte. Also überraschte ich die Herzallerliebste durch den Vorschlag, weiter in die Schweiz zu fahren. Ich hatte mir noch ein bisschen was angelesen und erzählte ein bisschen über die Burg Biederthal und ihre Bedeutung.

Da es nicht ganz so heiß war fuhren wir durch die Burgtaler Klus, ein enger Einschnitt in den Fels durch den Birsig (damit es ein bisschen komplizierter wird heißt er in Frankreich la Birsig). Immer weiter ging es den Bach entlang, bis es so steil wurde, dass wir ein Stückchen schieben mussten. Als wir fast auf der Höhe angekommen waren, begann es kräftig zu regnen … und wir freuten uns, dass wir am Wasserwerk unterstehen konnten.

Dann konnten wir weiterfahren und fuhren von oben nach Burg. Nur der eigentliche Schlossberg war von der Höhe aus nur über einen Fußpfad zu erreichen.

Blick in den Sundgau vom Burgberg in Burg (Schweiz - Bild: Klaus Dapp)
Blick in den Sundgau vom Burgberg in Burg (Schweiz – Bild: Klaus Dapp)
Sommerfrische in Burg (Schweiz - Bild: Klaus Dapp)
Sommerfrische in Burg (Schweiz – Bild: Klaus Dapp)

Außerhalb des alten Kernortes finden sich unterschiedliche Neubauten und auch Spuren des Tourismus um 1900.

Danach sausten wir zurück nach Biederthal und genossen wieder den halben Münsterkäse. Ein leckeres Mittagessen, das uns die Energie für die Rückfahrt gab.

Den ursprünglichen Plan weiter in die Petit Carmargue weiterzufahren, gaben wir wegen des schwülwarmen Wetters auf. Nach einem gemütlichen Mittagsschläfchen sind wir noch durch die Meriangärten spaziert.

Zur Schnecke und zum Fräulein Burg (3.930 km)

Burg Rötteln - Heimat des Fräulein Burg (Bild: Klaus Dapp)
Burg Rötteln – Heimat des Fräulein Burg (Bild: Klaus Dapp)

Für heute hatten wir uns eine kulinarische Runde vorgenommen. Über Weil am Rhein fuhren wird am südlichen Rand des Kandertals überwiegend auf Feldwegen und kleinen Sträßchen nach Kandern. Die alte Industriestadt – seit dem Mittelalter bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurde dort Eisenerz abgebaut und verarbeitet – hat eine sehr schöne Innenstad. Darüber hinaus ist Kandern für die Töpfereien bekannt.

Unser Ziel war aber das Restaurant Zur Schnecke. Das historische Restaurant stammt aus dem Jahre 1893 und besitzt noch die wunderschöne originale Eichenvertäfelung aus dem Eröffnungsjahr. Und auch das Essen ist richtig lecker – und es gibt immer auch ein gutes Angebot für Vegetarier. Wegen Corona hatte nur die Außenterrasse offen auf der wir ein tolles Mittagessen genießen konnten. Es war wirklich schade, dass wir die einzigen Gäste waren. Wie immer war es richtig lecker.

Evangelische Kirche in Hofen (Ortsteil von Steinen - Bild: Klaus Dapp)
Evangelische Kirche in Hofen (Ortsteil von Steinen – Bild: Klaus Dapp)

Über Waldwege und teilweise auf Straßen fuhren wir durch den Schwarzwald. Und es war wieder einer der Tage, an dem wir uns im Geist bei Herrn Ruf (Einzelrad in Weil-Haltingen) bedankten, dass er uns einen Motor empfohlen hat. Ohne den wären wir bei den 30 Grad und den Steigungen noch mehr ins Schwitzen gekommen.

Dank meiner Stromsparerei auf dem Weg nach Kandern, den wir zum großen Teil ohne Unterstützung zurückgelegt haben. So konnten wir auch mal in die Vollen gehen.

Aber irgendwann ist jeder Berg zuende … die Abfahrt ins Wiesental war grandios.

Blick in den Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)
Blick in den Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)

Dann fuhren wir das Wiesental hinunter bis Lörrach. Kurz haben wir darüber nachgedacht, einfach weiter nach Basel zu fahren. Es war dann doch ziemlich warm.

Aber der Wunsch nach einer Pause und die Aussicht auf einen Eiskaffee waren dann doch ausschlaggebend. So fuhren wir noch auf die Burg Rötteln hoch zur Fräulein Burg.

