Pausentag

Ausblick vom Mont Sainte Odile (Bild: Klaus Dapp)
Ausblick vom Mont Sainte Odile (Bild: Klaus Dapp)

Kaum losgefahren und schon ein Pausentag? Was auf den ersten Blick etwas verwunderlich wirkt war lange geplant. In Heiligenstein trafen wir alte Freunde. Nach einer gewittrigen Nacht und einem netten Frühstück wollten wir kurz einkaufen und uns dann auf den Weg in den Nachbarort Heiligenstein machen. Leider wurde das Wetter immer schlechter, so dass wir das Pino vor der Touristinfo in Barr abstellten und dann einen Stadtspaziergang im Regen machten.

Innenstadt in Barr (Bild: Klaus Dapp)
Innenstadt in Barr (Bild: Klaus Dapp)
Verwaltungsgebäude des Elsass Management Service (Bild: Klaus Dapp)
Verwaltungsgebäude des Elsass Management Service (Bild: Klaus Dapp)
Verwaltungsgebäude des Elsass Management Service (Bild: Klaus Dapp)
Verwaltungsgebäude des Elsass Management Service (Bild: Klaus Dapp)

Danach beschlossen wir, dass ein Auto doch regenunempfindlicher ist und ließen uns abholen. Nach einem zweiten Frühstück hörte es auch auf zu regnen und wir machten einen schönen Ausflug in die Vogesen. Und so hatten wir eine Menge Fernblicke und einen schönen gemeinsamen Tag.

Ausblick vom Mont Sainte Odile (Bild: Klaus Dapp)
Ausblick vom Mont Sainte Odile (Bild: Klaus Dapp)
Ausblick vom Mont Sainte Odile (Bild: Klaus Dapp)
Ausblick vom Mont Sainte Odile (Bild: Klaus Dapp)
Kloster auf dem Mont Sainte Odile (Bild: Klaus Dapp)
Kloster auf dem Mont Sainte Odile (Bild: Klaus Dapp)
Ausblick vom Mont Sainte Odile (Bild: Klaus Dapp)
Ausblick vom Mont Sainte Odile (Bild: Klaus Dapp)
Knochenhaus in Dambach-la-ville in der Kapelle St. Śebastien (Bild: Klaus Dapp)
Knochenhaus in Dambach-la-ville in der Kapelle St. Śebastien (Bild: Klaus Dapp)

Beim gemeinsamen Abendessen durften wir wegen der aktiven Unwetterwarnung nicht auf die Terrasse… so konnten wir die ankommende Gewitterfront sehen. Nach dem Essen wurden wir wieder zur Tourisinfo chauffiert. Auf dem kurzen Weg zurück ließen wir den Motor kräftig schieben, so dass wir es fast trocken zurück schafften.

Endlich Sommer…urlaub

Selestat Place d'Armes (Bild: Klaus Dapp)
Selestat Place d’Armes (Bild: Klaus Dapp)

Diesen Sommer hat der Start in den Urlaub besonders lange gedauert. Die Herzallerliebste hatte Karten für Wagner in Bayreuth und ich musste noch ein bisschen die Welt retten.

Das führte dazu, dass wir erst am Nachmittag mit dem Zug von Basel nach Selestat fahren konnten. Nach einer kurzen Belehrung, dass das Pino zu lange sei und eigentlich nicht mitgenommen werden, hatten wir eine angenehme Fahrt und in Selestat half uns sogar ein Mitreisender beim Ausladen. Die Treppen vom Bahnsteig Unterführung hoppelten wir vorsichtig unter und schleiften es dann wieder nach oben. Dann konnte es losgehen.

Ich hatte bewusst den Weg durch die Ebene gewählt, damit wir nicht völlig erschöpft in Barr ankommen. Als Motivation konnten wir über den Vogesen die näherziehenden dunklen Wolken beobachten. Aber wir hatten Glück und sind nur einmal kurz unter einem Baum untergestanden, als es regnete… und das bei über 30 Grad. Das war eine ziemliche Hitzeschlacht.

