Kategoriearchiv: Touren und Ausflüge

Wissembourg – Mußbach (4.272 km)

Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße (Bild: Klaus Dapp)
Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße (Bild: Klaus Dapp)

Das soll hier kein Wetterblog werden … aber die ersten Stunden waren eine ziemliche Wasserschlacht. Pünktlich zum Einhängen der Satteltaschen begann es zu regnen. Der Regen begann gleich richtig, so dass wir schon zu Beginn schon ziemlich viel der Regensachen anhatten. Leider haben sich meine Gamaschen und die Regenjacke nicht bewährt …

Eigentlich hätten wir auf der hügeligen Fahrt etliche Blicke auf die Oberrheinebene und den Pfälzer Wald haben sollen – so waren wir froh, den Weg zu finden und die größten Pfützen zu umfahren.

Blick nach Bad Bergzabern (Bild: Klaus Dapp)
Blick nach Bad Bergzabern (Bild: Klaus Dapp)

In Landau setzten wir uns dann in ein Cafe und wärmten und stärkten uns mit einem zweiten Frühstück. Danach ließ der Regen deutlich nach und wir konnten auf dem Rest der Strecke so einige Regensachen wieder ausziehen.

Die Idee, die nasse Jacke in die Tasche zu tun war nicht schlau … danach war das knusprtige französische Baguette doch ziemlich matschig.

Herzallerliebeste in Regenkleidung verpackt (Bild: Klaus Dapp)
Herzallerliebeste in Regenkleidung verpackt (Bild: Klaus Dapp)
Blick Richtung Pfälzer Wald (Bild: Klaus Dapp)

Blick Richtung Pfälzer Wald (Bild: Klaus Dapp)

Die Wegführung in Neustadt an der Weinstraße war ziemlich gruselig. Die Radwege waren ziemliche Rumpelpisten und trotz Federung und vorsichtiger Fahrzeise ist der Herzallerliebste auf dem Sitz rumgehopst.

Richtig ärgerlich war die Sperrung des Radweges nach Mußbach, die erst mitten im Gelände durch eine Barriere angezeigt wurde. So wichtig Baumfällarbeiten sind, aber da hätte ich mir schon einen früheren Hinweis auf die Sperrung und eine beschilderte Umlweitung gewünscht – und wenn es auch nur eine einlaminierte Karte gewesen wäre.

Um so schöner war es in Mußbach anzukommen und nach einem sehr netten Empfang in ein schönes Zimmer zu kommen. Nach einer erfrischenden Dusche machten wir einen Ortsrundgang und schauten uns das ehemalige Johanitergut an, das jetzt u.a. der Landwirtschaftsbetrieb Rheinland-Pfalz für die Ausbildung nutzt.

Johanitergut Herrenhof in Mußbach (Bild: Klaus Dapp)
Johanitergut Herrenhof in Mußbach (Bild: Klaus Dapp)
Johanitergut Herrenhof in Mußbach (Bild: Klaus Dapp)
Johanitergut Herrenhof – im Hintergrund die zugehörige Johanneskirche – in Mußbach (Bild: Klaus Dapp)
Johanitergut Herrenhof in Mußbach (Bild: Klaus Dapp)
Johanitergut Herrenhof in Mußbach (Bild: Klaus Dapp)
Johanitergut Herrenhof in Mußbach (Bild: Klaus Dapp)
Johanitergut Herrenhof in Mußbach (Bild: Klaus Dapp)

Den Tag ließen wir mit französischem Baguette und kleinen Leckereien ausklingen. Das Fahren im Regen und die Hügel vor allem am Anfang haben uns schön müde gemacht.

Haguenau – Wissembourg (4.214 km)

Der Kanal der Lauter in Wissembourg (Bild: Klaus Dapp)
Der Kanal der Lauter in Wissembourg (Bild: Klaus Dapp)

Nach einem ausgiebigen Frühstück – kein Wunder, dass das mit dem Abnehmen nicht klappt – fuhren wir von Marienthal nach Haguenau, um uns mit Quiches für das Mittagessen einzudecken.