Der Eiskaffee war lecker und so gestärkt fuhren wir dann nach Basel. Den größten Teil der Strecke konnten wir stromsparend ohne elektrische Unterstützung zurücklegen, so hatten wir noch genug Strom um im Stadtverkehr Rückenwind zu haben.

Erscheckend waren die letzten Meter. Auf der Münchensteiner Brücke mussten wir einen Beinaheunfall beobachten. Ein Autofahrer fuhr an „der Stelle“ viel zu knapp an einem Radfahrer vorbei und holte ihn fast vom Rad. Und das nur, um am Ende der Brücke völlig irritiert abzubremsen und dann abzubiegen. um Glück wollte der Radfahrer nicht abbiegen und es ging gut aus.

Trotz dem Schrecken am Ende war es ein toller Tag. Nach dem Duschen klebten wir auch kaum noch 🙂 und waren stolz auf kapp 70 Kilometer und rund 600 Höhenmeter Anstieg.

Schlechte Laune – Fehler W013 (3.847 km)

Pino mit neu montierter Halterung am Lenker (Bild: Klaus Dapp)
Pino mit neu montierter Halterung am Lenker (Bild: Klaus Dapp)

Das Bild ist schon etwas älter … aber ich hatte heute keine Zeit, ein neues zu machen. Links zu sehen ist das Display. Nachdem ich schon einmal ärger mit damit hatte, mache ich es kaum noch ab. Marie Jeanne berichtet in ihrem Blog Liegeradfrau, dass das ein teurer Spaß werden kann, da sich die Displayhalterung abschleift und dann ersetzt werden muss.

Eigentlich kannte ich das Spiel schon. Denn der Fehler W013 ist leider vieldeutig. Er kann darauf hindeuten, dass der Akku zu warm geworden ist. Bei uns ist das beim Abstellen bei Pausen passiert, da hilft nur vorbeugend ein Schattenplatz fürs Rad, ein Tuch über dem Akku oder Kühlen. Ansonsten lässt sich der Motor nicht mehr in Betrieb nehmen. Der Fehler tritt auch auf, wenn ein Pedal beim Anschalten belastet wird, dann hilft es, einfach nochmal an- und auszuschalten. Notfalls noch mit Ausbau des Akkus.

Heute war es aber Beides nicht. Wir sind am Morgen kurz gefahren, haben uns eine Ausstellung angeschaut und danach ließ sich der Motor nicht mehr anschalten – Fehler W013.

Ich hatte eine Stinklaune. Da es bewölkt war und wir das Pedal nicht belastet haben, habe ich Fehlerquelle drei versucht zu beheben – die Kontakte. Leider ohne Erfolg. So mussten wir ohne Motor zurück. Ich habe dann die Kontakte an der Rückseite mit Kontaktspray eingesprüht … leider ohne Erfolg. Den hatte ich erst, als ich die Verbindungskabel zur Halterung herausgezogen habe und die kräftig eingesprüht hatte. Ich muss mir jetzt unbedingt ein kleines Kontaktspray zum ständig mitnehmen besorgen und das in den „Serviceplan“ mit aufnehmen, den ich schon lange mal schreiben will 😉

Endlich wieder ins Elsass (3.755 km)

Bistrot Chez Mamie Flo in Biederthal (Bild: Klaus Dapp)
Bistrot Chez Mamie Flo in Biederthal (Bild: Klaus Dapp)

Endlich ist Frankreich durch Deutschland nur noch als Risikogebiet eingestuft und die Außengastronomie macht wieder auf. Dazu noch fast 20 Grad und nur leicht bewölkt, das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Es macht einfach noch mehr Spaß bei angenehmen Temperaturen mit dem Rad unterwegs zu sein. Und eine schöne Pause mit einem leckeren Essen ist einfach ein Höhepunkt.

Ein halber Münsterkäse (Bild: Klaus Dapp)
Ein halber Münsterkäse (Bild: Klaus Dapp)

Und es macht mir auch viel Freude, andere Menschen wieder zu sehen und gemütlich im Freien zu sitzen und „Leute gucken“. Das konnten wir genießen. Denn nicht nur wir haben mitbekommen, dass sich die Regelungen geändert haben. In der Grenzregion waren viele Menschen wieder wie vor Corona mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs über die Grenzen.

