Kategoriearchiv: Grasshopper fx Liegerad

Bodensee-Tour 19. Tag: Hohentengen – Basel (2.903 km)

Roche-Turm in Basel (Bild: Klaus Dapp)

Roche-Turm in Basel (Bild: Klaus Dapp)

Heute rächte sich, dass ich gestern wegen des kühlen Wetters zu wenig getrunken habe. Ich wachte mit leichten Kopfschmerzen auf, die sich auch nach dem Frühstück hielten. Da musste ich leider nach der Tablette geifen.

Das Wetter war wieder gut. Die Sonne schien und im Laufe des Vormittags konnte ich auch meine Weste ausziehen. Ich wollte an diesem Tag dem GPS-Track folgen, den ich in der Vorbereitung auf Basis der Velomap mit der Software Basecamp gebastelt habe… Die Sonne stand tief, der Weg führte herrlich begab und schau halte ich die Brücke zum Wechsel auf die schweizer Seite in Reckingen/Rekingen verpasst. Als ich das gemerkt habe, hatte ich keine Lust, zurück zu fahren, und blieb auf dem Rheinradweg auf deutscher Seite. Das habe ich in Tiengen im Gewerbepark Hochrhein bereut. Dort war der reguläre Weg wegen Bauarbeiten gesperrt und die Umleitung so schlecht beschildert, dass an verschiedenen Stellen Grüppchen von Radfahrern mit Karten standen. Offensichtlich hat da ein ortskundiger Autofahrer dort laminierte Zettel mit Radsymbol und Pfeilchen aufgehängt, wo er gut vom Auto aus hinkam und die Radler sollen daraus jetzt die Richtung und den nächsten Ort erahnen und auf die Idee kommen, dass sie auch auf dem 10 Meter entfernten für Autos gesperrten Weg fahren können…

Ich war froh als ich von Tiengen nach Koblenz in der Schweiz abbiegen konnte und auf dem geplanten Weg war. Schon bald hatte ich den ersten Blick auf das Atomkraftwerk Leibstadt – spannend, dass alle Staaten immer der Ansicht sind, dass es an den Staatsgrenzen am sichersten sei für ein Atomkraftwerk …

Leider war der Weg wegen Bauarbeiten an der Wasserversorgung eine ganze Weile nur lose wieder aufgeschüttet und an einer Stelle habe ich es tatsächlich geschafft, mich festzufahren.

Blick auf das Atomkraftwerk Leibstadt (Bild: Klaus Dapp)

Blick auf das Atomkraftwerk Leibstadt (Bild: Klaus Dapp)

Nach diesem anstrengenden Abschnitt und einem eher straßenlastigen Abschnitt schwenkte ich auf einen Luxusradweg ein. Neben der Bahntrasse mit Blick auf den Rhein.

Atomkraftwerk Leibstadt (Bild: Klaus Dapp)

Atomkraftwerk Leibstadt (Bild: Klaus Dapp)

In Mumpf (!) hätte ich meinem GPS-Track bzw. der Routenbeschilderung folgen sollen. Da die bergauf ging, nahm ich eine ebenfalls beschilderte andere Route und fuhr dann parallel zur Autobahn. Das war zwar vermutlich etwas kürzer als die geplante Route, dafür hatte ich die volle Beschallung. Ich war froh, als ich nach Rheinfelden abbiegen konnte. Dort fuhr ich über die alte Brücke in das badische Rheinfelden, um für einen gemütlichen Abend noch zwei Flaschen Wein einzukaufen.

Innenstadt von Rheinfelden (Schweiz) (Bild: Klaus Dapp)

Innenstadt von Rheinfelden (Schweiz) (Bild: Klaus Dapp)

Blick von Rheinfelden (Baden) nach Rheinfelden (Schweiz) (Bild: Klaus Dapp)

Blick von Rheinfelden (Baden) nach Rheinfelden (Schweiz) (Bild: Klaus Dapp)

Dann rollte ich auf gut beschilderten und meist abseits des Autoverkehrs nach Basel. Dabei durchquerte ich einen Teil der Basler Chemieindustrie und fuhr auch durch die ehemalige römische Siedlung bei Kaiseraugst.

