Bodensee-Tour 18. Tag: Moos – Hohentengen (2.818 km)

Gästehaus Wasserstelz in Hohentengen (Bild: Klaus Dapp)

Gästehaus Wasserstelz in Hohentengen (Bild: Klaus Dapp)

Entgegen der gausligen Wettervorhersage schien am Morgen sogar kurz die Sonne. Ich brach deshalb schnellstmöglich auf. Da ich nicht sicher war, dass ich auf meinen deutschen Abschnitten der Etappe etwas einkaufen kann, deckte ich mich noch schnell mit einem Abendessen ein.

Die Sonne verschwand leider schnell wieder und schon bald begann es leicht zu nieseln. Auf teilweise zlemlich hügeligen Wegen fuhr ich entlang des Untersees. Im Gegensatz zu den anderen Teilen des Bodensees geht es hier etwas ruhiger zu.

Blick auf den Untersee (Bild: Klaus Dapp)

Blick auf den Untersee (Bild: Klaus Dapp)

Schloss Gaienhofen (Bild: Klaus Dapp)

Schloss Gaienhofen (Bild: Klaus Dapp)

Der Weg ist gut ausgeschildert und meistens auch gut geführt. Insbesondere in Deutschland fehlen jedoch einige Abschnitte, so dass hier teilweise auch auf stärker befahrenen Straßenabschnitten gefahren werden muss.

Erster Grenzübertritt in die Schweiz am Morgen (Bild: Klaus Dapp)

Erster Grenzübertritt in die Schweiz am Morgen (Bild: Klaus Dapp)

Stadttor von Stein am Rhein (Bild: Klaus Dapp)

Stadttor von Stein am Rhein (Bild: Klaus Dapp)

Im schweizerischen Stein am Rhein wird der Bodensee wieder zum Rhein. Angesichts des zunehmenden Regens verzichtete ich auf einem Besuch der sehr sehenswerten mittelalterlichen Innenstadt und fuhr rasch weiter Richtung Schaffhausen. Teilweise auf gut ausgebauten Waldwegen, teilweise auf asphaltierten Wegen gewann ich an Höhe, um dann in Schaffhausen wieder an den Rhein zu kommen. Spannend ist die Wegführung im Bahnhof Feuerthalen. Dort wird die Bahnunterführung mitgenutzt … natürlich gibt es einen funktionierenden Aufzug.

Rheinbrücke zwischen Diessenhofen und Gailingen am Hochrhein (Bild: Klaus Dapp)

Rheinbrücke zwischen Diessenhofen und Gailingen am Hochrhein (Bild: Klaus Dapp)

Rheinfälle bei Schaffhausen (Bild: Klaus Dapp)

Rheinfälle bei Schaffhausen (Bild: Klaus Dapp)

Im Bereich der beeindruckenden Rheinfälle musste ich mich trotz des Nieselregens durch die Touristenscharen kämpfen. Besonders nervig waren zwei Autofahrer, die versuchten den Rad- und Fußweg mit zu benutzen… entgegen meiner guten Vorsätze musste ich dann doch in der Schweiz mal kräftig hupen. Nach den Rheinfällen steigt es kräftig an und schon ist die deutsche Grenze erreicht. Inzwischen war mein T-Shirt und meine Weste durchweicht und auch Schuhe und Unterhose waren feucht. Gleichzeitig war es aber mit ca. 20 Grad so warm, dass ich das Regenzeug nicht anziehen wollte, da ich darunter massiv schwitzen würde.

Kaiserstuhl (Aargau) (Bild: Klaus Dapp)

Kaiserstuhl (Aargau) (Bild: Klaus Dapp)

Nach kurzer Zeit und mindestens einem Grenzwechsel habe ich Altenburg erreicht. Danach kam die letzte große Steigung … und dann ging es ab Lottstetten bis Hohenstetten eigentlich nur bergab. Ich war froh, dass auch der Regen nachließ und die Hose und Weste schnell trocknete. Als ich in Hohentengen im Gästehaus Wasserstelz ankam, schien sogar kurz die Sonne. Nach einem nachgeholten Mittagessen und ein paar Fotos begann es wieder zu regnen… Zeit zum Lesen und Blog schreiben.

Rhein mit schweizer Grenzbefestigung bei Hohentengen (Bild: Klaus Dapp)

Rhein mit schweizer Grenzbefestigung bei Hohentengen (Bild: Klaus Dapp)

Zur Übernachtung: Gästehaus Wasserstelz, Fahrrad stand im überdachten Biergarten (Ruhetag), ruhiges Zimmer aber Einflugschneise des Flughafens Zürich, nettes und kompetentes Personal, umfangreiches Frühstücksbuffet, WLAN, ca. 65€/Nacht im Einzelzimmer

Gesamtstrecke: 69.05 km
Maximale Höhe: 465 m
Minimale Höhe: 336 m
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