Apfelsaft im Elass (Bild: Klaus Dapp)
Apfelsaft im Elass (Bild: Klaus Dapp)

Umgekehrt bringen wir viele Menschen mit unserem Pino zum Lächeln. Und das nicht nur bei Kindern. An einem Informationsstand der Binnenschifffahrt wollte ein Angestellter gleich ein Foto machen und fand das Rad sehr spannend.

Bei der nächsten Rast begutachtete ein Streetmachine Fahrer, der etwas älter als wir waren, das Pino und war von der E-Unterstützung sehr angetan. Ich war das vor allem gestern, da habe ich doch wieder deutlich die Corona-Pfunde und -Bewegungsarmut gespürt 😉

Leider habe ich das GPS Gerät nicht mitgenommen, sonst gäbe es jetzt noch die Touren.

Ein kleiner Pieks … (3.617 km)

Pino vor dem Corona-Impfzentrum in Basel
Pino vor dem Corona-Impfzentrum in Basel (Bild: Klaus Dapp)

Wir waren nichts die Einzigen, die mit dem Rad zum Impfen zum Imfzentrum des Kantons Basel-Stadt am Kongresszentrum gekommen sind, aber aufgefallen ist das Pino dann doch.

Nach einer guten Viertelstunde konnte ich die Herzallerliebste wieder in Empfang nehmen und dann haben wir zur Feier des Tages wiedereröffnete Außengastronomie besucht.

Terrasse des Ausflugsrestaurants Predigerhof (Bild: Klaus Dapp)
Terrasse des Ausflugsrestaurants Predigerhof (Bild: Antje Hammer)

Die Temperaturen des Wonnemonats Mai waren mit 14 Grad nicht ganz sommerlich, Spaß gemacht hat es trotzdem.

Jetzt bin ich gespannt, wann ich einen Termin bekomme… vielleicht klappt es ja noch mit einer schönen Radtour in diesem Sommer.

Abschied nehmen

Was mich ein ein bisschen tröstet: Die Osterbotschaft – mit dem ehemaligen Trainer von Eintracht Frankfurt mit der klaren Botschaft Lebbe geht weider (Youtube Video der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau zu Ostern 2021).

Handantrieb für HP-Dreiräder?

Erste Skizzen für einen Handantrieb für die Dreiräder von HP-Velotchnik (Bild: HP-Velotechnik)
Erste Skizzen für einen Handantrieb für die Dreiräder von HP-Velotchnik (Bild: HP-Velotechnik)

Was sich im ersten Moment vielleicht etwas verrückt anhört, wird vielleicht eine spannende Sache für Menschen mit Behinderung. Ich bin deshalb sehr gespannt, ob aus dem neuen Projekt von HP-Velotechnik etwas wird.

Mir feht die Phantasie, wie das mit der Lenkung funktionieren soll. Um o mehr bin ich gespannt, wie sich das Projekt weiterentwickelt. In Kombination mit der E-Unterstützung würde das sicher ein spannendes Verkehrsmittel werden.

Ich freue mich sehr, dass HP den Reha-Bereich stärker mitdenkt. Es ist sicher ein Nischenbereich, der aber wirklich neue Mobilitätschancen eröffnen kann – so wie das Beispiel des Gekko fxs.

Satteltausch & Neuer Netzsitz von HP (3.290 km)

Neuer Ergon Sattel auf dem Pino (Bild: Klaus Dapp)
Neuer Ergon Sattel auf dem Pino (Bild: Klaus Dapp)

Machmal gibt es schon merkwürdige Zufälle. Am selben Tag als ich zum Schutz meines geplagten Hinterns auf dem Pino einen neuen Sattel bestellt habe, erreichte mich die Information über das neue Sitzsystem von HP Velotechnik.

Unter dem bescheidenen Titel „Sitzen wie Gott in Frankreich“ informiert HP-Velotechnik über den neuen Komfortsitz für die Street- und Speedmachine und den Scorpion.

Scorpion Plus 26 mit ErgoMesh Premium-Sitz (Bild: HP-Velotechnik)
Scorpion Plus 26 mit ErgoMesh Premium-Sitz (Bild: HP-Velotechnik)

Beim ersten Blick dachte ich erst an einen Gamer-Sitz. Und auf dem Scorpion mit Display ist der Gedanke vielleicht nicht ganz falsch. Aber ich bin ehrlich gespannt, mal auf einem solchen Sitz zu sitzen, der sieht schon sehr bequem aus.