Schloss Pratteln (Bild: Klaus Dapp)Blick von Rheinfelden (Baden) nach Rheinfelden (Schweiz) (Bild: Klaus Dapp)

Schloss Pratteln (Bild: Klaus Dapp)Blick von Rheinfelden (Baden) nach Rheinfelden (Schweiz) (Bild: Klaus Dapp)

Den Abend ließen wir dann auf dem Balkon mit leckerer Pizza und Wein ausklingen.

Zur Übernachtung: Fahrrad stand im Fahrradkeller, ruhiges Zimmer aber Straßenbauarbeiten in der Nacht und Anlieferung für den Supermarkt am frühen Morgen, nettes und kompetentes Personal, Brötchen mussten selbst geholt werden und es musste gespült werden, WLAN 😉

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Bodensee-Tour 18. Tag: Moos – Hohentengen (2.818 km)

Gästehaus Wasserstelz in Hohentengen (Bild: Klaus Dapp)

Gästehaus Wasserstelz in Hohentengen (Bild: Klaus Dapp)

Entgegen der gausligen Wettervorhersage schien am Morgen sogar kurz die Sonne. Ich brach deshalb schnellstmöglich auf. Da ich nicht sicher war, dass ich auf meinen deutschen Abschnitten der Etappe etwas einkaufen kann, deckte ich mich noch schnell mit einem Abendessen ein.

Die Sonne verschwand leider schnell wieder und schon bald begann es leicht zu nieseln. Auf teilweise zlemlich hügeligen Wegen fuhr ich entlang des Untersees. Im Gegensatz zu den anderen Teilen des Bodensees geht es hier etwas ruhiger zu.

Blick auf den Untersee (Bild: Klaus Dapp)

Blick auf den Untersee (Bild: Klaus Dapp)

Schloss Gaienhofen (Bild: Klaus Dapp)

Schloss Gaienhofen (Bild: Klaus Dapp)

Der Weg ist gut ausgeschildert und meistens auch gut geführt. Insbesondere in Deutschland fehlen jedoch einige Abschnitte, so dass hier teilweise auch auf stärker befahrenen Straßenabschnitten gefahren werden muss.

Erster Grenzübertritt in die Schweiz am Morgen (Bild: Klaus Dapp)

Erster Grenzübertritt in die Schweiz am Morgen (Bild: Klaus Dapp)

Stadttor von Stein am Rhein (Bild: Klaus Dapp)

Stadttor von Stein am Rhein (Bild: Klaus Dapp)

Im schweizerischen Stein am Rhein wird der Bodensee wieder zum Rhein. Angesichts des zunehmenden Regens verzichtete ich auf einem Besuch der sehr sehenswerten mittelalterlichen Innenstadt und fuhr rasch weiter Richtung Schaffhausen. Teilweise auf gut ausgebauten Waldwegen, teilweise auf asphaltierten Wegen gewann ich an Höhe, um dann in Schaffhausen wieder an den Rhein zu kommen. Spannend ist die Wegführung im Bahnhof Feuerthalen. Dort wird die Bahnunterführung mitgenutzt … natürlich gibt es einen funktionierenden Aufzug.

Rheinbrücke zwischen Diessenhofen und Gailingen am Hochrhein (Bild: Klaus Dapp)

Rheinbrücke zwischen Diessenhofen und Gailingen am Hochrhein (Bild: Klaus Dapp)

Rheinfälle bei Schaffhausen (Bild: Klaus Dapp)

Rheinfälle bei Schaffhausen (Bild: Klaus Dapp)

Im Bereich der beeindruckenden Rheinfälle musste ich mich trotz des Nieselregens durch die Touristenscharen kämpfen. Besonders nervig waren zwei Autofahrer, die versuchten den Rad- und Fußweg mit zu benutzen… entgegen meiner guten Vorsätze musste ich dann doch in der Schweiz mal kräftig hupen. Nach den Rheinfällen steigt es kräftig an und schon ist die deutsche Grenze erreicht. Inzwischen war mein T-Shirt und meine Weste durchweicht und auch Schuhe und Unterhose waren feucht. Gleichzeitig war es aber mit ca. 20 Grad so warm, dass ich das Regenzeug nicht anziehen wollte, da ich darunter massiv schwitzen würde.