Wissembourger Tor in Haguenau (Bild: Klaus Dapp)
Wissembourger Tor in Haguenau (Bild: Klaus Dapp)

Unweit des Wissembourger Tors verließen wir Haguenau und erreichten schon bald den „Heiligen Wald“. Dort glitten wir auf einem asphaltierten Radweg durch den Wald. Das hatte schon etwas meditatives. Da es fast eben war, schaltete ich über weite Strecken den Motor ab, damit das Surren der Reifen und ab und an das Rasseln der Kette nicht durch mehr als die Vögel begleitet wird.

Das Monument der Eiche von Gloria Friedmann (Bild: Klaus Dapp)
Das Monument der Eiche von Gloria Friedmann (Bild: Klaus Dapp)

Da wir genug Zeit für die Etappe hatten, folgten wir neugierig dem Schild zum Monument der Eiche. Diese 1995 geschaffene Kunstwerk wurde von der Region Elass finanziert.

Rathaus in Beschdorf (Bild: Klaus Dapp)
Rathaus in Beschdorf (Bild: Klaus Dapp)

Ab Betschdorf bewegten wir uns wieder in der landwirtchaftlich geprägten Landschaft es Elass. Hier hat sich im Januar 1945 zwischen Rittershofen und Hatten eine schwere Panzerschlacht ereignet, die zu einer großflächigen Zerstörung beider Dörfer führte.

In Hatten wird in einem Museum in einem Bunker der ehemaligen Maginot-Linie daran erinntert. Es ist immer wieder frustrierend zu sehen, welcher Aufwand für diesen Krieg mobilisiert wurde, um unermesslichen Schaden anzurichten. Und wie die Elsässer in die SS zwangsrekrutiert wurde.

Bunker der Maginot-Linie in Hatten (Bild: Klaus Dapp)
Bunker der Maginot-Linie in Hatten (Bild: Klaus Dapp)
Modell des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof (Bild: Klaus Dapp)
Modell des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof (Bild: Klaus Dapp)

Es passte zur Stimmung, dass es draußen in Stömen schüttete und gewitterte. Dumm dass wir nicht daran gedacht haben, dass Rad unterzustellen.

Gewitter in Hatten (Bild: Klaus Dapp)
Gewitter in Hatten (Bild: Klaus Dapp)
Der kleine Bär wird ausgedrückt, um ihn zu trocknen (Bild: Klaus Dapp)
Der kleine Bär wird ausgedrückt, um ihn zu trocknen (Bild: Klaus Dapp)

Danach fuhren wir bis ins Lautertal, wo wir auf eine alte Bahntrasse in Richtung Wissembourg. Hier genossen wir das Mittagessen. Es war inzwischen fast 14:30 Uhr und entsprechend groß der Hunger. So gestärkt fuhren wir mit geringer Steigung nach Wissembourg.

Kirche St. Ulrich (Bild: Klaus Dapp)
Kirche St. Ulrich (Bild: Klaus Dapp)

An einem Schulzentrum standen wir noch einmal unter, aber das Gewitter entschied sich dazu, hinter Wissembourg abzuregnen. So kamen wir trocken zur Unterkunft gekommen. Von dort aus schauten wir uns dann Wissembourg an.

Stadthaus in Wissembourg (Bild: Klaus Dapp)
Stadthaus in Wissembourg (Bild: Klaus Dapp)

Wir beschlossen dann, noch ein wenig durch Wissembourg zu spazieren.

Basel – Haguenau (4.152 km)

Uhr am Museum des Elsass in Hagenau (Bild: Klaus Dapp)
Uhr am Museum des Elsass in Hagenau (Bild: Klaus Dapp)

Nach einer regnerischen Nacht ein kritischer Blick in den Wetterbericht… in Basel sollte es bald aufhören zu regnen und im Elass sollte es gar nicht regnen.

Mit diesen Aussichten packten wir die letzten Sachen in die Taschen und fuhren zum Bahnhof. Eine gute Entscheidung, denn so fuhren wir bis Strasbourg quasi unter dem Regen durch. Die Idee hatten noch mehr Menschen, so dass das Radabteil richtig voll war. Das Pino hatten wir deshalb in das angrenzende große Abteil für Rollstühle gestellt, wo es niemanden störte.

