Monatsarchiv: Juli 2026

Von Le Teich nach Bordeaux (54 km)

Anleitung zur Fleckentfernung im Waschsalon (Bild: Klaus Dapp)
Anleitung zur Fleckentfernung im Waschsalon (Bild: Klaus Dapp)

Es gibt gute Gründe, warum für den Weg vom Atlantik nach Bordeaux eine alte Bahntrasse von Lacanau empfohlen wird – leider war das für uns mit einem zu großem Umweg verbunden. So nutzen wir die Verbindung über Biganos entland der Bahn. Bis Croix d’Hins nutzen wir den zum Teil neuen Radweg. Statt auf einem 50 cm „breiten“ Mehrzeckstreifen an der vielbefahrenen D1250 entlangzufahren, nutzen wir bis Toctoucau einen Feldweg entlang der Bahn.

Die Sonne brannte vom Himmel und der Weg war wegen der langen Trockenheit eher eine Sandpiste. Deshalb blieb die Herzallerliebste teilweise mit dem Birdy stecken. Ich übernahm das Gepäck und kämpfte mich weiter. Die 50mm breiten Reifen am Vello erwiesen sich als sehr gute Entscheidung, so konnte ich fast durchgehend fahren. Die Freude war groß, als wir Toctoucau erreicht hatten und endlich wieder auf einem befestigten Weg weiterfahren konnten. In Bordeaux mussten wir dann nur noch quer durch eine Baustelle schieben und konnten dann wie geplant zu unserem Quartier fahren.

Die Dusche danach war großartig und dank eines benachbarten Waschsalons bekamen wir auch den Staub aus den Kleidern. Danach stand das Abendessen und die Tagesplanung für den nächsten Tag auf dem Programm … wo sind in Bordeaux Wohlfühlorte für 40 Grad?

Von Biscarosse Plage nach Le Teich (41 km)

Dune du Pilat - Blick auf den Atlantik (Bild: Klaus Dapp)
Dune du Pilat – Blick auf den Atlantik (Bild: Klaus Dapp)

Der Höhepunkt im Wortsinn war heute die Dune du Pilat. Die Herzallerliebste wollte bei der Urlaubsplanung unbedingt die Dune du Pilat besuchen. 2017 sind wir von der Loire kommend zu früh nach Bordeaux abgebogen, um sie anzuschauen (https://www.liegevelo.de/?p=1471).

Parallel zur Atlantikküste machten wir uns auf den Weg, um möglichst früh an der Düne zu sein. Dabei durchquerten wir den Schutzwald hinter dem Strand.

Radweg hinter den Dünen auf dem Weg zur Dune Du Pilate (Bild: Klaus Dapp)
Radweg hinter den Dünen auf dem Weg zur Dune Du Pilate (Bild: Klaus Dapp)
Dünenschutz (Bild: Klaus Dapp)
Dünenschutz (Bild: Klaus Dapp)

An der Düne angekommen, waren wir doch überrascht, dass am Sonntag gegen 10 Uhr schon So viel Betrieb war. Also schlossen wir uns den Massen an und zogen vorbei an Imbisbuden zur Treppe, die auf den Gipfel der Düne führt.

Besucherandrang an Dune du Pilat (Bild: Klaus Dapp)
Besucherandrang an Dune du Pilat (Bild: Klaus Dapp)
Dune du Pilat - Landseite (Bild: Klaus Dapp)
Dune du Pilat – Landseite (Bild: Klaus Dapp)
Dune du Pilat - Landseite (Bild: Klaus Dapp)
Dune du Pilat – Landseite (Bild: Klaus Dapp)
Dune du Pilat - Landseite (Bild: Klaus Dapp)
Dune du Pilat – Landseite (Bild: Klaus Dapp)
Dune du Pilat - Landseite (Bild: Klaus Dapp)
Dune du Pilat – Landseite (Bild: Klaus Dapp)

Als wir nach einer knappen Stunde wieder zurück bei unseren Rädern waren, hatte sich der Andrang weiter gesteigert. Wir machten uns auf in Richtung Bordeaux. Nach einer Mittagspause in einem Wäldchen fuhren wir weiter in unser Quartier in Le Teich. Am ersten Ferienwochenende war auch schon Monate vorher nur noch ein Zimmer in einem Hotel in einem Gewerbegebiet an der Autobahn zu buchen. Da die Klimaanlage funktionierte und wir genug Vorräte dabei hatten, verließen wir das Hotel auch nicht mehr.

Von Vielle nach Saint Eulalie en Born (65 km)

Sainte Eulalie-en-Born (Bild: Klaus Dapp)
Sainte Eulalie-en-Born (Bild: Klaus Dapp)

Heute lernten wir die Dünen kennen – es kann da ziemlich den Berg hoch gehen. Kurz nach Vielle erfuhren wir ein eindrückliches Beispiel.