Kaiserstuhl (Aargau) (Bild: Klaus Dapp)

Kaiserstuhl (Aargau) (Bild: Klaus Dapp)

Nach kurzer Zeit und mindestens einem Grenzwechsel habe ich Altenburg erreicht. Danach kam die letzte große Steigung … und dann ging es ab Lottstetten bis Hohenstetten eigentlich nur bergab. Ich war froh, dass auch der Regen nachließ und die Hose und Weste schnell trocknete. Als ich in Hohentengen im Gästehaus Wasserstelz ankam, schien sogar kurz die Sonne. Nach einem nachgeholten Mittagessen und ein paar Fotos begann es wieder zu regnen… Zeit zum Lesen und Blog schreiben.

Rhein mit schweizer Grenzbefestigung bei Hohentengen (Bild: Klaus Dapp)

Rhein mit schweizer Grenzbefestigung bei Hohentengen (Bild: Klaus Dapp)

Zur Übernachtung: Gästehaus Wasserstelz, Fahrrad stand im überdachten Biergarten (Ruhetag), ruhiges Zimmer aber Einflugschneise des Flughafens Zürich, nettes und kompetentes Personal, umfangreiches Frühstücksbuffet, WLAN, ca. 65€/Nacht im Einzelzimmer

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Bodensee-Tour 17. Tag: Nonnenhorn – Moos (2.749 km)

Blick über den Untersee nach Radolfzell (Bild: Klaus Dapp)

Blick über den Untersee nach Radolfzell (Bild: Klaus Dapp)

Alles hat ein Ende… ziemlich traurig radelten wir nach Friedrichhafen. Dort quetschte sich Antje in den vollen Zug nach Basel und ich machte mich auf dem Bodensee-Radweg auf nach Moos bei Radolfzell.

Bei besten Wetter war der Bodensee-Radweg richtig voll. Insbesondere an den Strandbädern bzw. Strandpromenaden war maximal Schritttempo möglich. Auf den freien Passagen versuchte ich etwas Tempo zu machen, da für den Mittag Regen angesagt war.

Schloss Hersberg (Immenstaad) (Bild: Klaus Dapp)

Schloss Hersberg (Immenstaad) (Bild: Klaus Dapp)

Schloss Kippenhausen (Immenstaad) (Bild: Klaus Dapp)

Schloss Kippenhausen (Immenstaad) (Bild: Klaus Dapp)

Bodensee bei Hagnau (Baden) (Bild: Klaus Dapp)

Bodensee bei Hagnau (Baden) (Bild: Klaus Dapp)

Meersburg (Bild: Klaus Dapp)

Meersburg (Bild: Klaus Dapp)

Überlingen (Bild: Klaus Dapp)

Überlingen (Bild: Klaus Dapp)

Empfohlener Weg aus dem Radroutenplaner BW bei Radolfzell (Bild: Klaus Dapp)

Empfohlener Weg aus dem Radroutenplaner BW bei Radolfzell (Bild: Klaus Dapp)

Vor Radolfzell bin ich dem Radroutenplaner BW gefolgt, um die Stadt zu umfahren. Eine Familie beim Kartoffelernten schaute ziemlich irritiert, als ich über einen schlechten Feldweg hinter einem Maisfeld rausgerumpelt kam. Da ist zuletzt vermutlich im letzten Jahrhundert ein Ochsenkarren gefahren… in der jetzigen Form ist der Radroutenplaner BW maximal für Abenteuer auf dem Montainbike zu gebrauchen 🙁

Gasthaus Schiff in Moos (Bild: Klaus Dapp)

Gasthaus Schiff in Moos (Bild: Klaus Dapp)

Dusche im Zimmer im Gasthaus Schiff (Bild: Klaus Dapp)

Dusche im Zimmer im Gasthaus Schiff (Bild: Klaus Dapp)

Rechtzeitig vor dem Regen erreichte ich Moos. Nach ausgiebigem Duschen im Zimmer und Ende des Schauers draußen habe ich noch einen netten Spaziergang gemacht. Im Anschluss an das leckere Abendessen bin ich ins Bett gefallen…

Durch den drohenden Regen habe ich trotz der für mich eher langen Strecke, der Langsamfahrstrecken, der Steigung vor Radolfszell und der Feldwege auf Grund der Fehlleitung des Routenplaner BW „in Bewegung“ einen Schnitt von ca. 19 km/h geschafft.