Blick auf den Bahnhof in Strasbourg (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf den Bahnhof in Strasbourg (Bild: Klaus Dapp)

In Strasbourg gönnten wir uns einen Kaffee in der Sonne, die jedoch bald von Wolken abgelöst wurde, die uns zum Aufbruch mahnten.

Storch an einer Hauswand in Strasbourg (Bild: Klaus Dapp)
Storch an einer Hauswand in Strasbourg (Bild: Klaus Dapp)

Nachdem wir den ersten Storch gesehen hatten, fuhren wir durch die Vororte von Strasbourg zum Kanal nach Saverne. Einen Regenguss nutzten wir zum Mittagessen.

Schleuse am Kanal nach Saverne (Bild: Klaus Dapp)
Schleuse am Kanal nach Saverne (Bild: Klaus Dapp)
Kanal nach Saverne (Bild: Klaus Dapp)
Kanal nach Saverne (Bild: Klaus Dapp)

Wir begegneten etlichen Hausbooten und einigen Radfahrenden, die teilweise mit Zeltausrüstung unterwegs waren, und freundlich zurückgrüßten.

Blick Richtung Haguenau (Bild: Klaus Dapp)
Blick Richtung Haguenau (Bild: Klaus Dapp)

Nach einer Weile bogen wir Richtung Haguenau ab. Mit einer Regen-Unterstehpause im Wald erreichten wir unser Ziel Marienthal.

Basilika in Marienthal (Bild: Klaus Dapp)
Basilika in Marienthal (Bild: Klaus Dapp)

Gegenüber lag unser kleines Hotel. Dort fand eine Modeschau statt, die jedoch von der Herzallerliebsten nicht goutiert wurde – die Größen waren doch eher weiter …

Nachdem wir das Gepäck abgeladen hatten, fuhren wir nach Haguenau, wo wir erst einma unterstanden um einen Gewitterguss trocken zu überstehen. Die Altstadt ist sehr schön und viele Bauten lassen die jahrhundertelange Bedeutung der Stadt erkennen… hätten wir uns mal besser vorbereitet. So schauten wir uns eher zufällig um.

Nekropole aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg in Haguenau (Bild: Klaus Dapp)
Nekropole aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg in Haguenau (Bild: Klaus Dapp)
Markthalle in Haguenau (Bild: Klaus Dapp)
Markthalle in Haguenau (Bild: Klaus Dapp)
Mühle im ehemaligen Gewerbeviertel von Haguenau
Mühlrad im ehemaligen Gewerbeviertel von Haguenau (Bild: Klaus Dapp)
Museum des Elsass / ehemalige Kanzlei (Bild: Klaus Dapp)
Museum des Elsass / ehemalige Kanzlei (Bild: Klaus Dapp)

Nach einem leckeren Flammkuchen fuhren wir dann wieder zurück nach Marienthal und waren richtig bettschwer.

Ausflug zur Burg Biederthal (3.972 km)

Blick auf die Burg Biederthal in Burg (Schweiz - Bild: Klaus Dapp)
Blick auf die Burg Biederthal in Burg (Schweiz – Bild: Klaus Dapp)

Nach einer schwülwarmen und dadurch recht schlafarmen Nacht sollten wir vor dem angekündigten Gewittern noch eine schöne Tour machen. So machten wir uns nach dem Frühstück auf ins Elsass.

Dabei waren wir so früh, dass Mamie Flo noch geschlossen hatte. Also überraschte ich die Herzallerliebste durch den Vorschlag, weiter in die Schweiz zu fahren. Ich hatte mir noch ein bisschen was angelesen und erzählte ein bisschen über die Burg Biederthal und ihre Bedeutung.