Steigung bei Vielle (Bild: Klaus Dapp)
Steigung bei Vielle (Bild: Klaus Dapp)

Auf dem weiteren Weg machten wir einen Abstecher zum Cap de l’Homy – einem sehr schönen Strandabschnitt. Bei idealem Radwetter war der Strand ziemlich leer.

Strand bei Cap l‘Homy (Bild: Klaus Dapp)
Strand bei Cap l‘Homy (Bild: Klaus Dapp)
Strand bei Cap l‘Homy (Bild: Klaus Dapp)
Strand bei Cap l‘Homy (Bild: Klaus Dapp)
Strand bei Cap l‘Homy (Bild: Klaus Dapp)
Strand bei Cap l‘Homy (Bild: Klaus Dapp)

Auf dem weiteren Weg fuhren wir in Richtung Binnenland. Dort kamen wir zum Lac d’Aureilhan bei Mimizan.

See von Mimizan (Bild: Klaus Dapp)
See von Mimizan (Bild: Klaus Dapp)

Von dort fuhren wir weiter Sainte Eualie en Born. Im Dorfzentrum gönnten wir uns einen Kaffee und beobachteten die Verabschiedung der Kinder der Grundschule in die Ferien bzw. die weiterführende Schule.

In unserer Unterkunft wurden wir herzlich begrüßt und nach dem Duschen genossen wir das Abendessen im Restaurant vor Ort. Unser Gartenhäuschen kühlte erstaunlich schnell ab und wir konnten sehr gut einschlafen.

Von Capbreton nach Vielle (43 km)

Kirche von Vielle (Bild: Klaus Dapp)
Kirche von Vielle (Bild: Klaus Dapp)

Bei einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse genossen wir den kühlen Tagesanfang. Der Blick auf den Radweg war sehr unterhaltsam. Neben den Men und Women in Lycra waren auch Menschen in Bürokleidung oder Handwerkskleidung unterwegs. Dazwischen waren vor allem Jüngere mit elektrisch unterstützten Fatbikes unterwegs, oft noch mit Surfbrett oder Angelausrüstung.

Die erste Hälfte der Tagesetappe war durch die Führung des Radweges zu teilweise vielbefahrenen Straßen etwas anstrengend. Ab Soustons bis Leon fuhren wir – und viele andere – auf der ehemaligen Bahnstrecke (https://de.wikipedia.org/wiki/Compagnie_des_voies_ferr%C3%A9es_des_Landes) nach Leon. Das hatte schon etwas vom autofreien Sonntagen und anderen Radveranstaltungen. Auf der Strecke gab es Straßenkunst und in einem alten Bahnhof machten wir eine Kaffee-Stop.

Straßenkunst von NAIV (Bild: Klaus Dapp)
Straßenkunst von NAIV (Bild: Klaus Dapp)

Nach Leon machten wir eine längere Pause am See. 300 Hektar Wasserfläche sind keine Pfütze. Im Vergleich zum Strand war es am See schön ruhig.

See bei Leon (Bild: Klaus Dapp)
See bei Leon (Bild: Klaus Dapp)

Nach einem Einkauf im ALDI – das einzige Lebensmittelgeschäft im Ort – fuhren wir über eine weitere ehemalige Bahnstrecke zu unserem Quartier. Dort waren wir dann zu müde bzw. faul, nach dem Duschen und dem Wäschewaschen nicht in den Pool zu gehen.

Von Biarritz nach Capbreton (43 Km)

Hafeneinfahrt von Capbreton (Bild: Klaus Dapp)
Hafeneinfahrt von Capbreton (Bild: Klaus Dapp)

Diesmal hatten wir eine bessere Route durch Biarritz gefunden. So kamen wir zügig durch die Stadt. Und schon bald hatten wir einen eigenen Weg. Und offensichtlich werden weitere Abschnitte schrittweise ausgebaut. So konnten wir einen neuen Abschnitt nutzen, der noch nicht im offiziellen Track enthalten war.

Blick zurück auf den Leuchtturm von Biarritz (Bild: Klaus Dapp)
Blick zurück auf den Leuchtturm von Biarritz (Bild: Klaus Dapp)

Am Strand von Tarnos genossen wir den kühlen Wind und kühlten uns ein bisschen ab.

Atlantik bei Tarnos (Bild: Klaus Dapp)
Atlantik bei Tarnos (Bild: Klaus Dapp)

In Capbreton kamen wir schon am frühen Nachmittag an. Bis zum Einchecken machten wir einen längeren Spaziergang und schauten den Surferinnen und Surfern zu. Besonders beeindruckend war eine Gruppe mit Menschen mit und ohne Behinderung. Mit Strandrollstühlen wurden die Menschen mit Behinderung ins Wasser gebracht und danach auf Surfbretter gelegt und durch die Wellen ind Meer gebracht. Danach ließen sie sich von den Wellen in Richtung Ufer treiben. Das sah schon spektakulär aus. Und die Freude war bis ans Ufer spürbar.