Von Marburg nach Wetzlar (12.128 Km)

Dom in Wetzlar (Bild: Klaus Dapp)
Dom in Wetzlar (Bild: Klaus Dapp)

Nach der Erfahrung des Vortags wussten wir, wie wir ohne Treppen zum Lahnradweg kommen konnten. So waren wir schon nach kurzer Zeit zügig unterwegs das Lahntal hinunter.

Blick in die Lahnaue bei Sichertshausen (Bild: Klaus Dapp)
Blick in die Lahnaue bei Sichertshausen (Bild: Klaus Dapp)

Der nasse Sommer hätte uns fast einen größeren Umweg gebracht. Aber die überflutete Unterführung konnten wir durch die höher angeordneten Überflutungsentlastung im Bahndamm umfahren… auch wenn die niedrige Röhre schon etwas unheimlich war.

Überflutete Unterführung der Bahn in der Lahnaue (Bild: Klaus Dapp)
Überflutete Unterführung der Bahn in der Lahnaue (Bild: Klaus Dapp)

Durch einen schönen Zufall entdeckten wir den Dorfladen Ruttershausen. Wir genossen einen leckeren Kaffee und kauften noch ein paar Kleinigkeiten ein. Da war das nicht so tolle Wetter doch schon fast wieder ausgeglichen.

Dorfladen Ruttershausen (Bild: Klaus Dapp)
Dorfladen Ruttershausen (Bild: Klaus Dapp)

Da ich Gießen beruflich schon mehrfach besucht habe, hatten wir beschlossen, uns auf Wetzlar zu konzentrieren. Deshalb fuhren wir ohne Pause durch Gießen und machten unsere Pause am Ortsrand von Heuchelheim mit Blick auf die Lahnaue – und hatten auch Sonne zum Mittagessen.

Lahnaue bei Heuchelheim (Bild: Klaus Dapp)
Lahnaue bei Heuchelheim (Bild: Klaus Dapp)

So erreichten wir am frühen Vormittag Wetzlar. Leider ließ sich der geplante Weg auf den Domhügel nicht fahren und schieben wollten wir auch nicht. Deshalb quälten wir uns eine viel befahrene Straße hoch, auf der wir mehrfach viel zu knapp überholt wurden. Wirklich blöd, wenn 500 Meter so schlecht in Erinnerung bleiben…

Um so mehr freuten wir uns, dass wir unsere Räder sicher abstellen konnten und nach einer warmen Dusche durch die schöne Altstadt in Wetzlar laufen konnten.

Domplatz in Wetzlar (Bild: Klaus Dapp)
Domplatz in Wetzlar (Bild: Klaus Dapp)

Wirklich sehenswert ist der Dom in Wetzlar. Und das nicht nur, weil er viele bauliche Schönheiten bzw. Besonderheiten hat. Interessant ist auch, dass er bis heute eine sogenannte Simultankirche ist, d.h. sowohl von der evangelischen und der katholischen Gemeinde genutzt wird. Dass erst 1978 eine finale Klärung des Besitzes erfolgte, zeigt dann auch, dass das nicht immer ganz einfach ist.

Bevor es kräftig zu schütten anfing, gelang es uns einen Platz in einer Pizzeria zu bekommen, so dass wir nach dem Regenguss auch gut gesättigt zurück in unser Hotel gehen konnten.