Da es nicht ganz so heiß war fuhren wir durch die Burgtaler Klus, ein enger Einschnitt in den Fels durch den Birsig (damit es ein bisschen komplizierter wird heißt er in Frankreich la Birsig). Immer weiter ging es den Bach entlang, bis es so steil wurde, dass wir ein Stückchen schieben mussten. Als wir fast auf der Höhe angekommen waren, begann es kräftig zu regnen … und wir freuten uns, dass wir am Wasserwerk unterstehen konnten.

Dann konnten wir weiterfahren und fuhren von oben nach Burg. Nur der eigentliche Schlossberg war von der Höhe aus nur über einen Fußpfad zu erreichen.

Blick in den Sundgau vom Burgberg in Burg (Schweiz - Bild: Klaus Dapp)
Blick in den Sundgau vom Burgberg in Burg (Schweiz – Bild: Klaus Dapp)
Sommerfrische in Burg (Schweiz - Bild: Klaus Dapp)
Sommerfrische in Burg (Schweiz – Bild: Klaus Dapp)

Außerhalb des alten Kernortes finden sich unterschiedliche Neubauten und auch Spuren des Tourismus um 1900.

Danach sausten wir zurück nach Biederthal und genossen wieder den halben Münsterkäse. Ein leckeres Mittagessen, das uns die Energie für die Rückfahrt gab.

Den ursprünglichen Plan weiter in die Petit Carmargue weiterzufahren, gaben wir wegen des schwülwarmen Wetters auf. Nach einem gemütlichen Mittagsschläfchen sind wir noch durch die Meriangärten spaziert.

Zur Schnecke und zum Fräulein Burg (3.930 km)

Burg Rötteln - Heimat des Fräulein Burg (Bild: Klaus Dapp)
Burg Rötteln – Heimat des Fräulein Burg (Bild: Klaus Dapp)

Für heute hatten wir uns eine kulinarische Runde vorgenommen. Über Weil am Rhein fuhren wird am südlichen Rand des Kandertals überwiegend auf Feldwegen und kleinen Sträßchen nach Kandern. Die alte Industriestadt – seit dem Mittelalter bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurde dort Eisenerz abgebaut und verarbeitet – hat eine sehr schöne Innenstad. Darüber hinaus ist Kandern für die Töpfereien bekannt.

Unser Ziel war aber das Restaurant Zur Schnecke. Das historische Restaurant stammt aus dem Jahre 1893 und besitzt noch die wunderschöne originale Eichenvertäfelung aus dem Eröffnungsjahr. Und auch das Essen ist richtig lecker – und es gibt immer auch ein gutes Angebot für Vegetarier. Wegen Corona hatte nur die Außenterrasse offen auf der wir ein tolles Mittagessen genießen konnten. Es war wirklich schade, dass wir die einzigen Gäste waren. Wie immer war es richtig lecker.

Evangelische Kirche in Hofen (Ortsteil von Steinen - Bild: Klaus Dapp)
Evangelische Kirche in Hofen (Ortsteil von Steinen – Bild: Klaus Dapp)

Über Waldwege und teilweise auf Straßen fuhren wir durch den Schwarzwald. Und es war wieder einer der Tage, an dem wir uns im Geist bei Herrn Ruf (Einzelrad in Weil-Haltingen) bedankten, dass er uns einen Motor empfohlen hat. Ohne den wären wir bei den 30 Grad und den Steigungen noch mehr ins Schwitzen gekommen.

Dank meiner Stromsparerei auf dem Weg nach Kandern, den wir zum großen Teil ohne Unterstützung zurückgelegt haben. So konnten wir auch mal in die Vollen gehen.

Aber irgendwann ist jeder Berg zuende … die Abfahrt ins Wiesental war grandios.

Blick in den Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)
Blick in den Schwarzwald (Bild: Klaus Dapp)

Dann fuhren wir das Wiesental hinunter bis Lörrach. Kurz haben wir darüber nachgedacht, einfach weiter nach Basel zu fahren. Es war dann doch ziemlich warm.

Aber der Wunsch nach einer Pause und die Aussicht auf einen Eiskaffee waren dann doch ausschlaggebend. So fuhren wir noch auf die Burg Rötteln hoch zur Fräulein Burg.