Zur Übernachtung: Gasthaus Schiff, Fahrrad stand sicher im Fahrradraum, ruhiges Zimmer, nettes und kompetentes Personal, umfangreiches Frühstücksbuffet, WLAN, Dusche im Zimmer, ca. 55€/Nacht im Einzelzimmer

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Bodensee-Tour 16. Tag: Nonnenhorn – Kressbronn – Nonnenhorn (2.670 km)

Besegelter Bodensee (Bild: Klaus Dapp)

Besegelter Bodensee (Bild: Klaus Dapp)

So langsam setzte die Urlaub-End-Depression ein. Wir fuhren nach Kressbronn, um Antjes Rückfahrkarte und Souvenirs einzukaufen. Den Nachmittag verbrachten wir bei Antjes Freunden in Nonnenhorn. Während Antje unter Anleitung weiter an ihrem Kleid nähte, unterhielt ich mich über Bildbearbeitung, Fotografie und Bloggen. Tolle Bilder u.a. vom Bodensee finden sich im Blog von Stefan während ich eher Bilder knipse, fotografiert er wirklich 😉

Schiffsanleger von Kressbronn (Bild: Klaus Dapp)

Schiffsanleger von Kressbronn (Bild: Klaus Dapp)

Am Abend habe ich den Grasshopper geschmiert und all mein Zeug in die Satteltaschen gepackt. Zum letzten mal in diesem Urlaub genossen wir den Sonnenuntergang über dem Bodensee von unserer Ferienwohnung aus.

Sonnenuntergang von unserer Ferienwohnung aus gesehen (Bild: Klaus Dapp)

Sonnenuntergang von unserer Ferienwohnung aus gesehen (Bild: Klaus Dapp)

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Bodensee-Tour 15. Tag: Nonnenhorn – Argen – Nonnenhorn (2.660 km)

Blick über Kressbronn (Bild: Klaus Dapp)

Blick über Kressbronn (Bild: Klaus Dapp)

Heute haben wir einen kleinen Ausflug entlang des Argens gemacht. Kurz vor Langenargen sind wir am Vorbild der Golden Gate Bridge in die Aue des Argens abgebogen und gemütlich flussaufwärts bis Gießenbrücke gefahren.

Älteste Kabelhängebrücke Deutschlands (erbaut 1896/97, 72 Meter Spannweite) (Bild: Klaus Dapp)

Älteste Kabelhängebrücke Deutschlands (erbaut 1896/97, 72 Meter Spannweite) (Bild: Klaus Dapp)

Über einige Hügel durch die ersten Hopfenfelder des Tettnanger Hopfengebietes haben wir Laimnau erreicht und sind weiter Richtung Oberlangnau geradelt. Von dort sind wir auf dem gut markierten Donau – Bodensee Radweg auf Nebenstraßen bzw. asphaltierten Wegen durch die idillische Landschaft gefahren.

Schloss Giessen (Bild: Klaus Dapp)

Schloss Giessen (Bild: Klaus Dapp)

Dabei sind wir am Degersee und Schleinsee vorbeigekommen. Neben etlichen Rennradfahrern und Radtouristen sind uns dort auch zwei Scorpion-Fahrer (Liegerad-Trike vor HP Velotechnik) begegnet.

Blick auf den Degernsee (Bild: Klaus Dapp)

Blick auf den Degernsee (Bild: Klaus Dapp)

Wieder schön warm ... (Bild: Klaus Dapp)

Wieder schön warm … (Bild: Klaus Dapp)

Nach diesem Auslüften haben wir uns den Mittagstisch des Torkels, eines guten Restaurants in Nonnenhorn, gegönnt und haben uns dann endlich im Bodensee gewässert. Ein Besuch auf dem Winzerfest mit Bilderbuch-Sonnenuntergang war ein schöner Tagesabschluss.

