Von Runkel nach Nassau (12.250 Km)

Blick von der Lahnbrücke auf Nassau (Bild: Klaus Dapp)
Blick von der Lahnbrücke auf Nassau (Bild: Klaus Dapp)

Nach dem Frühstück wollen wir noch einen Blick von Oben auf die Burg Runkel werfen und schauten uns dabei die Reste der Burg Schadeck an.

Reste der Burg Schadeck (Bild: Klaus Dapp)
Reste der Burg Schadeck (Bild: Klaus Dapp)
Blick von der Burg Schadeck auf die Burg Runkel (Bild: Klaus Dapp)
Blick von der Burg Schadeck auf die Burg Runkel (Bild: Klaus Dapp)

So inspiriert sausten wir ins Tal und fuhren weiter an der Lahn entlang Richtung Limburg. Beeindruckend war der Wechsel zwischen engen Talabschnitten und Orten an den Hängen. Ein richtiger Hingucker ist die Kirche St. Lubentius in Dietkirchen.

St. Lubentius im Limburger Stadtteil Dietkirchen (Bild: Klaus Dapp)
St. Lubentius im Limburger Stadtteil Dietkirchen (Bild: Klaus Dapp)

Wir fuhren unter der Lahntalbrücke der A3 hindurch und erreichten kurz danach die Altstadt von Limburg. Nach der Querung der Lahn stellten wir die Räder ab und machten uns zu Fuß auf den Weg. Das schien uns die bessere Alternative, da wir beobachten mussten, wie ein völlig orientierungsloser aber mit hochmotorisiertem Fahrzeug ausgestatteter Tourist aus den Niederlanden fast einen Radfahrer auf dem Radweg umgefahren hat – und dabei fuhr er gegen die Einbahnstraße und teilweise noch auf dem entgegenkommenden Radweg. Statt sich dann zu entschuldigen legte er den Rückwärtsgang ein und raste mit rauchenden Reifen rückwärts und landete fast in einer Fußgängergruppe… schon irre.

Nach dieser Aufregung schauten wir uns die Altstadt von Limburg an und kauften neuen Proviant. Dabei entdeckten wir die Bäckerei Hensler, die mit ihren traditionellen und besonderen Backwaren wirbt. Und auch wenn sich über die künstlerischen Ambitionen streiten lässt, es war richtig lecker.

Stadthaus in Limburg (Bild: Klaus Dapp)
Stadthaus in Limburg (Bild: Klaus Dapp)
Kornmarkt in Limburg (Bild: Klaus Dapp)
Kornmarkt in Limburg (Bild: Klaus Dapp)

Statt in den überfüllten Dom zu gehen, schauten wir uns die Stadtkirche St. Sebastian an.

Stadtkirche St. Sebastian in Limburg (Bild: Klaus Dapp)
Stadtkirche St. Sebastian in Limburg (Bild: Klaus Dapp)

Und auch die Einzelbadewanne des ehemaligen Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst schauten wir uns nicht an. Im verlinkten Artikel auf Wikipedia ist der Machtmissbrauch und die Verschwendung gut dargestellt. Wir freuten uns dafür lieber über das schöne Fachwerk der alten Vikarie, die bei den ganzen Bauaktivitäten renoviert wurde.

Alte Vikarie in Limburg (Bild: Klaus Dapp)
Alte Vikarie in Limburg (Bild: Klaus Dapp)

Nach einer Mittagspause ging es dann weiter der Lahn entlang nach Rheinland-Pfalz.

Letzter Abschnitt in Hessen (Bild: Klaus Dapp)
Letzter Abschnitt in Hessen (Bild: Klaus Dapp)

Auf dem Weg in die Altstadt sahen wir die Skulpturen des Künstlers Alfred Gutsa aus Simbawe zu unterschiedlichen Aspekten des Radfahrens. Die Am Alten Markt in Diez gönnten wir uns einen leckeren Kaffee.

Stürzende Radfahrerin von Alfred Gutsa (Bild: Klaus Dapp)
Stürzende Radfahrerin von Alfred Gutsa (Bild: Klaus Dapp)
Radfahrer von Alfred Gutsa (Bild: Klaus Dapp)
Radfahrer von Alfred Gutsa (Bild: Klaus Dapp)
Zugang zur Altstadt von Diez (Bild: Klaus Dapp)
Zugang zur Altstadt von Diez (Bild: Klaus Dapp)

Weiter ging es dann lahnabwärts in Richtung Balduinstein durch das teilweise sehr enge Lahntal.

Lahn vor Balduinstein (Bild: Klaus Dapp)
Lahn vor Balduinstein (Bild: Klaus Dapp)

In Obernhof wechselten wir auf die andere Seite der Lahn. An diesem warmen Sommertag war ich froh, dass es nur noch knapp 10 Kilometer bis Nassau waren. Auf der anderen Lahnseite konnten wir bald von der stärker befahrenen Landesstraße in eine Seitenstraße abbiegen. In Höhe des ehemaligen Friedhofes des Kloster Arnstein machten wir im Schatten eine Pause. Danach überraschte uns die knackige Steigung zum ehemaligen Kloster Arnstein. Auf dem Parkplatz angekommen war es deshalb nicht nur die Neugier auf die Klosteranlage, die uns zu einer Besichtigung motivierte. Besonders dankbar war ich für einen starken Kaffee und einen leckeren selbstgemachten Zuckerschock aus dem Klosterladen der griechisch-orthodoxen Schwesternschaft Heiliges Kloster Dionysios Trikkis & Stagon.

Auffahrt zum Kloster Arnstein (Bild: Klaus Dapp)
Auffahrt zum Kloster Arnstein (Bild: Klaus Dapp)

Weiter Richtung Nassau ging es dann auf einem teilweise schmalen Weg durch den Wald. Ich musst aufpassen, nicht in Richtung Lahn zu schauen: Es ging teilweise gefühlt senkrecht nach unten und im Weg waren tiefe Längsrisse zu sehen.

In Nassau angekommen stellten wir die Räder ab und schauten uns nach einem guten Abendessen noch etwas in der Stadt um.

Nassau (Bild: Klaus Dapp)
Nassau (Bild: Klaus Dapp)