Stadttor von Sélestat (Bild: Klaus Dapp)
Stadttor von Sélestat (Bild: Klaus Dapp)
Rathaus von Kogenheim (Bild: Klaus Dapp)
Rathaus von Kogenheim (Bild: Klaus Dapp)
Hof im Ortskern von Stotzheim (Bild: Klaus Dapp)
Hof im Ortskern von Stotzheim (Bild: Klaus Dapp)

Der Anstieg in Richtung Vogesen hatte es in sich – aber dank einsetzendem kräftigem Wind hatten wir etwas Abkühlung. An der Unterkunft wurden wir schon erwartet, so dass wir nicht suchen mussten. Kurz nach unserer Ankunft gewitterte es dann ausdauern. Unter Blitzen und Donner haben wir gemütlich einen Teil der mitgebrachten Kühlschrankreste aufgegessen. Der gut geschüttelte Tomatensalat war immer noch sehr lecker. In der Nacht konnten wir dann glücklicherweise mit offenem Fenster schlafen und die Gewitter gingen in einen Landregen über.

Alles neu im neuen Jahr – SPEZI 2023

Jubiläumstorte für HP Velotechnik (Bild: Klaus Dapp)
Jubiläumstorte für HP Velotechnik an der SPEZI 2018 (Bild: Klaus Dapp)

Nach der Jahresendhektik kam ich dann endlich mal dazu, in Ruhe meine Mails zu lesen – und da bin ich auch wieder auf die Mail von Gabriel Wolf vom Liegerad-Hersteller Wolf und Wolf gestoßen, die meine gesamte Jahresplanung umgeworfen hat:

Draußen regnet es. Es ist etwa 2 °C kalt, Straßen, Häuser und Himmel verschwimmen zu einem nuancierten Grau – eindeutig kein apartes Fahrradwetter. Und dennoch stürzen wir uns – einmal tief Luft hohlend allerdings – auf das Fahrrad und steuern mit zusammengekniffenen Augen das sonntägliche Ziel an. Sind wir etwa verrückt? Ein bisschen vielleicht, hauptsächlich aber wissen wir um die Vorteile und Chancen unserer ein- bis vierrädrigen Freunde. Und was wäre schon Sonnenschein ohne den Regen davor…? In diesem Sinne:

Liebe SPEZI-Freunde und Fahrradbegeisterte!

Viel zu viel Zeit ist vergangen seit der letzten internationalen Spezialradmesse. Dreimal gehofft haben wir, dreimal abgesagt wurde sie. Ein viertes Mal wird das nicht passieren – soviel steht fest! Ebenso unwiderruflich wird sich bezüglich diesem jährlichen Highlight vieles ändern. Hardy Siebecke, der Gründer der SPEZI, und sein Team sind in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Eine Nachfolgelösung in Germersheim ließ sich nicht finden und darum haben unter anderem wir von Wolf & Wolf eine Bewerbung zur Amtsübernahme eingereicht. Nun haben wir Ende September den Zuschlag erhalten. Seither ist kein Tag ohne Planung, Diskussionen und Entscheidungen vergangen.

Was die SPEZI 2023 am neuen Austragungsort Lauchringen bieten wird:

SPEZI-Charme, kein steriler Kommerzanlass. Alle Ausstellenden in einer großen Halle, keine versteckten Plätze. Einen Probeparcours mit Boxengasse in die Halle direkt zu den Ausstellenden hinein. Catering und Bar das ganze Wochenende, Musik am Samstagabend in der historischen Baumwollhalle. Campingwiese direkt vor dem Messegelände, Wohnmobilstellplatz in Gehdistanz. Vorträge, Podiumsdiskussionen, Erfinderlabor und Kinderprogramm. Momentan über 50 vertretene Marken aus den Bereichen Liegerädern, Trikes & Quads, Velomobilen, Tandems, Lastenrädern, Falträdern, Reharädern und Fahrradanhängern. Viel Platz für private Fahrräder.