Der Eiskaffee war lecker und so gestärkt fuhren wir dann nach Basel. Den größten Teil der Strecke konnten wir stromsparend ohne elektrische Unterstützung zurücklegen, so hatten wir noch genug Strom um im Stadtverkehr Rückenwind zu haben.

Erscheckend waren die letzten Meter. Auf der Münchensteiner Brücke mussten wir einen Beinaheunfall beobachten. Ein Autofahrer fuhr an „der Stelle“ viel zu knapp an einem Radfahrer vorbei und holte ihn fast vom Rad. Und das nur, um am Ende der Brücke völlig irritiert abzubremsen und dann abzubiegen. um Glück wollte der Radfahrer nicht abbiegen und es ging gut aus.

Trotz dem Schrecken am Ende war es ein toller Tag. Nach dem Duschen klebten wir auch kaum noch 🙂 und waren stolz auf kapp 70 Kilometer und rund 600 Höhenmeter Anstieg.

Endlich wieder ins Elsass (3.755 km)

Bistrot Chez Mamie Flo in Biederthal (Bild: Klaus Dapp)
Bistrot Chez Mamie Flo in Biederthal (Bild: Klaus Dapp)

Endlich ist Frankreich durch Deutschland nur noch als Risikogebiet eingestuft und die Außengastronomie macht wieder auf. Dazu noch fast 20 Grad und nur leicht bewölkt, das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Es macht einfach noch mehr Spaß bei angenehmen Temperaturen mit dem Rad unterwegs zu sein. Und eine schöne Pause mit einem leckeren Essen ist einfach ein Höhepunkt.

Ein halber Münsterkäse (Bild: Klaus Dapp)
Ein halber Münsterkäse (Bild: Klaus Dapp)

Und es macht mir auch viel Freude, andere Menschen wieder zu sehen und gemütlich im Freien zu sitzen und „Leute gucken“. Das konnten wir genießen. Denn nicht nur wir haben mitbekommen, dass sich die Regelungen geändert haben. In der Grenzregion waren viele Menschen wieder wie vor Corona mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs über die Grenzen.

Apfelsaft im Elass (Bild: Klaus Dapp)
Apfelsaft im Elass (Bild: Klaus Dapp)

Umgekehrt bringen wir viele Menschen mit unserem Pino zum Lächeln. Und das nicht nur bei Kindern. An einem Informationsstand der Binnenschifffahrt wollte ein Angestellter gleich ein Foto machen und fand das Rad sehr spannend.

Bei der nächsten Rast begutachtete ein Streetmachine Fahrer, der etwas älter als wir waren, das Pino und war von der E-Unterstützung sehr angetan. Ich war das vor allem gestern, da habe ich doch wieder deutlich die Corona-Pfunde und -Bewegungsarmut gespürt 😉

Leider habe ich das GPS Gerät nicht mitgenommen, sonst gäbe es jetzt noch die Touren.

Ein kleiner Pieks … (3.617 km)

Pino vor dem Corona-Impfzentrum in Basel
Pino vor dem Corona-Impfzentrum in Basel (Bild: Klaus Dapp)

Wir waren nichts die Einzigen, die mit dem Rad zum Impfen zum Imfzentrum des Kantons Basel-Stadt am Kongresszentrum gekommen sind, aber aufgefallen ist das Pino dann doch.

Nach einer guten Viertelstunde konnte ich die Herzallerliebste wieder in Empfang nehmen und dann haben wir zur Feier des Tages wiedereröffnete Außengastronomie besucht.

Terrasse des Ausflugsrestaurants Predigerhof (Bild: Klaus Dapp)
Terrasse des Ausflugsrestaurants Predigerhof (Bild: Antje Hammer)

Die Temperaturen des Wonnemonats Mai waren mit 14 Grad nicht ganz sommerlich, Spaß gemacht hat es trotzdem.

Jetzt bin ich gespannt, wann ich einen Termin bekomme… vielleicht klappt es ja noch mit einer schönen Radtour in diesem Sommer.