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Bodensee-Tour 14. Tag: Nonnenhorn – Rohrschach – Bregenz – Nonnenhorn (2.630 km)

Wasserburg (Bild: Klaus Dapp)

Wasserburg (Bild: Klaus Dapp)

Bei idealem Wetter fuhren wir mit den Rädern zum Schiffsanleger nach Wasserburg. Von dort machten wir eine Bodensee-Kreuzfahrt nach Rohrschach (Schweiz). In Rohrschach besuchten wir die Ausstellungen „Boterosutra“ von Fernando Botero und „Waldeslust. Bäume und Wald in Bildern und Skulpturen der Sammlung Würth“. Die unterschiedlichen Darstellungen von Wald fand ich sehr spannend. Beonders beeindruckt hat mich ein gemaltes schwarz-weiß Bild von Sonnenstrahlen im Wald.

Natura 2000 Gebiet am alten Rheindelta (Bild: Klaus Dapp)

Natura 2000 Gebiet am alten Rheindelta (Bild: Klaus Dapp)

"Korrigierter Rhein" (Bild: Klaus Dapp)

„Korrigierter Rhein“ (Bild: Klaus Dapp)

Danach fuhren wir nach Haid (Österreich) zum Mittagsbuffet bei einem China-Restaurant. Mit Blick auf den Bodensee ließen wir es uns gut gehen. Nächstes Ziel war das Strumpf-Outlet von Wolford. Während ich in der Männer-Ecke verdaute, prüfte Antje das Sortiment. Nächstes Ziel war das Vorarlberg-Museum. Gestärkt durch einen Kaffee stiegen wir in die Geschichte Vorarlbergs ein. Am Abend fuhren wir in einem Rutsch zurück nach Nonnenhorn. Was auf dem immer noch vollen Bodensee-Radweg an Stellen wie am Badestrand in Bregenz eher im Schritttempo ging.

Blick von Bregenz nach Lindau (Bild: Klaus Dapp)

Blick von Bregenz nach Lindau (Bild: Klaus Dapp)

Auf der Fahrt begegneten uns ein Highracer, ein Tieflieger, ein Hase Trike und Pino … einige geradezu eine Liegerad-Schwemme in der Gegend 😉

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Bodensee-Tour 13. Tag: Nonnenhorn – Lindau – Nonnenhorn (2.577 km)

Fußgängerzone in Lindau (Bild: Klaus Dapp)

Fußgängerzone in Lindau (Bild: Klaus Dapp)

An diesem verregneten Lesetag, habe ich den zweiten Bodensee-Krimi von Manfed Megerle Seefeuer gelesen. Den fand ich wesentlich spannender als den ersten Band Seehaie. Außerdem habe ich einen ersten Schwung Postkarten geschrieben, was ich sonst meist auf die Zugrückfahrt verschoben habe.

Am Abend wollten wir zu Carmen ins Stadttheater Lindau radeln. Gerade als wir starten wollten begann ein fast 30 Minuten dauernder Regenguss. Danach sind wir dann ziemlich zügig mach Lindau gesaust. Leider halten wir keine Zeit um ein vernünftiges Gasthaus zu suchen und landeten in einer Vinothek. Der Speisekarte lag die Rückseite einer Packung von Wagners Tiefkühl-Flammkuchen bei… zum Wechseln hatten wir leider keine Zeit.

Die Vorstellung der Oper Carmen als Marionettentheater wog das gruselige Abendessen mehr als auf. Es war wirklich klasse, wie die Oper umgesetzt wurde. An diversen Stellen waren kleine Späße eingebaut, so dass auch eher zurückhaltende Opernfans viel Freude hatten. Begeistert fuhren wir trocken zurück.

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Bodensee-Tour 12. Tag: Nonnenhorn – Friedrichshafen – Nonnenhorn (2.557 km)

Zeppelin Museum im ehemaligen Hafenbahnhof in Friedrichshafen (Bild: Klaus Dapp)

Zeppelin Museum im ehemaligen Hafenbahnhof in Friedrichshafen (Bild: Klaus Dapp)

Heute nutzte ich Antjes Näh-Treffen zu einem Besuch des Zeppelinmuseums in Friedrichshafen. Ich war dort vor etlichen Jahren und halte eine unkritische Zeppelin-Jubelausstellung in Erinnerung und war gespannt, ob die Neugestaltung in den letzten Jahren dies verändert hat. Kurz zusammengefasst: Ich wunde positiv überrascht. In der Ausstellung wird die technisch Entwicklung und die Fortentwicklung der zu einem großen Teil militärischen Einsatzgebiete plastisch dargestellt. Eindrücklich ist auch die Erläuterung der Kriegswirtschaft in Friedrichshafen bis hin zur Beteiligung am Bau von Raketenwaffen. Gezeigt wird auch die daraus resultierende weitgehende Zerstörung der Stadt und der Einsatz von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen. Ebenso beeindruckend sind die rekonstruierten und begehbaren Teile des Zeppelins Hindenburg. Interessant fand ich auch die ausgestelllten Bilder zu den Themen Mensch und Natur sowie Mensch und Technik.