Was wir drumherum bieten:

Eine neue Website mit Online-Ticketing und vielen Informationen für einen unkomplizierten SPEZI-Besuch (ab Mitte Januar online).Online-Tool, um einfach Fahrgemeinschaften bilden zu können.Shuttle-Bus zum Bahnhof Tiengen (fünf Minuten), die Anreise ist so mit dem Regio Express möglich.Eine der schönsten Urlaubsregionen Deutschlands mit zahlreichen Fahrradwegen.

Wichtiges bezüglich An- und Rückreise: Für Autos mit vier Personen und mehr sowie für Menschen mit Behinderung gibt es einen Parkplatz direkt vor dem Messegelände.Für Reisende mit ÖV vom Westen und vom Norden kommend, ist der Badische Bahnhof Basel (DE) mit ICE und Nachtzug ausgezeichnet erreichbar und erfordert so z. B. von Köln nach Tiengen nur einmaliges Umsteigen. Mit Umstieg in Singen oder Ulm kommst du auch von Stuttgart oder München unkompliziert zur SPEZI. Dein SPEZI-Ticket (online erhältlich ab Mitte Januar) gilt für den Nahverkehr von Lauchringen/Waldshut/Tiengen und ist gültig bis zur schweizerischen Grenze hin.Wenn du mit deinem Fahrrad anreist, bekommt dein treuer Begleiter einen Ehrenplatz an der Wall of Fame!

Wichtiges bezüglich Übernachtung: Die Gemeinde Lauchringen ist eingebettet in die Urlaubsregionen Hochrhein, Schwarzwald und Bodensee. Zahlreiche Hotels sind hier zu finden. Mit dem Zug sind von morgens früh bis spät abends folgende Orte schnell und ohne Umstieg zu erreichen: Singen, Erzingen, Schaffhausen, Waldshut, Bad Säckingen, Rheinfelden, Basel.Tickets für einen Platz inkl. Frühstück auf der Zeltwiese vor dem Messegelände werden online (ab Mitte Januar) und vor Ort erhältlich sein. Toiletten sind vor Ort verfügbar, Duschen ist in der Gemeindehalle möglich.Der offizielle WoMo-Stellplatz von Lauchringen wird vergrößert. Mit einem Fußmarsch an der Wutach entlang bist du in weniger als 20 Minuten an der SPEZI.

Was die SPEZI von dir braucht:

Deinen Besuch der Messe 2023 in Lauchringen. Die 25. SPEZI ist nicht nur ein Jubiläum, sie ist auch ein Neustart, welcher nur mit dir und deinen Freunden erfolgreich sein wird! Willst du die SPEZI in vollen Zügen auskosten und Teil vom Samstagabend-Fest sein, dann empfehlen wir dir eine Übernachtung. Wohlwissend sprechen wir hier nicht von Urlaub, doch vielleicht kannst du deinen Aufenthalt in dieser wunderschönen Region dahingehend etwas ausweiten. Der Montag nach der SPEZI ist der 1. Mai und perfekt geeignet für eine Besichtigung des Rheinfalls oder einer Fährifahrt von Kleinbasel über den Rhein zum Basler Münster.

Mit herzlichen Grüßen, dein SPEZI Team

Ganz ehrlich: Ich war immer gerne in Germersheim. Es war von Darmstadt mit dem Zug gut zu erreichen und gerade das „handgemachte“ war das besondere an der SPEZI in Germersheim. Aber ich freue mich sehr, dass es mit der SPEZI überhaupt weitergeht und freue mich über den Mut von Wolf und Wolf auf dieses Abenteuer.

Auf https://www.spezialradmesse.de/ sieht es schon sehr spannend aus. Auch um die Veranstalter zu unterstützen, habe ich mein Ticket schon gekauft und rufe alle Leserinnen und Leser auf, das auch zu machen.

Und jetzt plane ich das Jahr rund um die SPEZI neu 🙂 Und wer mehr über meine SPEZI Erfahrungen wissen will: einfach im Suchfeld SPEZI eingeben.

