
Nach einem leckeren Frühstück und bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir gemütlich durch die Altstadt von Wetzlar – es gibt also doch angenehmere Wege als der gestern.

An der alten Lahnbrücke machten wir noch einen Fotostop.

Und auch ein Bild mit der berühmten Minox musste sein.

Nach Wetzlar wird das Lahntal deutlich enger und die Lahn verläuft deutlich kurvenreicher.

Bei Löhnberg probierten wir am Sauerborn, einer der ältesten regionalen Mineralquellen, das Wasser. Der Name Sauerborn ist schon passend …

Nach kurzem Weg kamen wir am Firmensitz von Selters aus Selters an der Lahn, einem Ortsteil von Löhnberg, vorbei. Das Selterswasser ist sozusagen das Tempo unter den Mineralwassern. Industriegeschichte ist einfach immer wieder spannend.

Die nächste Station war Weilburg. Das kannte ich auch schon beruflich, da der Bund der Steuerzahler sich darüber aufgeregt hat, dass für den Fuß- und Radverkehr eine vernünftige Lösung gefunden wird. Da ich mich verpflichten musste in diesem Blog nichts über meine Arbeits zu schreiben, belasse ich es bei der Feststellung, dass die Fuß- und Radbrücke so rege genutzt wird, dass es selbst in den Sommerferien am Nachmittag schwierig war, sie ohne Personen zu fotografieren.

Die Bahnstrecke verläuft unter der Altstadt von Weilburg und verschwindet nach der Lahnquerung in einem schönen Tunnelportal.

Wir machen uns zu Fuß auf den Weg in die Altstadt und besuchten das Weilburger Schloss.





Nach so viel Aussicht und Anschauen gönnten wir uns vor der Weiterfahrt noch einen Kaffee und dann ging es zurück zu den Rädern. Das nächste Ziel war das Lahn-Marmor-Museum in Villmar. Sowohl die Geschichte des Museums als auch der Inhalt lohnen sich wirklich anzuschauen. Und vor lauter Schauen habe ich es nicht geschafft, ein schönes Foto für diesen Blog zu machen. Aber dass dort der Marmor abgebaut wurde, den wir aus dem Schloss in Bruchsal und ich aus dem Eingangsbereich des Verkehrsministeriums kenn, habe ich fotografiert.

Und Dank einer Cola hatten ich auch den notwendigen Zucker für die weiteren Kilometer bis Runkel.

In Runkel erwartete uns eine dumme Überraschung. Bei der Suche einer Übernachtung habe ich nicht genau genug hingeschaut und wir mussten aus dem schönen Lahntal nochmal hoch. Der erste Versuch scheiterte, da uns Passanten glaubhaft versicherten, dass der Weg den wir nehmen wollten über 100 Treppenstufen hat. Da ist wohl die Karte nicht genau genug gewesen. Die Umfahrung war auch noch mit zum Teil 25% Steigung für uns zu steil zum Fahren. Als wir dann ziemlich fertig an der Unterkunft ankamen, entschädigte der Blick über die Landschaft ein bisschen.

Leider wäre das Abendessen fast an Personalmangel gescheitert … aber als wir dann nach langer Wartezeit und deutlich hörbar knurrendem Magen ein leckeres Abendessen bekommen hatten, hatte der interessante Tag auch einen schönen Ausklang.