Basel – Schwarzwald – Tour – Tag 8 Nagold – Calw / Hiersau (2.314 km)

Jagdschloss im Kloster Hirsau bei Calw (Bild: Klaus Dapp)
Jagdschloss im Kloster Hirsau bei Calw (Bild: Klaus Dapp)

Am nächsten Tag fuhren wir bei bestem Radwetter gemütlich das Nagoldtal hinab nach Calw. Die Dörfer und Städte auf dem Weg bieten oft schöne Blicke auf Fachwerkhäuser in den Ortskernen.

Turm in Wildberg (Württemberg) (Bild: Klaus Dapp)
Turm in Wildberg (Württemberg) (Bild: Klaus Dapp)
Fachwerkhäuser in Wildberg (Württemberg) (Bild: Klaus Dapp)
Fachwerkhäuser in Wildberg (Württemberg) (Bild: Klaus Dapp)

In Calw genossen wir in der Fußgängerzone einen guten Kaffee und ein Eis und rollten dann weiter zum Kloster Hirsau, einer beeindruckenden ehemaligen Klosteranlage.

Nachdem wir uns die ehemalige Klosteranlage angesehen hatten, gingen wir noch ins Klostermuseum. Das in einem weiteren ehemaligen Kloster in Hirsau untergebracht ist.

Dort wird die Geschichte der bedeutenden Benediktinerabtei Hirsau dargestellt. Es war schon beeindruckend, dass von hier aus diverse Klöster gegründet und geistig beeinflusst wurden. Bei seinem Bau im späten 11. Jahrhundert war St. Peter und Paul das baulich größte Kloster im deutschsprachigen Raum. Es brannte im Rahmen des Pfälzischen Erbfolgekrieges 1692 aus und verfiel dann bzw. wurde von der Bevölkerung auch als Steinbruch genutzt.

Nach der Besichtigung fuhren wir wieder zurück nach Calw. Unsere Unterkunft war in einem alten Fachwerkhaus am Marktplatz direkt unter dem Dach – bei den sommerlichen Temperaturen schon eine Herausforderung. Dafür stand das Pino dann nebenan vor dem Schaufenster der Bank im Nachbarhaus. Da sei es sicher meinte der Wirt, da es videoüberwacht sei. Nach Duschen schauten wir uns auch Calw an – der Geburtsstadt von Hermann Hesse.

Marktplatz in Calw (Bild: Klaus Dapp)
Marktplatz in Calw (Bild: Klaus Dapp)
Geburtshaus von Hermann Hesse (rechts) (Bild: Klaus Dapp)
Geburtshaus von Hermann Hesse (rechts) (Bild: Klaus Dapp)
Fachwerkhaus in Calw (Bild: Klaus Dapp)
Fachwerkhaus in Calw (Bild: Klaus Dapp)

Nach dem leckeren Abendessen ging es dann ins warme Zimmer… das glücklicherweise dann doch abkühlte.

Basel – Schwarzwald – Tour – Tag 7 Rottenburg – Nagold (2.275 km)

Blick über Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Blick über Nagold (Bild: Klaus Dapp)

Nach den letzten Blicken zur Hohenzollernburg ging es teilweise stark bergab ins Neckartal. Auf dem Neckartalradweg fuhren wir weitgehend autofrei neckaraufwärts nach Horb. Dort schauten wir uns das kleine Stadtmuseum an und spazierten durch die Innenstadt.

Blick aus dem Neckartal (Bild: Klaus Dapp)
Blick aus dem Neckartal (Bild: Klaus Dapp)
Jüdischer Friedhof (Bild: Klaus Dapp)
Jüdischer Friedhof (Bild: Klaus Dapp)
Schurkenturm in Horb am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Schurkenturm in Horb am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Innerer Ringmauerturm in Horb am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Innerer Ringmauerturm in Horb am Neckar (Bild: Klaus Dapp)

Danach stiegen wir aus dem Neckartal auf einer stark befahrenen steilen Innerortsstraße auf. Ich war wirklich froh als wir oben auf eine Nebenstraße abbiegen konnten. Von dort ging es dann an den Rand der Bebauung und dann über Wirtschaftswege weiter zum Industriegebiet Heiligenfeld. Nach einigen Kilometern erreichten wir den höchsten Punkt des Tages und fuhren dann – teilweise ziemlich steil – wieder bergab ins Tal der Steinach bis nach Nagold.