Auszeichnung für das Handbike von HP Velotechnik (10.497 km)

Der neue Handantrieb von HP-Velotechnik sieht richtig elegant aus (Bild: Klaus Dapp)
Der neue Handantrieb von HP-Velotechnik sieht richtig elegant aus (Bild: Klaus Dapp)

HP Velotechnik ist als eines von vier Unternehmen mit dem „Hessischen Staatspreis Universelles Design 2022“ ausgezeichnet worden. Die Anerkennung erhielt HP für das neue Handbike-Konzept. Mit Hands-On-Cycle können die Trikes von HP vom Pedalantrieb auf Handantrieb umgebaut werden. Besonders ist Hands-On-Cycle, da der Antriebsstrang der Handbike-Einheit komplett gekapselt ist. Das bietet zum einen maximale Sicherheit und macht die extrem kompakte Konstruktion das Sichtfeld frei und bietet im Cockpit viel Platz, um Bedienelemente oder Zusatzgeräte wie Handy und GPS unterzubringen. Zur Unterstützung der Armkräfte kann zudem ein Elektromotor verwendet werden, der das Dreirad zu einem Pedelec macht.

Ich konnte das gute Stück beim Tag der offenen Tür probefahrten und war angetan.

Ich bin gespannt, wie es mit dem hands-on-cycle weitergeht.

Sommertour 2022 (Bantzenheim-Basel, 7.801 km)

Blick auf Basel (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf Basel (Bild: Klaus Dapp)

Nach dem letzten Urlaubsfrühstück machten wir uns auf Schlussetappe. Wir waren ein bisschen traurig, dass unsere Tour zum Ende kommt. Aber die Herzallerliebste konnte sich schon auf eine Tanzvorführung am Abend in der Kaserne in Basel freuen.

Unser erstes Ziel war die romanische Kirche in Ottmarsheim. Auch wenn wir sie schon einmal besucht hatten, ist sie wieder beeindruckend gewesen.

Rückseite der romanischen Kirche in Ottmarsheim (Bild: Klaus Dapp)
Rückseite der romanischen Kirche in Ottmarsheim (Bild: Klaus Dapp)
Altar der romanischen Kirche in Ottmarsheim (Bild: Klaus Dapp)
Altar der romanischen Kirche in Ottmarsheim (Bild: Klaus Dapp)
Orgel der romanischen Kirche in Ottmarsheim (Bild: Klaus Dapp)
Orgel der romanischen Kirche in Ottmarsheim (Bild: Klaus Dapp)

Danach fuhren wir weiter durch die Felder bzw. an Straßen entlang und genossen die Blicke über die Rheinebene.

Blick auf den Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf den Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)

Nach einigen Kilometern erreichten wir bei Kembs den Kanal nach Huningue erreichten, an dem wir öfter am Wochenende entlang fahren. Dort konnten wir uns an Schwänen und anderen Wasservögeln freuen.

An der Information zum Naturschutzgebiet Petite Camargue Alsacienne machten wir eine kurze Rast mit einem leckeren Croissant.

Rast am Informationszentrum des Naturschtzgebietes Petite Camargue Alsacienne (Bild: Klaus Dapp)
Rast am Informationszentrum des Naturschtzgebietes Petite Camargue Alsacienne (Bild: Klaus Dapp)

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Supermarkt in Huningue, bei dem wir einige Souvenirs für liebe Menschen einkauften, fuhren wir weiter nach Basel. Dort war zu spüren, dass die Schule wieder begonnen hatte und viele Menschen wieder bei der Arbeit waren. Wir genossen das Privileg, noch Urlaub zu haben.

Nach gut 700 Kilometer ohne ernsthafte Panne oder Unfall kamen wir wohlbehalten bei der Herzallerliebsten an. Zweimal sind wir ernsthaft nass geworden – kaum zu glauben der der Trockenheit und Hitze. Und in Lahr konnten wir beim Gewitter unterstehen. Das wäre mit 2cm Hagelkörnern richtig unangenehm geworden.

Den Nachmittag nutzte ich, um das Pino wieder zu putzen – es ist doch immer wieder erstaunlich, wie dreckig ein Rad werden kann. Jetzt müssen wir noch das Problem mit dem Sitzbezug lösen – aber das wird ein anderer Beitrag.