Aussichtsturm am Hafen in Friedrichshafen (Bild: Klaus Dapp)

Aussichtsturm am Hafen in Friedrichshafen (Bild: Klaus Dapp)

Fähre Friedrichshafen - Romanshorn (Bild: Klaus Dapp)

Fähre Friedrichshafen – Romanshorn (Bild: Klaus Dapp)

Nach einem gemütlichen Nachmittag haben wir den Abend bei saurem Käse (eingelegtem Limburger) und gutem Wein in einer Rädle-Wirtschaft (nicht ganzjährig geöffnete Wirtschaft, entspricht Besen- bzw. Straußenwirtschaft) ausklingen lassen.

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Bodensee-Tour 11. Tag: Nonnenhorn – Kressbronn – Nonnenhorn (2.523 km)

Blick über die Obstplantagen auf den Bodensee (Bild: Klaus Dapp)

Blick über die Obstplantagen auf den Bodensee (Bild: Klaus Dapp)

An diesem verregneten Lesetag habe ich den ersten Bodensee-Krimi von Manfed Megerle Seehaie gelesen. Nach einem etwas zähen Einstieg und einigen eher langatmigen Ortsbeschreibungen war der ganz spannend… und einen Krimi mit Blick auf den Tatort lesen zu können, hat schon was.

Auf der Fahrt zum Einkaufen nach Kressbronn haben wir am Nachmittag einen Scorpion-Fahrer (Liegerad-Trike vor HP Velotechnik) gesehen. Den Abend verbrachten wir gemütlich auf dem Sofa.

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Bodensee-Tour 10. Tag: Nonnenhorn – Lindau – Nonnenhorn – Langenargen – Nonnenhorn (2.503 km)

Hafeneinfahrt in Lindau (Bild: Klaus Dapp)

Hafeneinfahrt in Lindau (Bild: Klaus Dapp)

Die zweite kühle Nacht in Folge, welch ein Genuss. Leider hielt sich das Wetter nicht an die Prognose. Deshalb fuhren wir mit dem Zug nach Lindau, um im Regen in die Nolde-Ausstellung zu geben. Wir waren nicht ganz alleine mit der Idee… also zogen wir das Mittagessen vor und stellten uns dann in die Schlange. Dort traf ich zufällig einen meinen Auftraggeber, der in Lindau Urlaub machte. So hatten wir eine nette Unterhaltung in der Wartezeit, die sich nicht um die Arbeit drehte! Die Ausstellung umfasste 32 Werke Emil Noldes, die für diese Ausstellung zusammengeführt wurden. Besonders interessant fand ich die Gegenüberstellung der zwischen 1939-1945 abstandenen Aquarelle, die Nolde wegen Berufsverbots heimlich malte, und seine Interpretationen in Öl nach 1945.

Lindauer Innenstadt mit Touristen (Bild: Klaus Dapp)

Lindauer Innenstadt mit Touristen (Bild: Klaus Dapp)

Am Abend haben wir einen Besuch bei Freunden von Antje in Nonnenhorn gemacht und sind gemeinsam nach Langenargen geradelt. Und endlich konnte ich mich mal von Liegerad zu Liegerad unterhalten, da Stefan seine Streetmachine fuhr. Ein gewisses Aufsehen insbesondere bei Touristen haben wir damit erregt… auch wenn das gar nicht vorgesehen war. Der Sonnenuntergang über dem Bodensee war beeindruckend … ebenso das aufziehende Gewitter, was uns zu einer zügigen Rückfahrt motivierte.

Kursschiff auf dem Bodensee (Bild: Klaus Dapp)

Kursschiff auf dem Bodensee (Bild: Klaus Dapp)

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