Abwärts Richtung Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Abwärts Richtung Nagold (Bild: Klaus Dapp)

In Nagold haben wir am Rand der Innenstadt übernachtet. Nachdem Gepäck und Rad versorgt waren, schauten wir uns die Stadt an.

Innenstadt in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Innenstadt in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Brunnen in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Brunnen in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Brunnen in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Brunnen in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Nagold in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Nagold in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf die Festung Hohennagold (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf die Festung Hohennagold (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf den nächstlichen Busbahnhof in Nagold (Bild: Klaus Dapp)
Blick auf den nächtlichen Busbahnhof in Nagold (Bild: Klaus Dapp)

Basel – Schwarzwald – Tour – Tag 6 Rosenfeld – Rottenburg am Neckar / Dettingen (2.227 km)

Pino vor der Burg Hohenzollern bei Hechingen (Bild: Klaus Dapp)
Pino vor der Burg Hohenzollern bei Hechingen (Bild: Klaus Dapp)

Für den nächsten Tag hatten wir einen Schlenker über Hechingen geplant, um die Burg Hohenzollern anzuschauen. Wegen Corona haben wir schon im Vorfeld auf eine Besichtigung verzichtet, da eine Reservierung für eine bestimmte Einlassstunde gefordert war – das war mir zu risikoreich. So setzte ich darauf, der Herzallerliebsten die Burg vom Weg aus in unterschiedlichen Perspektiven zeigen zu können.

Ich mit Sonnenbrille - immer optimistisch (Bild: Antje Hammer)
Ich mit Sonnenbrille – immer optimistisch (Bild: Antje Hammer)

Aller Optimismus half nichts… kurz nach dem Losfahren begann der Nieselregen. Aber erfreulicherweise blieb es dabei. Außerdem motivierten uns dunkle Wolken hinter uns, zügig Richtung Hechingen zu fahren.

Auf dem Weg Richtung Balingen (Bild: Klaus Dapp)
Auf dem Weg Richtung Balingen (Bild: Klaus Dapp)

Nur einmal sind wir dann doch für 15 Minuten untergestanden, um einen stärkeren Schauer abzuwarten. Und in Hechingen sahen wir dann auch blauen Himmel. Nur die Burg blieb ziemlich lange im Nebel.

Mit Linsen (auf besonderen Wunsch ohne Seitenwurst für mich) stärkte ich mich „schwäbisch“, dann ging es weiter Richtung Neckar.

Blauer Himmel (Bild: Klaus Dapp)
Blauer Himmel (Bild: Klaus Dapp)

Und im Rückblick hatten wir dann doch noch die Aussicht auf die Burg.

Schwäbische Alb mit Hohenzollernburg (Bild: Klaus Dapp)
Schwäbische Alb mit Hohenzollernburg (Bild: Klaus Dapp)

Zügig erreichten wir dann das Hotel in Dettingen. Dort machten wir eine Pause und luden noch einmal kräftig nach. Dann führen wir von der Hochebene hinab ins Neckartal nach Rottenburg. Dabei bewährte sich wieder einmal die neue Bremse am Vorderrad mit deren Hilfe wir immer sicher zum stehen kamen. In Rottenburg machten wir dann einen Stadtrundgang durch die schöne Altstadt.

Zehntscheuer in Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Zehntscheuer in Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Marktplatz in Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Marktplatz in Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Neue Stadtbibliothek am Eingang zur Altstadt von Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Neue Stadtbibliothek am Eingang zur Altstadt von Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Corona-Aktion in Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Corona-Aktion in Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Neckarblick in Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Neckarblick in Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Herzallerliebste am Neckar gerahmt (Bild: Klaus Dapp)
Herzallerliebste am Neckar gerahmt (Bild: Klaus Dapp)
Neckarblick in Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Neckarblick in Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Neckarblick in Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)
Neckarblick in Rottenburg am Neckar (Bild: Klaus Dapp)