Sommertour 2022 (Marckolsheim-Colmar-Bantzenheim, 7.761km)

Frühstück(Bild: Klaus Dapp)
Frühstück (Bild: Klaus Dapp)

Nach einem sehr leckeren Frühstück auf der Terrasse mit Blick auf die Vogesen brachen wir auf zu unserem Abstecher nach Colmar. Der Weg verlief weiter entlang des Rhein – Rhône- Kanals und dann entlang des schiffbaren Kanals nach Colmar.

Grenzstein zwischen Ober- und Unterelsass von 1863 (Bild: Klaus Dapp)
Grenzstein zwischen Ober- und Unterelsass von 1863 (Bild: Klaus Dapp)

Ein großer Teil war beschattet, so dass wir mit sehr geringer Steigung im kühlen unterwegs waren. So war es nicht überraschend, dass uns etliche Radlerinnen und Radler begegneten.

Radweg entlang des Kanals nach Colmar (Bild: Klaus Dapp)
Radweg entlang des Kanals nach Colmar (Bild: Klaus Dapp)

In Colmar fuhren wir auf der vorbereiteten Route im GPS zur Tourist-Information. Dort durften wir im Personalraum unseren Akku laden. Eine Erfahrung, die wir auf unseren Touren oft machen. Wichtig zum Verständnis ist nach unterer Erfahrung Akku und Ladegerät beim Fragen dabei zu haben, damit klar wird, dass es „nur“ um eine Steckdose geht.

Synagoge in Colmar (Bild: Klaus Dapp)
Synagoge in Colmar (Bild: Klaus Dapp)
Fachwerkhäuser in Colmar (Bild: Klaus Dapp)
Fachwerkhäuser in Colmar (Bild: Klaus Dapp)

Wir besuchten das Spielzeugmuseum und hatten viel Spaß in dem ehemaligen Kino. Leider sind die Bildrechte in Frankreich noch komplizierter als in Deutschland, so dass ich hier keine Bilder zeigen kann.

Nach einem kleinen Mittagessen schlenderten wir durch die historische Innenstadt, die ziemlich voll war. Interessant waren die archäologischen Ausgrabungen an der Kathedrale. Mit Baustaubsaugern und Spateln legten die Archäologinnen die Grabstätten und Skelette frei.

Am Nachmittag holten wir unseren geladenen Akku ab und machten uns auf den Weg. Der war ziemlich anstrengend, da er zum Teil auf einem schmalen Streifen entlang stark befahrener Straßen und ein großer Teil auf einer frisch geschotterten Nebenstraße verlief, die kräftig bremste. Um so mehr freuten wir uns über die Abschnitte im Wald auf denen es etwas kühler war.

Schattiger Waldweg (Bild: Klaus Dapp)
Schattiger Waldweg (Bild: Klaus Dapp)

Die Festungs- / Vauban-Stadt Neuf-Brisach querten wir nur kurz und verließen die beeindruckenden Festungsanlagen zügig auf einem eigenständigen Radweg, der teilweise sehr angenehm auf einer ehemaligen Bahnstrecke an unser Ziel Bantzenheim führte.

Stadttor von Neuf-Brisach (Bild: Klaus Dapp)
Stadttor von Neuf-Brisach (Bild: Klaus Dapp)

Sommertour 2022 (Kehl – Marckolsheim, 7.688km)

Blick von Marckholsheim auf die Vogesen (Bild: Klaus Dapp)
Blick von Marckholsheim auf die Vogesen (Bild: Klaus Dapp)

Nachdem einige andere Hausgäste im Außenbereich ihre unsägliche lautstarke Querdenker- Diskussion beendet hatten und es etwas kühler wurde, konnten wir endlich einschlafen. Dadurch ging ich ziemlich müde zum leckeren Frühstück und freute mich über den starken Kaffee.

So gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Rhein und überquerten ihn nach kurzer Zeit über die 2017 eröffnete Straßenbahnbrücke nach Strasbourg.