Ich bin von den Netzsitzen bei meinen Liegerädern abgekommen, da ich immer schief darauf gesessen bin und keinen guten Seitenhalt hatte. Außerdem habe ich immer das Netz durchgeschwitzt. Mit dem Schalensitz Bodylink auf dem Grasshopper bin ich zufrieden, auch wenn so langsam mal ein Tausch des Bezugs fällig ist. Nach knapp 10.000 Kilometern und meinem nicht gerade zarten Gewicht kann ich darüber nicht klagen. Der Bodylink gibt mir halt und der „Schwitzstreifen“ am Rücken fällt deutlich kleiner aus als bei den Netzsitzen zuvor.

Allerdings ist der neue Komfortsitz auch nicht mit dem Netzsitz eines Peer Gynt oder Ostrades zu vergleichen. Da stecken eine ganze Menge guter Ideen drin, die ich hoffentlich bald einmal ausprobieren kann. Das gute für mich ist, dass ich gar keine Angst um meinen Geldbeutel haben muss, da der Sitz beim Grasshopper nicht passt. Knapp 600 Euro bei einer Nachrüstung sind schon ein Wort – 200 Euro Aufpreis bei einem neuen Modell schon eher verkraftbar.

Mich freut, dass sich HP damit weiter auch im Spitzensegment engagiert. Meine Sorge, dass mit den Special Edition Modellen die Vielfalt sinken könnte, sind wohl unbegründet. Hoffentlich gibt es 2021 wieder eine Spezi, auf der sich die Neuigkeiten ausprobieren lassen. Bei den Testfahrten mit dem neuen Sattel auf dem Pino konnte ich bei Einzelrad in Weil schon einmal einen Blick auf das neue Pino werfen … das sieht auch spannend aus. Und eines ist auch klar. Der neue Sattel auf dem Pino ist deutlich bequemer … aber so komfortabel wie ein Liegeradsitz ist er natürlich nicht.

Neue Kette für Drei (3.206 km)

Alte und neue Kette (Bild: Klaus Dapp)
Alte und neue Kette (Bild: Klaus Dapp)

Schon vor unserer Basel-Schwarzwald-Tour war mir aufgefallen, dass die hintere Kette des Pino sich deutlich gelängt hatte. Deshalb habe ich mir vorgenommen, diese nach unserer Reise zu tauschen.

Ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass nach weniger als 2.000 Kilometern eine Kette so stark gelängt ist. Allerdings hatte ich auch noch nie eine Kette, die die Kraft von zwei Personen und dem Motor übertragen hat.

Ich bin gespannt, ob die neue Kette länger hält – Wippermann beschreibt sie mit:

„Ihre Stärken spielt die 7R8 vor allem im Einsatz auf Schwerlasträdern und Touringbikes aus – eben überall, wo extreme Kräfte auf die Fahrradkette wirken. Die verstärkte Kette und das gebuchste Gelenk bieten zusätzlich eine noch längere Lebensdauer.“

Auf den ersten Kilometern ist mir bei größerer Belastung ein Rasselgeräusch aufgefallen, das ich noch nicht lokalisieren kann. Ich hoffe, dass das nur „Einfahrgeräusche“ sind…

Schachtel der neuen Wippermann-Schwerlastkette 7R8 (Bild: Klaus Dapp)
Schachtel der neuen Wippermann-Schwerlastkette 7R8 (Bild: Klaus Dapp)

Technische Probleme – gelöst

Leider hatte ich große technische Probleme mit meinem Blog. Das tolle Plugin WP GPX Maps , das die Tourendarstellung ermöglicht. Verträgt sich leider nicht mit der aktuellen WordPress-Version. Ich habe leider einige Stunden gebraucht, um das Problem am 29.7. zu identifizieren. Immerhin hatte ich dann einen Weg gefunden, das Problem halbwegs zu umgehen, indem ich das Plugin bei der Eingabe abgeschaltet habe und dann (hoffentlich immer) wieder aktiviert habe. Und schon am 30.7. war eine neue Version verfügbar, die ich heute installiert habe. Wieder einmal etwas gelernt…

Ich trage jetzt schrittweise die Berichte unserer Basel-Schwarzwald-Tour nach. Jeweils nach dem Tagesdatum der Tour. Viel Spaß beim Lesen.