Straßenbahnbrücke Strasbourg - Kehl (Bild: Klaus Dapp)
Straßenbahnbrücke Strasbourg – Kehl (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf die Eisenbahnbrücke zwischen Strasbourg und Kehl (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf die Eisenbahnbrücke zwischen Strasbourg und Kehl (Bild: Klaus Dapp)

Die Fahrt durch Strasbourg verlief dank GPS erstaunlich gut. Nur an einer Stelle mussten wir nochmal 50 Meter zurück, da wir die Abzweigung zum Rhein-Rhône-Kanal verpasst hatten. In den letzten Jahren wurden an etlichen der bis in die Innenstadt von Strasbourg verlaufenden Kanäle Radwege angelegt, so dass gute Radverbindungen in das Umland bestehen.

Schleuse am Rhein-Rhône Kanal in Strasbourg (Bild: Klaus Dapp)
Schleuse am Rhein-Rhône Kanal in Strasbourg (Bild: Klaus Dapp)

Bei den sehr sommerlichen Temperaturen genossen wir den Schatten der alten Alleebäume. Auf der Strecke sahen wir zwei Liegeradlerinnen, die gerade den Pausenplatz verließen, den wir ansteuerten. So blieb die Begegnung auf ein freundliches kurzes Winken beschränkt.

Beschatteter Weg am Kanal (Bild: Klaus Dapp)
Beschatteter Weg am Kanal (Bild: Klaus Dapp)
Kleine Pause (Bild: Antje Hammer)
Kleine Pause (Bild: Antje Hammer)

Auf der Höhe von Erstein lockte uns ein Wegweiser in das Würth Museum. Dort schauten wir uns die Ausstellung „Bestia. Tiere in der Sammlung“ an. Tierpräparaten aus dem Naturkundemuseum in Strasbourg waren Bilder unterschiedlicher Künstlerinnen und Künstler gegenüber gestellt… So konnte der ausgestopfte Adler den gemalten Adler anschauen. Ich fand das eine sehr spannende Ausstellung.

Die Bestie auf / aus einem PC (Bild: Klaus Dapp)
Die Bestie auf / aus einem PC (Bild: Klaus Dapp)

Danach fuhren wir weiter Richtung Marckolsheim. Dort kauften wir noch ein Abendessen ein und genossen den Sonnenuntergang hinter den Vogesen.

Sonnenuntergang hinter den Vogesen bei Marckolsheim (Bild: Klaus Dapp)
Sonnenuntergang hinter den Vogesen bei Marckolsheim (Bild: Klaus Dapp)

Sommertour 2022 (Durlach-Kehl, 7.611 km)

Restaurant im amerikanischen Stil der 1950er Jahre (Bild: Klaus Dapp)
Restaurant im amerikanischen Stil der 1950er Jahre (Bild: Klaus Dapp)

Ich hätte am Vorabend nicht die Sorge haben sollen, dass ein vegetarischer Burger nicht satt macht – der Extrakäse hing mir noch am nächsten Morgen im Magen…

Der Satz des Tages war „hier waren wir schon“. Das begann mit dem Abschnitt bis Muggensturm und wurde vom Rheinradweg bis Kehl fortgesetzt. Damit der Strom bis zum Ende reicht, habe ich ein offenes Restaurant gesucht, wo wir Mittagspause machen konnten und den Akku laden.

Wegstrecke bei Moos (Bild: Klaus Dapp)
Wegstrecke bei Moos (Bild: Klaus Dapp)

Für die Hitze war die Strecke zu lang und wir hätten mehr Pausen machen sollen. So tat uns beiden kurz vor Moos der Hintern so weh, dass wir eine Pause vor der Mittagspause machen mussten. Nach der Mittagspause machten wir uns auf den letzten Abschnitt bis Kehl. Obwohl wir am Rhein entlang fuhren war es sehr heiß, da der Rheindeich ohne Bäume verläuft.

Blick von der Rheinaue in den Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)
Blick von der Rheinaue in den Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)
Rheindeich am Rand der Aue (Bild: Klaus Dapp)
Rheindeich am Rand der Aue (Bild: Klaus Dapp)
Rheindeich bei Rheinau Bild: Klaus Dapp)
Rheindeich bei Rheinau Bild: Klaus Dapp)
Wolkenspiegelung im Hafen Rheinau-Freistett (Bild: Klaus Dapp)
Wolkenspiegelung im Hafen Rheinau-Freistett (Bild: Klaus Dapp)

Wir waren froh, Kehl zu erreichen. Nach dem Duschen holten wir uns in der Innenstadt ein Picknick und ließen es uns schmecken.

Sommertour 2022 (Güglingen – Durlach, 7.517 km)

Rathaus in Güglingen (Bild: Klaus Dapp)
Rathaus in Güglingen (Bild: Klaus Dapp)

Nach einer langer Hochzeitsfeier – Danke für die Einladung an Biggi und Martin – und einer entsprechend kurzen Nacht war schon einiger Kaffee notwendig, um wieder aufs Rad zu kommen… und das mit der Perspektive auf etliche Steigungen. Nicht umsonst macht spricht die Tourismuswerbung vom Land der 1000 Hügel.

Blick auf den Rand des Zabergäu (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf den Rand des Zabergäu (Bild: Klaus Dapp)

Bei strahlendem Sonnenschein kurbelten wir uns nach oben und sausten bergab. Dabei durchquerten wir schöne Ortskerne von Dörfern mit so schönen Namen wie Oberderdingen.

Amthof in Oberderdingen (Bild: Klaus Dapp)
Amthof in Oberderdingen (Bild: Klaus Dapp)

Ab Bretten hatte ich die glorreiche Idee an der Bahn entlang zu fahren, da die Bahn ja nicht so steile Stressen fahren kann. Dabei hatte ich die Baukünste unterschätzt. Während die Bahn durch Einschnitte fuhr, nahm der Radweg alle Steigungen mit.

Abfahrt bei Bretten (Bild: Klaus Dapp)
Abfahrt bei Bretten (Bild: Klaus Dapp)

Nach einer Mittagspause aus der Tasche fuhren wir weiter in Richtung Durlach. Dort hatten wir noch Zeit, den Schlosspark anzuschauen.

Schloss in Durlach (Bild: Klaus Dapp)
Schloss in Durlach (Bild: Klaus Dapp)

Den Tag beschlossen wir mit einem leckeren Burger. Auch wenn das Durchschnittsalter gefühlt bei 22 Jahren lag, haben wir den Abend im Außenbereich genossen.

Sommertour 2022 (Kraichtal – Güglingen, 7.448 km)

Pagode im asiatischen Garten in Münzesheim (Bild: Klaus Dapp)
Pagode im asiatischen Garten in Münzesheim (Bild: Klaus Dapp)

Mit einem Blick auf das Schloss in Unteröwisheim fuhren wir bergauf am Kraichbach entlang.

Schloss in Unteröwisheim (Bild: Klaus Dapp)
Schloss in Unteröwisheim (Bild: Klaus Dapp)

In Oberöwisheim sahen wir die Appenmühle. Der Mühlstandort lässt sich auf das Jahr 1360 zurückverfolgen. Die heutigen Gebäude auf das Jahr 1777.

In Münzesheim konnte ich die Herzallerliebste mit dem Besuch des asiatischen Gartens überraschen. Der ist wirklich eine Überraschung.

Pagode im asiatischen Garten in Münzesheim (Bild: Klaus Dapp)
Pagode im asiatischen Garten in Münzesheim (Bild: Klaus Dapp)
Pagode im asiatischen Garten in Münzesheim (Bild: Klaus Dapp)
Pagode im asiatischen Garten in Münzesheim (Bild: Klaus Dapp)

Wir kurbelten uns kräftig nach oben, um in das Zabergäu zu kommen.

Oberhalb von Kürnbach (Bild: Klaus Dapp)
Oberhalb von Kürnbach (Bild: Klaus Dapp)

Entlang der Zaber fuhren wir mit einem Abstecher über Brackenheim zum Wäschewaschen (Danke an Biggi und Martin!) nach Güglingen.